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Wimbledon: Knoten bei Alexander Zverev endgültig geplatzt? Einen Nachweis muss Tennis-Star noch liefern – ein Kommentar
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von ran.deran Mehr Sport
Wimbledon: "No-Name"-Gegner! Fans lästern trotz Zverevs Finaleinzug
Videoclip • 01:54 Min
Alexander Zverev steht in seinem nächsten Grand-Slam-Finale. Der Knoten scheint geplatzt zu sein – aber ein letzter Schritt fehlt noch als endgültiger Beweis. Ein Kommentar.
Souverän. Anders kann man den Run von Alexander Zverev bei Wimbledon kaum beschreiben. Nur zwei Sätze hat der Deutsche bisher abgeben müssen, gegen Arthur Fery marschierte er nun ins Finale.
Erst vor wenigen Wochen gelang dem 29-Jährigen der ganz große Durchbruch in seiner Karriere. Der Weltranglistenzweite gewann die French Open und damit seinen ersten Grand Slam.
So oft ist er an dieser Aufgabe gescheitert, so oft verlor er dramatisch auf den letzten Schritten dorthin. In Paris gelang ihm nun der große Wurf. Jener Wurf, der für ihn als Sportler viel verändert zu haben scheint.
Die Souveränität, mit der Zverev jetzt bei Wimbledon aufschlägt, ist bemerkenswert. Selten spazierte er mit einer derartigen Überzeugung von sich selbst bis ins Finale.
Alexander Zverev muss noch einen Nachweis liefern
Es scheint, als wäre in seinem Kopf ein Knoten geplatzt. Mit Taylor Fritz hatte er am Mittwoch immerhin den Weltranglistensechsten - und seinen persönlichen Angstgegner - mit 3:0-Sätzen ausgeschaltet. Früher hieß es oft, dass Zverev der ewig Hadernde sei. In wichtigen Momenten verlor er seine Nerven.
Duelle wurden länger und länger, seine Unkonzentriertheiten nahmen zu und die Fehler ebenso. Entsprechend oft wurden diese Eindrücke mit Misserfolgen unterstrichen. Sicherlich "Misserfolge" auf sehr hohem Niveau, aber um einer der ganz Großen dieses Sports sein zu können, braucht es Titel. Die fehlten ihm.
Nun kann er innerhalb von wenigen Wochen gleich zum zweiten Mal einen Grand Slam gewinnen. Und es wäre gleich aus zwei Gründen sein endgültiger Durchbruch. Einerseits wäre es der Beleg dafür, dass der erste Titel kein Zufall war. Andererseits droht im Finale das Aufeinandertreffen mit Jannik Sinner, der aktuellen Nummer eins der Welt.
In bisher 14 Duellen mit ihm gewann Zverev nur viermal. Seit 2024 verlor er alle neun Aufeinandertreffen mit dem Südtiroler. Bei den French Open vor wenigen Wochen traf Zverev auf keinen einzigen Top-Gegner. Auch bei Wimbledon war zumindest niemand aus den Top-5 auf der anderen Seite des Netzes.
Ob der Knoten wirklich endgültig geplatzt ist, wird sich womöglich also erst am Sonntag zeigen. Dann findet das Finale beim legendären Rasenturnier statt (im Liveticker). Für Zverev ist es die Chance, auch seine letzten Kritiker verstummen zu lassen.
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