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WM 2026: Nach Rassismus-Eklat - Paraguayische Politikerin beschuldigt Mbappé der "geschlechtsspezifischen Gewalt" und droht mit Klage
Aktualisiert:
von SID/ranran Fußball
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Nach dem WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich wurde Kylian Mbappé von einer paraguayischen Politikerin rassistisch beleidigt. Mbappé wehrte sich gegen die Aussagen, doch nun erhob Celeste Amarilla ebenfalls Anschuldigungen.
Kylian Mbappé und der französische Fußballverband (FFF) hatten sich vehement gegen die üblen rassistischen Beleidigungen der Senatorin Celeste Amarilla aus Paraguay gewehrt. Amarilla, ein Mitglied der führenden Oppositionspartei, beleidigte Mbappé und bezeichnete ihn als einen "kolonialisierten Kameruner, der vorgibt, Franzose zu sein, und verbittert, neureich, arrogant und hässlich" zu sein.
"Madame Celeste Amarilla, Sie sind eine verachtenswerte Frau und Ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat", schrieb Superstar Mbappé auf "X".
Die Regierung von Paraguay hat sich mittlerweile für die Beleidigungen entschuldigt. "Die Äußerungen von Senatorin Celeste Amarilla, die sich gegen den Kapitän der französischen Nationalmannschaft, Kylian Mbappé, richteten, stehen im Widerspruch zu unseren Werten und Grundsätzen, die das friedliche Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde fördern", erklärte das paraguayische Außenministerium in einer Stellungnahme.
Die Beleidigungen würden "in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes" darstellen.
Kylian Mbappé habe ganz Paraguay beleidigt
Die Politikerin selbst hat ebenfalls eine Stellungnahme veröffentlicht. In dem offenen Brief, den die 61-Jährige auf Instagram auf Spanisch und Französisch teilte, stellt sie klar: "Das Problem betrifft nur dich und mich. Ich habe nie etwas über Frankreich gesagt; mein Problem liegt bei dir."
Sie habe ihre Posts verfasst, als "ihr euch noch über diese großartigen paraguayischen Spieler lustig gemacht habt", und ihr Blut, "eine wunderschöne Mischung aus indigenem und spanischem Blut", habe vor Wut gekocht.
"Nach einer Weile bereute ich es jedoch, dich mit denselben Beleidigungen behandelt zu haben, die ich selbst erhalte, denn auch ich werde wegen meiner dunklen Hautfarbe und meiner lateinamerikanischen Herkunft verachtet", erklärte Amarilla weiter. Sie verstehe, dass diese Beleidigungen Mbappé verletzt hätten.
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WM 2026: Paraguayische Senatorin beschuldigt Mbappé des Sexismus
Jetzt fordert die Politikerin, dass auch Mbappé seine Äußerungen zurücknimmt und sich bei ihr entschuldigt. "Auch Ihre Gewalt werde ich nicht tolerieren. Sie kennen mich nicht, und Sie haben kein Recht zu sagen, dass ich eine verachtenswerte Frau bin", heißt es weiter in dem offenen Brief. Der französische Fußballer würde die Bedeutung ihres Amtes nicht begreifen und habe keine Ahnung, "was es bedeutet, gewählt zu werden, um dein Land zu verteidigen und um die Stimme des Volkes zu sein."
Darüber hinaus beschuldigt sie den Stürmer der geschlechtsspezifischen Gewalt. Er habe "politische Gewalt gegen eine Frau, die durch die Stimmen ihres Volkes dorthin gelangt ist, wo sie jetzt ist," ausgeübt.
"Ich habe weder Ihre Hautfarbe noch Ihre Vorlieben angegriffen. Greifen Sie also nicht meinen Status als Frau und Politikerin an", fordert die Senatorin. Mbappé solle seiner "französischen Staatsbürgerschaft gerecht" werden, die Aussagen zurückziehen und sich entschuldigen. "Andernfalls werde ich möglicherweise rechtliche Schritte wegen geschlechtsspezifischer Gewalt einleiten", droht Amarilla.
Laut "Plan International", eine unabhängige Organisation für humanitären Hilfe, erleben in Paraguay fast 8 von 10 Frauen im Laufe ihres Lebens eine tatsächliche Form geschlechtsspezifischer Gewalt . Nach Angaben des paraguayischen Justizministeriums sind die Opferzahlen im Zeitraum von 2015 bis 2023 um 300 % gestiegen.
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Staatsanwaltschaft in Paris leitet Ermittlungsverfahren ein
Auch der Verband verurteilte das Verhalten von Amarilla auf das Schärfste. "Die rassistischen Äußerungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla gegen Kylian Mbappé sind völlig abscheulich und inakzeptabel", erklärte die FFF, die Anzeige bei der nationalen Stelle zur Bekämpfung von Online-Hass erstatte. Am Dienstagabend bestätigte die Staatsanwaltschaft, Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung und öffentlicher Anstiftung zu Hass oder Gewalt eingeleitet zu haben.
Sogar der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schaltete sich ein und erklärte, dass er "Kylian Mbappé und die französische Nationalmannschaft angesichts der rassistischen Angriffe" unterstütze. Selbst sein Amtskollege aus Paraguay, Santiago Pena, habe ihm geschrieben und "die Äußerungen verurteilt, ebenso wie es das paraguayische Außenministerium getan hat", teilte das französische Präsidialamt mit. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen nannte die Äußerungen Amarillas "verabscheuungswürdig".
Auch Gianni Infantino, Präsident des Weltverbandes FIFA, sagte, er verurteile die Beleidigungen "unmissverständlich". Die "Gesellschaft und der Fußball stehen solidarisch an der Seite des französischen Kapitäns", schrieb Infantino bei Instagram: "Wir müssen Rassismus gemeinsam bekämpfen und besiegen."
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