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WM 2026: Lionel Messi vor neuntem Ballon d'Or? Nur ein Spanier kann ihn noch aufhalten - Kommentar nach Argentinien vs. England

Aktualisiert:

von Martin Volkmar

ran Fußball

WM 2026: Kabinenparty mit Messi - Argentinien zelebriert Finaleinzug

Videoclip • 01:19 Min


Alle vermeintlichen Kandidaten sind bei der WM sang- und klanglos untergegangen, so dass am Ende nur ein Argentinier oder ein Spanier Weltfußballer werden kann. Ein Kommentar.

Große Spieler entscheiden große Spiele.

Gemessen an dieser alten Fußball-Weisheit haben sich spätestens im WM-Halbfinale ziemlich viele Kandidaten aus dem Rennen um den Titel des Ballon d'Or verabschiedet.

Vorjahressieger Ousmane Dembele war ebenso wie Bayerns Superstar Michael Olise beim 0:2 der harmlosen Franzosen gegen Spanien praktisch unsichtbar.

Kylian Mbappe war zwar stets bemüht, konnte der wichtigsten Partie des Jahres aber ähnlich wie in den entscheidenden Partien bei Real Madrid keinen Stempel aufdrücken.

Das gleiche Schicksal erlitten die bei der WM zuvor so starken Harry Kane und Jude Bellingham, die beim bitteren 1:2 der Engländer gegen Argentinien weder für Torgefahr noch für Ordnung und Entlastung in der Schlussphase sorgen konnten.

Andere Anwärter wie Vitinha, Nuno Mendes, Achraf Hakimi oder Vinicius Junior hatten sich schon früher aus dem Kreis der ernsthaften Favoriten verabschiedet, weil sie eben nie den Unterschied auf höchstem Niveau ausmachen konnten und ihre Teams auch deshalb bei der Endrunde vorzeitig ausschieden.

So bleibt am Ende - mal wieder - fast nur noch einer übrig: Lionel Messi.

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Lionel Messi: Auch mit 39 Argentiniens großer Anführer

Der Superstar zeigt vor allem dank seiner Spielintelligenz selbst mit 39 Jahren kaum Abnutzungserscheinungen, sondern ist und bleibt der große Anführer hinter Argentiniens hart erkämpftem, aber auch verdientem Finaleinzug.

Messi war auch gegen England nach dem 0:1 der entscheidende Faktor als Antreiber seines zum wiederholten Mal am Boden liegenden Teams und sorgte als Spielmacher mit genialen Aktionen, wie zu seinen besten Zeiten, fast im Alleingang für die späte Wende.

Der Kontrast zu seinem einstigen Gegenspieler Cristiano Ronaldo fiel daher umso stärker ins Auge. Denn während der Portugiese nur noch ein Schatten früherer Glanztage und somit ein Hemmschuh seiner Mannschaft ist, macht Messi Argentinien trotz seines Alters immer noch besser.

Sollte der Kapitän den dreimaligen Weltmeister am Sonntag auch noch zur Titelverteidigung führen, gibt es trotz seines Alltags im Fußball-Vorruhestand der MLS keine stichhaltigen Argumente mehr gegen die neunte Auszeichnung als weltbester Fußballer.

Auch nicht die starken Saisons auf Vereinsebene von Kane, Olise und Co. Die spielen im Schatten des alles überstahlenden FIFA-Turniers in WM-Jahren (leider) ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

WM-Finale: Nur Spanien kann beide Titel für Messi verhindern

Beide Titel für Messi, individuell und als Team, kann also nur noch Spanien verhindern. Bei einem Triumph wäre auch ein Weltfußballer aus den Reihen des Europameisters logisch.

Kandidaten gibt es einige, etwa "Wunderkind" Lamine Yamal oder Champions-League-Sieger Fabian Ruiz von Paris St. Germain. Nach den bisher gezeigten Leistungen spricht aber am meisten für den überragenden Kapitän Rodri, der schon nach dem EM-Erfolg 2024 Messi als Gewinner des Ballon d’Or nachfolgte.

So wird der Ausgang des WM-Endspiels vermutlich entscheidend sein, wenn beide Spielführer auch noch direkt auf dem Feld aufeinandertreffen. Der Sieger des Duells hätte dann auch den Weltfußballer-Titel vollauf verdient.

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