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WM 2026 - Mit Messi und Moral: Argentinien marschiert geradewegs Richtung Titelverteidigung - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Fußball
WM 2026 - "Lächerlich": Fans wittern Messi-Bonus der FIFA
Videoclip • 02:07 Min
Argentinien wankte gegen Ägypten bedenklich, Lionel Messi schien irdisch - doch der Titelverteidiger fiel nicht. Weil die Südamerikaner eine unvergleichliche Moral haben und Messi dann doch immer zur Stelle ist. So ist der Titel mehr als realistisch. Ein Kommentar.
Am Ende eines unvergleichlichen Spektakels herrschte reihum schiere Ungläubigkeit. Bei den Verlierern aus Ägypten sowieso, aber auch bei den Siegern aus Argentinien.
Das WM-Achtelfinale in Atlanta war womöglich das mitreißendste Spiel des bisherigen Turniers. Alle Fußballgötter schienen sich gegen die "Albiceleste" und ihren Leitwolf Lionel Messi verschworen zu haben. Der Superstar verschoss wieder einmal einen Elfmeter, zum vierten Mal im achten Versuch auf der WM-Bühne.
Dazu hielt der ägyptische Torwart Mostafa Shoubeir alles, was auf seinen Kasten kam, teilweise auf sensationelle Art und Weise. Und in der Offensive präsentierten sich die "Pharaonen" eiskalt. Zu Beginn der Schlussphase schien alles klar: Ägypten schaltet den Titelverteidiger aus, die große Karriere von Lionel Messi im Nationalteam endet hier und heute.
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Argentinien zeigt unmenschliche Moral
Doch große Mannschaften und große Spieler zeigen ihre Klasse genau dann, wenn es schwierig wird. Wenn der Druck ins Unermessliche steigt, wenn der Abgrund immer näher rückt. Argentinien wankte bedenklich, Messi hatte sich vom Außerirdischen zum Menschen gewandelt.
Als es darauf ankam, zeigten die Argentinier aber einmal mehr ihre ganze Qualität, die sich besonders aus zwei Dingen zusammensetzt: Moral - und eben Messi. Diese Mischung macht die Südamerikaner auch beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zum Titelaspiranten Nummer eins.
Denn bei einer WM geht es letztlich darum, den Gegner zu schlagen, um selbst eine Runde weiterzukommen und am Ende den goldenen Pokal in die Höhe zu recken. Doch bei Argentinien stellt sich die Frage: Wer soll diese Mannschaft besiegen - und vor allem: wie?
Das Achtelfinale gegen Ägypten dürfte den Argentiniern einen gewaltigen Schub an Selbstvertrauen und Überzeugung gebracht haben. Nach der Nervenprobe gegen Kap Verde war das Spiel gegen die Nordafrikaner eine weitere Belastungsprobe für die eigene Mentalität. Doch abseits der fußballerischen Qualität zeichnet sich der Weltmeister von 2022 eben genau durch diese mentale Stärke aus.
Nie den Glauben an sich zu verlieren, allen Widrigkeiten zu trotzen und auch mit dem Rücken zur Wand weiter alles zu versuchen. Genau das ist es, was bei einem WM-Turnier den Unterschied machen kann. Die Argentinier haben den ultimativen Test bravourös überstanden und gehen mit der breitesten aller Brüste in das nächste Spiel.
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Lionel Messi ist nicht zu stoppen
Weil sie aber eben nicht nur diese unbändige Moral haben, sondern auch einen Lionel Messi. Mit seinen 39 Jahren ist er nicht nur ein besseres Maskottchen, das seinen großen Namen auf dem Rücken spazieren trägt, seinem Team damit aber herzlich wenig hilft.
Messi ist nach wie vor der Unterschiedsspieler in dieser Mannschaft. Als seine Kollegen ihn am meisten brauchten, war der achtmalige Ballon-d'Or-Sieger zur Stelle. Das Anschlusstor von Cristian Romero bereitete er mit einer mustergültigen Flanke vor, den Ausgleich erzielte Messi mit seinem 21. WM-Tor selbst. Natürlich auf unnachahmliche Art und Weise mit einem Kracher unter die Latte.
Und man fragt sich: Wenn Messi selbst einem eigentlich verhexten Spiel seinerseits eine solche Wendung geben kann, wie soll er dann überhaupt gestoppt werden? Die Ägypter machten es lange gut und standen dem Superstar teilweise mit drei Mann auf den Füßen. Gebracht hat es letztlich nichts.
Beendet Messi die "GOAT"-Debatte?
So gibt es einige Parallelen zum Turnier vor rund vier Jahren in Katar, als Messi seine ohnehin einzigartige Karriere endgültig krönte. Jetzt, 2026, schickt er sich an, sein Land zur Titelverteidigung zu führen. Damit würde sich Messi endgültig unsterblich machen und die "GOAT"-Debatte ein für allemal beenden.
Noch ist ein Stück des Weges zu gehen, doch wer solche Spiele wie gegen Ägypten gewinnt, darf zumindest schon einmal anfangen zu träumen. Klar scheint: Wer Weltmeister werden will, muss Argentinien schlagen. Dafür aber braucht es offenkundig höhere Mächte.
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