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WM 2026

WM 2026: Morddrohungen nach WM-Aus - Kolumbiens Verband bezieht Stellung

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball

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Videoclip • 01:14 Min


Der kolumbianische Fußballverband hat sich zu Morddrohungen geäußert, die sein Spieler Jaminton Campaz erhalten hat. Auch der Profi äußert sich nach dem dramatischen WM-Aus.

Der kolumbianische Fußballverband (FCF) hat Morddrohungen gegen seinen Nationalspieler Jaminton Campaz verurteilt. "Kein Sportler und kein Mitglied seines Umfelds darf wegen der Vertretung des Landes im sportlichen Rahmen Einschüchterungen ausgesetzt sein", schrieb der FCF in einer Mitteilung.

Weil Campaz beim WM-Aus im Achtelfinale gegen die Schweiz in der Verlängerung eine große Chance auf den Sieg vergeben hatte, wurde er angefeindet. Im Elfmeterschießen gewann die Schweiz 4:3.

Dabei werden Erinnerungen an Andrés Escobar wach. Der Verteidiger war bei der WM 1994 mit einem Eigentor gegen die USA (1:2) maßgeblich am Aus nach der Vorrunde beteiligt. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er in Medellín ermordet. Laut dem Portal "OneFootball" ist Campaz aus Sicherheitsgründen noch nicht nach Kolumbien zurückgekehrt.

Der kolumbianische Verband forderte, "die notwendigen Ermittlungen so zügig wie möglich voranzutreiben, um die Verantwortlichen für diese Vorfälle zu identifizieren, strafrechtlich zu verfolgen und zu bestrafen."

Fußball müsse "ein Ort der Zusammengehörigkeit, des Respekts und der Hoffnung sein, niemals jedoch eine Bühne für Hass, Einschüchterung oder Gewalt", hieß es in der Mitteilung.

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Campaz mit Botschaft nach WM-Aus: "Keine Leidenschaft rechtfertigt Hass"

Campaz selbst hatte sich nach dem dramatischen WM-Aus, bei dem er seinen Elfmeter verwandelte, auf Instagram zu Wort gemeldet. Dort schrieb er, es sei der Traum gewesen, für Kolumbien zu spielen und bei einer WM ein Tor zu schießen. Dies gelang ihm beim 3:1 über Usbekistan zum Auftakt.

Weiter dankte der 26-Jährige den Fans und seiner Familie. Zudem ist zu lesen: "Dem ganzen Land möchte ich sagen, dass ich den Schmerz über dieses Ausscheiden teile. Auch wir haben davon geträumt, weiterzukommen, und ich kenne die Trauer, die wir als Kolumbianer heute empfinden."

Ihm tue es "zutiefst leid, dass wir euch nicht die Freude bereiten konnten, auf die wir alle gehofft hatten; doch ich möchte, dass ihr wisst: Es hat nie an Hingabe, Einsatzbereitschaft oder Liebe zu diesem Trikot gefehlt. Ich habe auf dem Spielfeld alles gegeben, und ich würde es für mein Land tausendmal wieder tun."

Zudem betonte Campaz, dass zum Fußball auch schwierige Momente gehören würden. Wichtig sei, aus diesen zu lernen und stärker zurückzukommen. Schließlich adressiert er offenbar die Drohungen gegen sich und seine Familie: "Mein Kolumbien, lass uns bitte niemals den Respekt aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlicher Meinung sein oder Frustration und Trauer empfinden, doch keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst."

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