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WM 2026 - Rot gegen Leandro Paredes: Rudelbildung,  Faustschläge und Tritte - das war der Auslöser für die Eskalation nach Spielende

Aktualisiert:

von Daniel Kugler

ran Fußball

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Videoclip • 28 Sek


Ursache des Ausrasters von Leandro Paredes sowie die folgenden Tritte und Fausschläge im WM-Finale war ein anderer Spieler. Auch Argentiniens Verhalten bei der Siegerehrung sorgt in Spanien für Empörung.

Der Argentinier Leandro Paredes hat beim 1:0-Sieg Spaniens nach Verlängerung im WM-Finale mit einem Ausraster für einen Eklat gesorgt.

Nach Abpfiff brannten dem Mittelfeldspieler der "Albiceleste" völlig die Sicherungen durch. Bei Rangeleien packte er Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden.

Zuvor war er bereits Eric Garcia körperlich angegangen. Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte ihm dafür die Rote Karte.

Auslöser für den Tumult nach Spielende war jedoch eine andere Aktion - und sie blieb längst nicht die letzte hässliche Szene der eskalierenden Situation.

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WM-Finale: So kam es zum Paredes-Ausraster

In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Fan-Videos, die zeigen, dass dem Paredes-Ausraster und dem Krawall auf dem Rasen ein Faustschlag vorausging.

Dabei ist eindeutig zu sehen, wie Spanien-Star Rodri direkt nach Abpfiff jubelnd zu seinen Teamkollegen lief, ohne jegliche Provokation jedoch von Argentiniens Nahuel Molina beim Vorbeilaufen einen Schlag auf den Brustkorb abbekam.

Der Mittelfeldspieler von Manchester City stoppte daraufhin verdutzt seinen Jubellauf, drehte um und startete mit dem argentinischen Verteidiger ein hitziges Wortgefecht.

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WM-Finale: Paredes schubste vor Gavi auch Garcia zu Boden

In einem von der Tribüne des MetLife Stadium gefilmten und auf "X" geposteten Clip ist die gesamte Szenarie eindeutig zu erkennen. Die TV-Kameras kamen bei der Vielzahl an Tätlichkeiten innerhalb weniger Sekunden verständlicherweise gar nicht hinterher.

Rodris Mitspieler Eric Garcia bemerkte die Unsportlichkeit als Erstes, schaltete sich umgehend ein und schubste Molina energisch weg. Daraufhin wehrte sich der Argentinier und suchte erneut die Konfrontation mit Rodri.

Unmittelbar darauf rannte Paredes im Vollsprint auf das Trio zu und stieß Verteidiger Garcia seitlich bzw. von hinten mit voller Wucht zu Boden.

Damit eskalierte die Situation komplett. Gavi bemerkte den Sturz seines Teamkollegen ebenfalls und rannte auf Paredes zu, wurde jedoch vom Argentinier Thiago Almada festgehalten. Nun verlor Paredes komplett die Kontrolle, packte den wieder aufgerappelten Garcia voller Wut mit der Hand am Hals.

Gavi riss sich danach zum Teil aus Almadas Armen los und schubste Paredes leicht. Daraufhin warfen beide Argentinier den Barca-Star regelrecht zu Boden. Paredes zerrte den Spanier dann am Auswechselleibchen erneut auf die Beine, schlug ihm ins Gesicht und stieß Gavi abermals auf den Rasen.

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WM-Finale: Paredes droht längere Sperre nach Eklat

Erst das beherzte Eingreifen von weiteren argentinischen und spanischen Nationalspielern, Betreuern beider Verbände sowie einem aufmerksamem Linienrichter konnte den völlig ausgeuferten Eklat auflösen.

Auch interessant: Kommentar: Finale als unwürdiger Tiefpunkt der WM

"Das ist unentschuldbar. Wenn wir ehrlich sind, hätte er gar nicht mehr auf dem Platz stehen können. Er hat sich da schon sieben, acht harte Fouls geleistet", kommentierte der frühere Bundesligaprofi Mladen Petric im Schweizer Fernsehen.

Nun droht vor allem Paredes nachträglich eine längere Sperre. Die FIFA hat die Ermittlungen bereits aufgenommen.

Zumal der 32-Jährige von Boca Juniors schon mehrfach negativ aufgefallen ist. Nach dem 2:1 im Halbfinale über England gehörte er zu den Spielern, die ein Plakat hochgehalten hatten, wonach die (britischen) Falkland-Inseln argentinisch seien.

Argentiniens Co-Trainer Ayala: Faustschlag gegen Olmo

Doch auch abseits des von Molina und Paredes angezettelten Getümmels gab es äußerst unsportliche Szenen.

So ließ sich Co-Trainer Roberto Ayala, immerhin 53 Jahre alt und 115-maliger Nationalspieler, zu einem Faustschlag gegen Dani Olmo hinreißen.

Auch hier ging Eric Garcia dazwischen und verhinderte Schlimmeres.

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Otamendi beschimpft Rodri: "Die ganze Woche geheult"

Später kam es noch zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen Rodri und Nicolas Otamendi, die beide bis zum Saisonende zusammen bei Manchester City gespielt hatten.

"Die ganze Woche hast du geheult. Du und (Aymeric) Laporte, ihr beide", schimpfte der 38-Jährige, als ihm Rodri die Hand geben wollte.

"So etwas macht man nicht, du hast bei den Schiedsrichtern gejammert, mein Freund."

Rodri reagierte mit weit aufgerissenen Augen und der Gegenfrage: "Was habe ich denn gesagt?"

"Ich fand die paraguayische Mannschaft schon schlecht, aber Paredes, E. Fernández, Otamendi und der ganze Rest – das sind widerwärtige Sportler", schrieb Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger dazu auf "X".

Otamendi bezog sich mit seinen Vorwürfen auf die Aussagen seines Ex-Teamkollegen und von Laporte bei einer Pressekonferenz vor dem Finale.

"In den letzten Spielen haben wir Dinge gesehen, die uns wirklich überrascht haben", hatte Laporte erklärt: "Vor allem bei Argentinien, einer Mannschaft, die mit ihren Zweikämpfen viele kleine Botschaften sendet."

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Argentinier drehen Spaniern bei WM-Pokalübergabe demonstrativ den Rücken zu

Doch nach dem Ende der körperlichen Auseinandersetzungen erlaubten sich die Verlierer eine weiteres grobes Foulspiel, als sie den Spaniern bei der Überreichung des WM-Pokals kollektiv und demonstrativ den Rücken zukehrten.

"Argentiniens berüchtigte Geste, die die Welt beschämt. Wer hätte ahnen können, dass sie nicht nur das Spiel verlieren, sondern auch noch so beschämend die Fassung verlieren würden?", kommentierte Spaniens größte Sportzeitung "Marca" das Verhalten nach dem Schlusspfiff:

"Insbesondere ein Vorfall, der in der Geschichte des Fußballs beispiellos ist und der argentinischen Nationalmannschaft weltweit einen schweren Imageschaden zugefügt hat, der nur schwer wieder gutzumachen sein wird: Sämtliche Spieler der Albiceleste drehten den Spaniern den Rücken zu, als diese den verdient gewonnenen Pokal in die Höhe stemmten . Es ist eine der abscheulichsten Aktionen, die je bei einer Weltmeisterschaft zu sehen waren."

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"Kindisch": Messi forderte Rot gegen Cucurella

Allerdings war der auf dem Platz nahezu chancenlose Titelverteidiger, der erst in den letzten Minuten der Verlängerung zu seinen einzigen beiden Torschüssen kam, schon während der Partie mehrfach mit unfairem Verhalten aufgefallen.

Neben permanentem Lamentieren und zahlreichen versteckten wie offensichtlichen Fouls, etwa dem heftigen Einsteigen von Enzo Fernandez bei dessen Gelb-Roter Karte gegen Pau Cubarsi (90.), erregte vor allem eine Szene die Gemüter.

Und zwar als Lionel Messi in der Verlängerung vehement die Rote Karte gegen Marc Cucurella forderte, nachdem sich der Linksverteidiger dem Anschein nach sehr kurz die Hand vor den Mund gehalten hatte.

"Ich habe gar nicht realisiert, dass meine Hand in der Nähe des Munds war", kommentierte Cucurella die Szene danach: "Er sollte sich nicht so verhalten. Das war kindisch."

So sahen es auch zahlreiche Experten wie Englands früherer Torjäger Wayne Rooney: "Wir wissen alle, wie sie auf dem Platz agieren. Man muss aber trotzdem immer Sportsmann bleiben - und daher war es traurig zu sehen, was Messi da gemacht hat."

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