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WM 2026 - Rot-Sperre ausgesetzt: US-Star Folarin Balogun spielberechtigt - Belgien prüft "alle Optionen"

Aktualisiert:

von SID

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WM 2026: "Nur noch Mafia" - Fans entsetzt nach Balogun-Entscheidung

Videoclip • 01:41 Min


Die FIFA hat bei der WM 2026 für eine überraschende Wende gesorgt und die Sperre gegen US-Stürmerstar Folarin Balogun zur Bewährung ausgesetzt. Belgiens Fußballverband will dagegen vorgehen - und verweist auf die FIFA-Regularien.

Selbst Donald Trump zeigte sich dankbar. "Danke an die FIFA dafür, das Richtige zu tun und eine große Ungerechtigkeit rückgängig zu machen!", schrieb der US-Präsident nach der Kehrtwende des Weltverbands auf seiner Plattform Truth Social.

Die USA haben ihren Hoffnungsträger zurück: Stürmer Folarin Balogun steht der Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino im WM-Achtelfinale gegen Belgien in der Nacht auf Dienstag (ab 02:00 Uhr im Joyn-Livestream) in Seattle doch zur Verfügung.

Baloguns Rote Karte aus dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina wurde von der FIFA aufgehoben, seine Sperre auf Bewährung ausgesetzt - die Erwartungen in einem plötzlich fußballbegeisterten Land steigen endgültig ins Unermessliche.

US-Spieler dachten zuerst an schlechten Witz

Denn wenn die USA etwas hätte aufhalten können auf ihrer Traumreise bei der Heim-WM, so schien die Meinung einer ganzen Nation, dann das Fehlen von Balogun. Des dreifachen Torschützen, des Antreibers, des Kreativposten. Doch so weit wird es nicht kommen - dabei schienen die Regeln klar.

Balogun und seine Mitspieler erfuhren von der spektakulären Wende am Sonntagvormittag Ortszeit im Bus auf dem Weg zum Training auf dem Campus der University of Washington - und dachten erst an einen schlechten Witz.

"Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es wahr ist oder nicht. Ich denke, jeder weiß, wie das mit KI ist", berichtete Abwehrchef Chris Richards. "Am Ende haben wir es über Social Media herausgefunden. Es war cool, die Bestätigung zu bekommen, dass es stimmt", sagte Verteidiger Chris Richards.

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Belgien prüft "alle Optionen" - FIFA-Regularien eigentlich klar

"Offensichtlich gibt uns das einen Schub", sagte US-Star Christian Pulisic. Baloguns Reaktion sei "lit" gewesen, also begeistert, ergänzte Richards lachend.

Der US-Verband ließ wissen, er habe die Entscheidung "akzeptiert" und sei "zufrieden" damit. "Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt nun dem Achtelfinalspiel gegen Belgien in Seattle, und wir freuen uns auf die weitere Unterstützung unserer großartigen Fans", hieß es danach in einer Erklärung.

Laut FIFA-Regularien führt eine Rote Karte eigentlich automatisch zu einer Sperre von mindestens einem Spiel. Ein Einspruch, so hieß es nach dem Spiel der USA gegen Bosnien-Herzegowina, sei nicht möglich.

Belgiens Fußballverband (RBFA) will daher gegen die aufgehobene Sperre vorgehen. Die RBFA prüfe "derzeit alle möglichen Optionen", hieß es in einer Stellungsnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.

Die RBFA reagierte "erstaunt" auf die Entscheidung und stützte sich auf den Artikel 66.4, der besagt, dass eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Der belgische Verband verwies zudem auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in der auf diese Regel hingewiesen worden sei.

Pochettino kritisierte Platzverweis: "Für mich ist das niemals eine Rote Karte"

Am Freitag hieß es noch, Balogun, der nach seinem Treffer in der 64. Minute nach einem unglücklichen Tritt auf den Knöchel seines Gegenspielers des Feldes verwiesen worden war, entgehe zumindest einer längeren Sperre. Die USA tobten dennoch.

"Sie sind beschissen behandelt worden", hatte US-Außenminister Rubio im Presseraum des Weißen Hauses in Washington gepoltert und gefordert: "Dafür muss es ein Einspruchsverfahren geben". Schon vor Rubios Unmutsbekundung hatte Pochettino den Platzverweis kritisiert. "Für mich ist das niemals eine Rote Karte", sagte der Argentinier: "Es war zu keinem Zeitpunkt seine Absicht, den Spieler zu treten. Es war eine im Fußball ganz normale Aktion."

Das sah nun wohl auch die FIFA so. Gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs des Weltverbands kann eine Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden. Von einer derartigen Bewährung hatte nicht zuletzt Cristiano Ronaldo profitiert, nachdem er im November bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland vom Platz gestellt worden war. Ronaldo wurde von der FIFA zunächst für drei Spiele gesperrt, verpasste aber nur das anschließende Qualifikations-Duell gegen Armenien. Die weiteren Spiele wurden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.

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