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Sportjournalist in Italien erschossen und verbrannt

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von ran.de

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In Süditalien ist ein Sportjournalist tot aufgefunden worden - erschossen und anschließend in Brand gesetzt. Die Ermittler gehen von einem Mord aus, das Motiv ist bislang unklar.

Der italienische Sportjournalist Luca Esposito ist tot. Der 53-Jährige, mit bürgerlichem Namen Luigi Esposito, wurde am Sonntag verkohlt auf einem landwirtschaftlich genutzten Grundstück in der Ortschaft Bivio Cioffi bei Eboli in der Provinz Salerno entdeckt. Feuerwehrleute stießen bei Löscharbeiten eines Vegetationsbrandes auf die Leiche.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Salerno wurde Esposito zunächst erschossen, bevor sein Körper in Brand gesteckt wurde. Ermittler der Carabinieri sicherten am Tatort Patronenhülsen. Identifiziert wurde der Journalist über sein Fahrzeug, das in der Nähe des Fundorts zurückgelassen worden war.

Esposito war in der Sportmedienlandschaft Kampaniens eine feste Größe. Er war Chefredakteur des Fußball-Portals "tuttosalernitana.com", das sich schwerpunktmäßig mit dem Verein Salernitana beschäftigt, schrieb zudem für die Tageszeitung "La Citta di Salerno" und trat regelmäßig als Experte beim Regionalsender "Otto Channel" auf. Auch für das Serie-C-Portal "tuttoc.com" war er als Kommentator tätig.

Der Vorsitzende des Journalistenverbands von Kampanien, Ottavio Lucarelli, sprach von einem "Vorfall von beispielloser Schwere".

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Journalisten-Mord: Motiv unklar

Über das Motiv des Mordes gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Kollegen betonten, dass Esposito sich journalistisch ausschließlich mit Sportthemen befasste und keine Berichterstattung zu Kriminalität oder Justiz betrieb.

Die Ermittler prüfen nun sowohl das berufliche als auch das private Umfeld des Journalisten. Für Verwirrung sorgte zunächst eine kursierende Information, wonach Esposito bei der Umweltbehörde "Arpac" in Avellino beschäftigt gewesen sei - die Behörde dementierte dies inzwischen offiziell.

Die internationalen und europäischen Journalistenverbände (IFJ/EFJ) sowie der italienische Presseverband FNSI riefen die Behörden zu einer zügigen und lückenlosen Aufklärung auf. Laut Angaben des Verbandes der italienischen Sportjournalisten (USSI) hat der Mord nichts mit Espositos Arbeit als Sportjournalist zu tun.

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