"Kniefall vor dem Kapital"
Jürgen Klopp und Red Bull: "Unsere Kurve" warnt vor "Feind des Volkssports Fußball"
Veröffentlicht:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:30 Min
Das Fanbündnis sieht die Personalie Jürgen Klopp beim DFB äußerst kritisch. Grund dafür ist seine Verbindung zu Red Bull.
Das Fanbündnis "Unsere Kurve" sieht die Personalie Jürgen Klopp aufgrund der Nähe des Wunsch-Bundestrainers zu Red Bull durchaus kritisch. Sollte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) "auf den kolportierten Deal" mit dem Brausekonzern einlassen, der Klopp angeblich auch im Amt als Werbepartner halten will, wäre dies "ein weiterer Kniefall vor dem Kapital", sagte Sprecher Thomas Kessen dem SID.
"Anstatt die Besonderheiten des deutschen Fußballs als Stärke zu begreifen und auf diesem Fundament nachhaltig Erfolge zu bauen, strebt man nach schnellen Ergebnissen und ist bereit, mit viel Geld und Integrität dafür zu zahlen", ergänzte Kessen mit Blick auf das Werben der DFB-Spitze um Klopp als Nachfolger des nach dem WM-Debakel zurückgetretenen Julian Nagelsmann.
Als Vertretung der Interessen von Fußballfans und Vereinsmitgliedern erlaube sich "Unsere Kurve" keine Beurteilung "der sportlichen Dimension dieser Personalie", fügte Kessen an. "Sehr wohl sehen wir aber eine Dissonanz rund um die Wahrnehmung der öffentlichen Person Jürgen Klopp."
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Jürgen Klopp hat bei Red Bull Vertrag bis 2029
Kessen weiter: "Wer sich in Mainz und Dortmund bodenständig gab und selbst in Liverpool noch als 'the normal one' vorstellte, der passt nicht zum Feind des Volkssports Fußball - dem RB-Konzern." Bevor man Klopp "als vermeintlichen Heilsbringer aufs Podest hebt", wolle "Unsere Kurve" daher "an die Reaktionen und den verspielten Kredit in weiten Teilen insbesondere der Dortmunder Anhängerschaft" erinnern.
Klopp hat als "Global Head of Soccer" bei Red Bull noch einen Vertrag bis 2029. Der DFB müsste ihn dort auslösen, ist aber bemüht, ein solches Novum bei der Verpflichtung eines Bundestrainers zu vermeiden. Ein möglicher Ausweg wäre, Klopp auch im Amt zu erlauben, für den Konzern zu werben. Diese Variante soll bei den Vorgesprächen von allen Parteien favorisiert worden sein.
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