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Tour de France: Einer Rubio prallt mit Kopf in Scheibe von UAE-Fahrzeug und scheidet blutend aus

Veröffentlicht:

von SID/ran.de

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Videoclip • 04:12 Min


Beim Aufstieg nach Alpe d'Huez muss ein Begleitfahrzeug wegen der Zuschauermassen plötzlich bremsen. Das wird Einer Rubio zum Verhängnis.

Der kolumbianische Radprofi Einer Rubio hat das leichtsinnige Verhalten einiger der mehreren Hunderttausend Fans am Anstieg nach Alpe d'Huez mit Gesichtsverletzungen und dem Aus bei der Tour de France bezahlt. Der 28-Jährige vom Team Movistar prallte ungebremst mit dem Kopf in bzw. durch die Heckscheibe eines Begleitfahrzeugs des Pogacar-Teams UAE, das direkt vor ihm in den Fanmassen steckengeblieben war.

Rubio ging zu Boden und blutete stark. Der Giro-Etappensieger von 2023 musste das Rennen aufgeben. Zur Schwere der Verletzungen machte Movistar zunächst keine Angaben. Der kletterfeste Fahrer wurde im medizinischen Versorgungstruck der Tour erstversorgt, kam anschließend mit zahlreichen Pflastern im Gesicht ins Krankenhaus von Grenoble, wie das Portal "radsport-news.com" unter Berufung auf Verantwortliche seines Teams berichtet.

Movistar-Sportchef Sebastian Unzue sagte demnach: "Wir bringen ihn ins Krankenhaus, um ihn röntgen zu lassen und sicherzustellen, dass sonst alles okay ist. Es war ein großer Schlag gegen den Kopf und natürlich müssen all die Prozeduren mit Scans und weiteren Untersuchungen heute Abend folgen."

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Rubio-Team warnt vor Gefahr: "Haben 100 Menschen fast überfahren"

Die sportliche Leitung von UAE habe sich bereits nach Rubios Befinden erkundigt und sich entschuldigt. "Was wir von ihnen gehört haben ist, dass jemand vor ihnen hingefallen ist und das Auto sofort stoppen musste. Da gab es keine andere Option. Und dann konnte Einer einfach nicht ausweichen", berichtet Unzue weiter. Wegen der vielen Zuschauer sei der eigene Teamwagen nach dem Zwischenfall an Rubio vorbeigefahren und habe diesen gar nicht wahrgenommen.

Unzue skizzierte auch die Gefahr angesichts der prall gefüllten Straßen hinauf zum Zielort: "Ich war im Auto und wir haben heute sicher 100 verschiedene Menschen im Verlauf der Etappe fast überfahren. Wir kommen an einen Punkt, an dem es für niemanden mehr sicher ist."

Rund eine halbe Million Fans hatten den Schlussanstieg der 19. Tour-Etappe an der Strecke verfolgt. Mit Gittern abgesperrt waren nur die letzten Kilometer. Unzue regt an, die Gitter bereits deutlich weiter unten zu beginnen: "Denn eigentlich ist das ja keine enge Straße. Wenn da Gitter gestanden hätten, hätte das vermieden werden können – dann hat der Fahrer Platz, um auszuweichen."

Immerhin Rubio hatte etwas Glück im Unglück. Am Abend teilte sein Team mit: "Die durchgeführten Untersuchungen haben Frakturen ausgeschlossen." Der Profi konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

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