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NFL - Green Bay in der O-Line-Hölle: Die Probleme der Packers sind hausgemacht - Kommentar

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

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Bundesligist besucht NFL-Spiel und trifft Super-Bowl-Champion

Videoclip • 02:00 Min


Die Packers verpflichten nach dem O-Line-Debakel gegen die Falcons gleich drei erfahrene Linemen. Doch die hektischen Nachbesserungen werfen eine unangenehme Frage auf: Warum hat Green Bay die Baustelle überhaupt erst so groß werden lassen? So weit hätte es nie kommen müssen. Ein Kommentar.

Die Green Bay Packers haben die Notbremse gezogen.

Nach der katastrophalen Niederlage gegen die Atlanta Falcons verpflichteten sie mit Kevin Zeitler, Mekhi Becton und Laken Tomlinson gleich drei erfahrene Offensive Linemen. Die Botschaft ist klar: So konnte es nicht weitergehen.

Die Frage lautet allerdings nicht, warum Green Bay jetzt handelt. Die Frage lautet vielmehr: Warum erst jetzt?

Dass die Offensive Line ein Problem werden könnte, war schließlich keine überraschende Entwicklung. General Manager Brian Gutekunst hatte den gesamten Sommer Zeit, die Baustelle anzugehen.

Stattdessen investierten die Packers kaum nennenswerte Ressourcen in die Einheit. Noch schwerer wiegt, dass mit Elgton Jenkins und Rasheed Walker zwei etablierte Kräfte nicht gehalten wurden. Green Bay ließ Qualität ziehen, ohne für ausreichend Ersatz oder Tiefe zu sorgen.

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Packers: Verpflichtungen wirken wie Panikmaßnahmen

Nun schlagen die Versäumnisse mit voller Wucht zurück. Aaron Banks, Jacob Monk und Zach Bako-Bewele fallen verletzt aus, die ohnehin dünn besetzte Line ist komplett auseinandergebrochen. Gegen die Falcons erreichte das Debakel seinen vorläufigen Höhepunkt: Laut "PFF" ließ die Einheit unglaubliche 28 Pressures zu.

Das ist kein schlechter Wert. Das ist eine Vollkatastrophe.

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass die Packers nun reagieren. Wer seinen Quarterback Woche für Woche hinter einer derart überforderten Offensive Line auflaufen lässt, riskiert nicht nur Niederlagen, sondern auch Verletzungen. Untätig zu bleiben, war keine Option mehr.

Trotzdem wirken die Verpflichtungen nicht wie das Ergebnis eines durchdachten Plans, sondern wie reine Panikmaßnahmen. Zeitler, Becton und Tomlinson bringen Erfahrung mit, keine Frage. Doch es gibt auch Gründe, warum alle drei Ende September noch vereinslos waren.

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Green Bay Packers: Front Office in der Kritik

Deshalb dürfte der kurzfristige Effekt begrenzt sein. Die Neuzugänge können Stabilität bringen, vielleicht sogar das Schlimmste verhindern. Die grundlegenden Probleme lösen sie aber nicht.

Offensive Lines funktionieren nicht wie Fantasy-Football-Kader, in denen man einfach drei bekannte Namen einsetzt und sofort bessere Ergebnisse bekommt. Eingespieltheit, Kommunikation und Timing entstehen nicht über Nacht.

Genau deshalb fällt die Verantwortung am Ende auf Gutekunst zurück. Die Verletzungen sind Pech. Dass die Packers überhaupt in eine Situation geraten konnten, in der drei Ausfälle die gesamte Offensive Line zum Einsturz bringen, ist jedoch hausgemacht.

Ob Zeitler, Becton und Tomlinson die Probleme der Packers lösen können, ist fraglich. Aber dass Green Bay überhaupt auf diese Notlösungen angewiesen ist, ist die eigentliche Anklage gegen das Front Office.

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