WM 2026
WM 2026: Zu viele Experimente, zu wenig Kontinuität - Philipp Lahm kritisiert DFB
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von SIDran Fußball
WM 2026: Final-Schiri zu Tränen gerührt
Videoclip • 01:10 Min
Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm kritisiert den ehemaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Strukturen innerhalb des DFB scharf.
Philipp Lahm sieht das schlechte Abschneiden des deutschen Fußballs bei großen Turnieren in einem eingeschlagenen "Sonderweg" begründet.
"Deutschland geht einen anderen Weg als der Rest der Welt und passt sich nicht daran an", schrieb der 42-Jährige in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Seit zehn Jahren seien aktuelle Entwicklungen im Weltfußball nicht mitgegangen worden. "Wenn wir das weiter tun, werden wir weiter scheitern", mahnte Lahm.
Seine frühere Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann bekräftigte Lahm indessen ausdrücklich: "Wir verkomplizieren die Dinge durch zu viele Experimente, das war immer meine Kritik an Julian Nagelsmann." Stattdessen forderte Lahm mehr Klarheit und Kontinuität.
In Deutschland werde weitestgehend "mit unterschiedlichen Formationen und ohne konsistentes Betriebssystem gearbeitet", Spieler würden häufig auf den falschen Positionen eingesetzt. Erfolgreiche Mannschaften zeichneten sich dagegen durch eine klare Spielidee und feste Abläufe aus.
WM 2026: Lahm fordert ein Umdenken innerhalb des DFB
Als Beleg verwies Lahm auf die Weltmeisterschaft. Diese habe gezeigt, dass der Spitzenfußball "mehr denn je von Europa bestimmt" werde. International orientierten sich Verbände an Spanien und Frankreich, Vereine an Paris Saint-Germain oder dem FC Arsenal. Außerhalb Europas nehme lediglich WM-Finalist Argentinien mit Weltmeistertrainer Lionel Scaloni eine ähnliche Vorbildrolle ein.
Der Weltmeister von 2014 forderte zudem ein Umdenken innerhalb des DFB. Die Qualität der Trainer bestimme die Qualität des Sports, schrieb Lahm. Der DFB müsse deshalb ein klares Leitbild für die Ausbildung entwickeln und sich auch dort stärker an den internationalen Erfolgsmodellen orientieren.
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