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NFL: Caleb Williams, Drake Maye & Co.: Die Ära nach Patrick Mahomes ist in guten Händen! Ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

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NFL-Highlights: Patriots at Bears

Videoclip • 05:08 Min


Hinter Lamar Jackson, Patrick Mahomes und Josh Allen steht eine Generation junger Quarterbacks bereit, die das Niveau der Liga hoch hält. Das Duell zwischen Caleb Williams und Drake Maye in der Nacht zu Freitag war der jüngste Beleg dafür. Ein Kommentar.

Es läuft die Schlussphase der ersten Halbzeit im Soldier Field in Chicago, und die New England Patriots stehen in der Red Zone der Chicago Bears. Quarterback Drake Maye sieht Tight End Eli Raridon frei in der Endzone und wirft einen Tick zu kurz. D’Marco Jackson fängt den Ball ab, die Bears retten ihre Führung und geben sie den ganzen Abend nicht mehr her.

Es ist die einzige Interception eines sonst starken Abends, und sie prägt das Duell, das Chicago in der Nacht zu Freitag mit 30:24 für sich entscheidet. Es ist der einzige kleine, aber entscheidende Fehler eines sonst hochklassigen Duells.

Beim Thursday-Night-Football-Spiel trafen mit Maye und Caleb Williams von den Bears zwei Quarterbacks des Draft-Jahrgangs 2024 aufeinander. Sie zeigten, dass die NFL auf der wichtigsten Position auch in den kommenden Jahren bestens aufgestellt ist, neben Lamar Jackson von den Baltimore Ravens, Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs und Josh Allen von den Buffalo Bills.

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Maye vs. Williams: Zuschauer bekommen beste Unterhaltung

Williams warf 308 Yards und zwei Touchdowns ohne Interception, schon sein zweites Spiel in Folge mit mehr als 300 Yards. Und das kurz nach seiner Oberschenkel-Verletzung aus Woche zwei.

Statistisch stand ihm Maye in nichts nach: Er kam auf 24 von 31 Pässen für 321 Yards und zwei Touchdowns bei einer Interception, dazu lief er selbst für einen Touchdown. Seine Effizienz pro Dropback war mit Williams nahezu identisch. Dass Maye den entscheidenden Fehler machte, kann passieren. Es schmälert sein Talent nicht.

Statistik hin oder her: Die Amerikaner sprechen oft von "Eye-Test". Und den bestehen beide Spielmacher (mittlerweile) mit Bravour. Pocket-Präsenz, Athletik, Armstärke, Präzision, sie bringen alles mit, was ein General Manager in seinem Quarterback sehen will.

Dass einige Fans und Experten nach drei Wochen bereits einen Abgesang auf Maye starteten, war an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Talent hat man oder hat man nicht.

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Jayden Daniels mit offensichtlichen Macken - Talent ist trotzdem im Überfluss da

Dass die Zukunft der Liga gesichert ist, zeigt sich auch abseits von Chicago und New England. Jayden Daniels von den Washington Commanders ist ein Star, wenn er spielt. Das Problem: 2025 stand er nur in sieben Spielen auf dem Feld, in dieser Saison kugelte er sich in Woche zwei erneut den linken Ellbogen aus.

Dass er sich im Vorjahr nach einer Interception selbst als Tackler versuchte und sich dabei erneut verletzte, passt ins Bild.

In dieser Saison versagte er bei den Spielen gegen die New York Giants und die San Francisco 49ers mit mehr als fraglichen Game-Management-Entscheidungen. Das alles trübt seine eigentlich starken Statistiken, in beiden Spielen hatte er mehr als 300 Scrimmage Yards und blieb ohne Turnover.

Jayden Daniels gegen die San Francisco 49ers

Bild: Newscom World


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Bo Nix: Wenig Spektakel, viele Siege - Bryce Young rollt das Feld von hinten auf

Bo Nix von den Denver Broncos, ebenfalls Draftee von 2024, wirkt oft unspektakulär, Kritiker würden sogar sagen apathisch.

Aber wenn es eng wird und es in die Crunchtime geht, kann man sich auf ihn verlassen. Seit seinem Draft 2024 hat kein Quarterback mehr spielentscheidende Drives geführt, es sind mehr als ein Dutzend. Im Januar setzte er sich in der Divisional Round nach Overtime gegen Allens Bills durch.

Die entscheidenden Fehler? Die machte nicht Nix, sondern der ehemalige MVP.

Und dann ist da Bryce Young. Der einstige Nummer-eins-Pick der Carolina Panthers wurde lange belächelt, führte sein Team 2025 aber zum Titel in der NFC South und beendete damit eine Playoff-Durststrecke von sieben Jahren. Nach sechs Spieltagen dieser Saison führte er die Liga bei den Passing Yards pro Spiel an (310). Im ran-Quarterback-Ranking steht er nicht umsonst auf Platz vier.

Die ganz großen Trophäen müssen sich die Jüngeren erst noch holen, Maye hat mit der AFC-Trophäe schon mal eine gewonnen, auch wenn ihm die Lombardi Trophy im Super Bowl verwehrt blieb.

Doch die NFL kann entspannt in die Zukunft blicken: Auch zum Ende der Ära von Jackson, Mahomes und Allen - das nebenbei noch längst nicht erreicht ist - wird es Quarterbacks geben, für die die Fans gerne einschalten.

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