Fußball
Thomas Hitzlsperger spricht über Zeit vor Coming-out: "In Rom war es echt die Hölle"
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von ran.deran Fußball
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Videoclip • 01:06 Min
Vor seinem Coming-out hatte Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger schwer zu kämpfen. Nun gewährt der Ex-Nationalspieler tiefe Einblicke über die Probleme während seiner aktiven Profikarriere.
Es passiert einfach nicht. Nach wie vor hat sich kein einziger aktiver deutscher Fußballprofi als homosexuell geoutet. Warum das so ist, wird durch die Worte von Thomas Hitzlsperger deutlich.
Der frühere Nationalspieler, der 2014 sein Coming-out hatte, hat sich im "NDR"-Podcast "Wie geht’s? Mit Robin Gosens" zu der Zeit davor geäußert und tiefe Einblicke gewährt.
"Ich hatte so eine innere Anspannung, dass ich irgendwann angefangen habe zu schwitzen. Auf einmal sitze ich da beim Mittagessen und fange an zu schwitzen", erinnerte sich der ehemalige Profi des VfB Stuttgart zurück.
Schlimm sei dabei vor allem der Druck in der Kabine gewesen. Mit Mitte, Ende 20 sei er schließlich zu der Erkenntnis gekommen, nicht in die Fußballwelt und die dazugehörigen Kabinen zu passen.
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Ich kann dem Trainer nicht erklären: 'Ich habe ein Problem, habe massive Ängste, und schwul bin ich auch noch.' Das lief nicht.
Hitzlsperger hatte große Ängste während Profikarriere
So habe er kein Interesse daran gehabt, mit Teamkollegen auszugehen, um eine Frau kennenzulernen. "Ich will einen Freund kennenlernen, und das geht nicht", so seine damaligen Gedanken.
Besonders schlimm war es für Hitzlsperger nach seinem Wechsel vom VfB zu Lazio Rom im Jahr 2010. Von Mitspielern wurde er mit Fragen nach Frau und Kindern gelöchert: "Da hat es mich dann echt zerrissen. Ich dachte, ich muss raus hier."
Und weiter: "Ich kann dem Trainer nicht erklären: 'Ich habe ein Problem, habe massive Ängste, und schwul bin ich auch noch.' Das lief nicht. Das halbe Jahr in Rom war echt die Hölle."
Zwar sprach der heute 44-Jährige mit Familie und Freunden darüber, den Schritt an die Öffentlichkeit wagte er während seiner Profikarriere aber nicht. Erst ein Jahr nach seinem Karriereende 2013 fand er schließlich den Mut.
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