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NFL - AFC South im Division-Check: Houston Texans wollen mit Mega-Defense angreifen

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

NFL

NFL: Patrick Mahomes feiert im Backstreet-Boys-Look

Videoclip • 01:04 Min


Bevor die NFL in ihre neue Saison startet, nimmt ran alle acht Divisions genau unter die Lupe. Heute im Fokus: die AFC South.

In der AFC South haben die Houston Texans dank ihrer starken Defense wohl am ehesten berechtigte Super-Bowl-Träume.

Aber auch mit den Jacksonville Jaguars wird nach einer starken Vorsaison zu rechnen sein.

Die Indianapolis Colts dagegen sind eine Wundertüte, bei den Tennessee Titans wird die Entwicklung von Cam Ward spannend zu beobachten sein.

ran blickt auf die vier Franchises der AFC South.

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Houston Texans

Letzte Saison: 12-5, Niederlage in der Divisional Round gegen die New England Patriots

Wichtige Neuzugänge: David Montgomery (Running Back), Braden Smith (Offensive Tackle), Reed Blankenship (Safety)

Wichtige Abgänge: Tim Settle (Defensive Tackle), Tytus Howard (Offensive Tackle)

Head Coach: DeMeco Ryans (seit 2023)

Analyse: Offense

Nach seiner Rookie-Saison 2023 wirkte Texans-Quarterback C.J. Stroud noch wie ein Volltreffer, doch seine starken Statistiken konnte der 24-Jährige in den vergangenen beiden Saisons nicht bestätigen. Im Gegenteil: Stroud machte sogar einen klaren Schritt zurück und war mit vier Interceptions der Hauptverantwortliche, warum Houstons Playoff-Reise in der vergangenen Saison in der Divisional Round endete.

Ein Grund dafür ist die seit Jahren wacklige Offensive Line. Hier haben die Texans in der Offseason aber einiges getan: Guard Wyatt Teller und Right Tackle Braden Smith sind neu und mit Keylan Rutledge hat Houston in der ersten Runde ein junges Talent für die Interior Line verpflichtet.

So soll auch das Laufspiel wieder in Schwung kommen, das am meisten unter der Leistung der O-Line litt. Mit David Montgomery hat die Mannschaft auch dort ein klares Upgrade bekommen, nachdem der mittlerweile zurückgetretene Joe Mixon das vergangene Jahr komplett verpasste und Woody Marks die größte Last alleine schultern musste.

Das Passspiel könnte aber zunächst Probleme bereiten. Mit Nico Collins hat Houston zwar einen klaren Nummer-1-Receiver, dahinter gibt es aber viele Fragezeichen: Jayden Higgins, der als Breakout-Kandidat galt, verpasst die gesamte Saison wegen eines Kreuzbandrisses. Jaylin Noel könnte den Saisonstart mit einer Fingerverletzung versäumen.

Immerhin kehrt Tank Dell nach langer Leidenszeit zurück. Ob der 26-Jährige aber zu seiner Topform wieder zurückkehren kann, bleibt abzuwarten. Das zwingt Houston wohl zu mehr Sets mit zwei Tight Ends, was eine Chance für den deutschen Zweitrundenpick Marlin Klein sein könnte.

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Analyse: Defense

Die Defense der Texans ist das klare Prunkstück des Teams. Der defensiv-orientierte Head Coach DeMeco Ryans hat über Jahre eine absolute Monster-Verteidigung aufgebaut, die mit Will Anderson Jr. und Danielle Hunter das wohl beste Pass-Rush-Duo der Liga hat.

In der Defensive Line fällt es generell schwer, Schwächen zu finden. Die Verpflichtung ihres ehemaligen Nummer-1-Picks Jadeveon Clowney unterstreicht, dass es in der Breite wohl keine bessere Line in der gesamten NFL gibt.

Davon profitiert die gesamte Defense. Die Linebacker-Gruppe ist nicht spektakulär besetzt, Azeez Al-Shair und Henry To'oTo'o stopfen die wenigen Lücken aber gekonnt.

Die Secondary der Texans hat dagegen mehr Star-Power: Derek Stingley Jr. ist einer der besten Cornerbacks der Liga und kann es mit den Top-Receivern der Liga im Eins-gegen-eins aufnehmen. Aber auch dahinter ist Houston mit Kamari Lassiter, Jalen Pitre und Calen Bullock überdurchschnittlich gut besetzt. Außerdem haben sich die Texaner mit Safety Reed Blankenship gezielt verstärkt.

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Fazit

Houston hat wie bereits in der vergangenen Saison ein Team beisammen, das im Idealfall alles erreichen kann. Offensiv wird viel davon abhängen, ob Stroud auch nur annähernd seine Form aus 2023 wieder erreichen kann. Dafür wird aber wohl eine stark verbesserte Offensive Line von Nöten sein - das Potenzial dafür ist aber vorhanden.

Die Texans konnten zudem ihre starke Defense zusammenhalten und haben diese sogar punktuell verstärkt - eine so gute Basis, dass Houston auch mit einer schwächelnden Offensive viele Spiele gewinnen kann. Die vergangene Saison hat aber gezeigt, dass auch die beste Defense der NFL machtlos ist, sollte die Offense einen Totalausfall wie Houston in New England erleben.

ran-Tipp: 12-5, Platz 1 in der AFC South

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Indianapolis Colts

Letzte Saison: 8-9, keine Playoff-Teilnahme

Wichtige Neuzugänge: Arden Key (Defensive End), Nick Westbrook-Ikhine (Wide Receiver)

Wichtige Abgänge: Michael Pittman (Wide Receiver), Braden Smith (Offensive Tackle), Zaire Franklin (Linebacker)

Head Coach: Shane Steichen (seit 2023)

Analyse: Offense

Die Colts erlebten eine verrückte Saison 2025. Angeführt von einer starken Offensive um einen wiedererstarkten Daniel Jones marschierte das Team zu einer 8-2-Bilanz, nur um nach der Bye Week sieben Spiele in Folge zu verlieren und letztlich sogar die Playoffs zu verpassen. Der Hauptgrund für den Einbruch war Jones' Achillissehnenriss, den er sich in Woche 14 in Jacksonville zuzog.

In der neuen Spielzeit ist "Danny Dimes" wieder an Bord. Können die Colts also zu alter Stärke finden? Ganz so leicht wird das nicht. Denn Jonathan Taylor hat im vergangenen Jahr zwar den Großteil der Last geschultert, profitierte aber auch von vielen Big Plays im Passspiel.

Die könnten gerade zu Saisonbeginn ausbleiben, da die beiden Top-Receiver fehlen: Michael Pittman wurde zu den Pittsburgh Steelers getradet, Alec Pierce verpasste die gesamte Vorbereitung und fällt wohl erstmal aus. Tyler Warren, Josh Downs und der im August verpflichtete Keenan Allen sind zwar gute Optionen für die Mitte des Feldes, über außen fehlt Indy aber Qualität.

Immerhin bleibt die Offensive Line rund um den Österreicher Bernhard Raimann eine der besten der Liga. So könnten die Colts weiterhin im Laufspiel dominieren, während die Receiver mehr Zeit als gewöhnlich bekommen, sich freizulaufen.

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Analyse: Defense

Auch in der Defense mussten die Colts in der wichtigen Phase auf eine Stütze verzichten: DeForest Buckner fiel nach zehn Spielen mit einer schweren Nackenverletzung aus. Der Star-Defensive-Tackle meldete sich aber pünktlich zum Training Camp zurück und sollte zu Saisonbeginn zur Verfügung stehen.

Das wird auch wichtig werden, denn der Colts-Pass-Rush ist trotz der Verpflichtung von Arden Key allenfalls Durchschnitt. Laiatu Latu, der Erstrundenpick von 2024, spielte zwar mit 61 Pressures, 8,5 Sacks und drei Interceptions eine starke Saison, insgesamt fehlt es vor allem in der Breite aber an Qualität.

Gerade für die Secondary wäre mehr Druck auf den gegnerischen Quarterback essenziell. Trotz der Verpflichtung von Sauce Gardner belegten die Colts bei den zugelassenen Passing Yards am Ende der Saison ligaweit den 31. Platz. Dabei hat das Defensive Backfield mit Gardner und dem ehemaligen Nummer-4-Pick Charvarius Ward durchaus Star-Potenzial - wenn beide denn gesund bleiben.

Fazit

Indy ist in der vergangenen Saison nach dem überragenden Saisonstart mit dem Gardner-Trade All-in gegangen. Seither lief bei den Colts fast nichts mehr zusammen. Mit einem gesunden Team sind die Playoffs drin, viel mehr aber wohl nicht.

Selbst wenn Indianapolis zu alter Stärke findet, befinden sich in der eigenen Division mit den Texans und den Jacksonville Jaguars zwei harte Brocken. So fällt es schwer, viel mehr als eine positive Bilanz vorherzusagen. Und selbst das ...

ran-Tipp: 8-9, Platz 3 in der AFC South

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Jacksonville Jaguars

Letzte Saison: 13-4, Niederlage in der Wild Card Round gegen die Buffalo Bills

Wichtige Neuzugänge: Chris Rodriguez (Running Back)

Wichtige Abgänge: Travis Etienne (Running Back)

Head Coach: Liam Coen (seit 2025)

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Analyse: Offense

Die Jacksonville Jaguars beendeten die Regular Season nach einem durchwachsenen Saisonstart mit starken acht Siegen in Folge, ehe in den Playoffs die Buffalo Bills knapp in Nordflorida siegten. Nichtsdestotrotz machte vor allem die gefährliche Offensive von Liam Coen gleich im ersten Jahr einen gewaltigen Schritt nach vorne. Nach der Bye Week erzielten Trevor Lawrence und Co. grandiose 32,8 Punkte pro Spiel - und das selbst gegen starke Defenses wie die der Texans oder der Denver Broncos.

Viel verändert hat sich in der Offseason nicht. Auf der Running-Back-Position haben sich die Jaguars sicherlich durch den Abgang von Travis Etienne etwas verschlechtert, Chris Rodriguez zeigte bei den Washington Commanders aber gute Ansätze und Bhayshul Tuten wird nach seiner guten Rookie-Saison die Rolle des ersten Ballträgers zugetraut.

Fragezeichen gibt es aber bei der Offensive Line, die gerade im Laufspiel wenig Lücken anbot - ohne den wendigen Etienne könnte Jacksonville hier Probleme bekommen.

Die wichtigsten Passempfänger mit Brian Thomas Jr., Jakobi Meyers und Parker Washington sind dagegen geblieben, zudem wird Travis Hunter ebenfalls Snaps bekommen, auch wenn er sich überwiegend als Cornerback beweisen muss. Hier haben die Jaguars sogar noch eine Menge Potenzial, immerhin schwächelte Thomas Jr. nach seiner starken Rookie-Saison, Hunter verpasste alle Spiele nach der Bye Week verletzungsbedingt.

Analyse: Defense

Auch defensiv haben die Jaguars großes Potenzial. Die Defensive Line um Josh Hines-Allen sowie Travon Walker besitzt jede Menge Talent, Arik Armstead glänzt mit seiner Erfahrung ebenfalls als Pass Rusher. In der vergangenen Saison fehlten zwar die Sacks (32, Platz 27), das sollte sich 2026 allerdings ändern.

Aber auch ohne die großen Sack-Zahlen entfachte Jacksonville so viel Druck, dass den Passverteidigern 22 Interceptions gelangen. Das war hinter den Chicago Bears der zweitbeste Wert der NFL.

Solche Zahlen sind sehr volatil, nichtsdestotrotz haben die Jaguars auch hier noch Luft nach oben - immerhin konnte Hunter in der Defense seinem hohen Draft-Spot noch nicht gerecht werden. Mit Jourdan Lewis, Montaric Brown und Antonio Johnson hat Jacksonville darüber hinaus aber auch überaus talentierte Passverteidiger.

Fazit

Die Jaguars konnten ihre Leistungsträger fast allesamt halten und haben in mehreren Bereichen - trotz ihrer starken Vorsaison - noch Luft nach oben. Coen geht außerdem in seine zweite Saison als Head Coach und wird die richtigen Schlüsse aus seiner Premieren-Spielzeit ziehen - dementsprechend ist für Jacksonville wieder alles möglich.

ran-Tipp: 11-6, Platz 2 in der AFC South

Tennessee Titans

Letzte Saison: 3-14, keine Playoff-Teilnahme

Wichtige Neuzugänge: Wandale Robinson (Wide Receiver), Cor'Dale Flott (Cornerback), Alontae Taylor (Cornerback), John Franklin-Meyers (Defensive End)

Wichtige Abgänge: Chigoziem Okonkwo (Tight End), Arden Key (Defensive End), Sebastian Joseph-Day (Defensive Tackle)

Head Coach: Robert Saleh (seit 2026)

Analyse: Offense

Die Tennessee Titans werden in der zweiten Saison von Nummer-1-Pick Cam Ward darum bemüht sein, ihrem jungen Quarterback die bestmögliche Entwicklung zu gewähren. Nach einer eher schwachen Premieren-Spielzeit bekommt Ward zumindest auf der Receiver-Position ein klares Upgrade.

Wan'Dale Robinson, der 2025 bei den New York Giants 92 Bälle für 1.014 Yards fing, wurde für viel Geld nach Nashville gelockt. Außerdem holten die Titans im Draft Carnell Tate an Position vier.

Darüber hinaus ist allerdings eher wenig passiert. Vor allem die Offensive Line bereitet noch Bauchschmerzen. Neben Guard Peter Skoronski fehlt schlicht die Qualität: Dan Moore konnte seinen teuren Vertrag aus der Free Agency 2025 nicht rechtfertigen, der Erstrundenpick JC Latham wurde nach nur einem Jahr auf die rechte Seite verschoben und ließ dort acht Sacks zu.

Analyse: Defense

In der Defense liegen die Hoffnungen vor allem auf Head Coach Robert Saleh, der nach einer einjährigen Zwischenstation bei den San Francisco 49ers wieder einen Job als Hauptübungsleiter hat.

Einfach wird es für Saleh in Tennessee aber nicht: Die Titans haben viele neue Gesichter auf der defensiven Seite und müssen sich erstmal finden. John Franklin-Meyers wird die Defensive Line rund um Star-Verteidiger Jeffrey Simmons verstärken. Außerdem wurde Edge Rusher Keldric Faulk mit dem 31. Pick geholt und Jermaine Johnson kam via Trade.

Auch in der Secondary haben die Titans viel Geld investiert. Cor'Dale Flott und Alontae Taylor bilden ein komplett neues Cornerback-Duo. Tennessee hat in der Offseason sicher mehr Talent gewonnen, doch es könnte etwas dauern, bis die Früchte reif zum Ernten sind.

Fazit

Dass die Titans auch in der kommenden Saison eher um den Nummer-1-Pick als um die Playoffs spielen, dürfte niemanden überraschen. Der Fokus wird darauf liegen, Wards Entwicklung weiterzuführen.

Für Saleh wird es zudem darauf ankommen, wieder eine ähnliche Kultur wie unter Mike Vrabel zu schaffen. Seit dessen Abgang wirkte die Mannschaft führungslos. Sollten diese zwei Punkte gelingen, könnte es in Tennessee unabhängig von der Bilanz eine posituve Saison werden.

ran-Tipp: 5-12, Platz 4 in der AFC South

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