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WM 2026: Argentinien zeigt nach der Final-Niederlage das Gegenteil von Größe - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Fußball
WM2026: „Befreiung und Erlösung“ – die Experten zum Finale
Videoclip • 03:37 Min
Argentinien enttäuscht beim WM-Finale nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Umgang mit der Niederlage. Beim Thema Sportsgeist spielt die "Albiceleste" maximal Kreisklasse. Ein Kommentar.
Eine Weisheit, die nicht nur für den Sport, sondern für alle Lebensbereiche gilt, lautet: Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage.
Zeigt man dennoch Formen des Respekts und der Anerkennung oder lässt man aus Wut jeglichen zivilisatorischen Umgang plötzlich in Vergessenheit geraten?
Die Fußball-Nationalmannschaft Argentiniens hat diesbezüglich nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien ein beinahe schon jämmerliches Bild abgegeben. Die Südamerikaner verkörperten mit ihrem Verhalten nach der Niederlage gegen Spanien den Prototyp eines schlechten Verlierers.
Allen voran Leandro Paredes, dem sämtliche Sicherungen durchbrannten und der sich nach Abpfiff plötzlich wie ein wildgewordener Stier auf Spaniens Gavi stürzte. Vorausgegangen war eine Rudelbildung, die Argentiniens Nahuel Molina mit einem völlig sinnfreien Schlag gegen Rodri auslöste.
Und dann war da auch noch Argentiniens Co-Trainer Roberto Ayala. Videoaufnahmen zeigen, wie der 53-Jährige während einer kurzen Rangelei mit Dani Olmo dem spanischen Mittelfeldspieler einen Faustschlag ins Gesicht verpasst. Ein Verhalten, das auf keinem Fußballplatz dieses Planeten etwas zu suchen hat.
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FIFA muss hart durchgreifen
Statt vor einem Milliardenpublikum Sportsgeist zu zeigen und als Vorbild voranzugehen, produzierten die Argentinier ein Bild des Schreckens.
Angesichts dieser Szenen verblasst jegliches Mitgefühl, das womöglich mit Lionel Messi in den Momenten nach dem Spiel gerechtfertigt wäre. Schließlich blieb dem vielleicht besten Fußballer der Geschichte die ultimative Krönung verwehrt. Doch wer soll das noch bedauern, wenn sich seine Kollegen derart widerwärtig verhalten?
Nun sind Südamerikaner für ihr Temperament bekannt und nach einem verlorenen WM-Finale herrscht verständlicherweise enorme Enttäuschung vor. Doch das ist keine Entschuldigung für das, was sich nach Abpfiff auf dem Rasen des MetLife Stadiums vor den Toren New Yorks abspielte.
Auch der FIFA kommt nach den Geschehnissen eine besondere Verantwortung zu. Der Verband brüstet sich stets mit seinem Einsatz für Fairplay und der Wichtigkeit eines auf Sportsgeist ausgerichteten Miteinanders. Wer so etwas nach außen verkörpert, muss jetzt hart durchgreifen.
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Schlechte Verlierer haben im Sport nichts zu suchen
Ein zu lasches Vorgehen oder gar Ignorieren dieser Vorkommnisse wäre ein Freifahrtschein für derartiges Verhalten und zugleich ein Verrat an allen, die nach Niederlagen eben nicht so reagieren, sondern stattdessen ihre Emotionen im Griff haben und sogar anständig gratulieren.
Dabei geht es längst nicht nur um das Verhalten einzelner Stars. Wer etwa die zunehmende Verrohung im Amateurfußball kritisiert, findet die Auslöser meist in Situationen wie der in New York. Stichwort: Vorbildfunktion. Denn es kann auch schlechte Vorbilder geben.
Argentinien gehört zweifellos dazu. Wer mit Niederlagen nicht umgehen kann, hat im Sport nichts zu suchen. Oder er muss damit leben, wenn die eigene menschliche Größe von Außenstehenden eher mit einem Staubkorn gleichgesetzt wird.














