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NFL Power Ranking vor Week 4: New England Patriots stürzen ab, auch Los Angeles Rams büßen stark ein

Aktualisiert:

von Kai Esser

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NFL: Nach OBJ-Entlassung - Fans stürzen sich auf Giants

Videoclip • 01:25 Min


Die neue Saison läuft, die ersten drei Wochen sind gespielt und die NFL-Teams haben erste Tendenzen gezeigt, mit wem zu rechnen ist. Wie sieht das Kräfteverhältnis der Liga wirklich aus? Das aktuelle Power Ranking.

Die NFL-Saison ist spektakulär gestartet. Die Los Angeles Chargers etwa straucheln vor sich hin, während sich die Minnesota Vikings irgendwie bereits zwei Siege ergaunert haben.

Aber wie ist das Kräfteverhältnis in der NFL wirklich einzuschätzen?

ran wagt eine Einordnung im Power Ranking.

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Platz 32: Tennessee Titans (Vorwoche: Platz 30)

Durchaus eine beeindruckende Leistung der Tennessee Titans, keinen Touchdown zuzulassen und trotzdem zu verlieren. Das 7:12 gegen die New York Giants war eine echte Enttäuschung.

Nicht etwa, weil die Auswärtsaufgabe in den Meadowlands so einfach war, sondern weil die Titans gleich mehrere Chancen vergaben und die Giants mit Backup Jameis Winston spielten. Und sind wir ehrlich: Es gibt wenig Quarterbacks, von denen es einfacher ist, Interceptions einzusammeln. Was positiv bleibt? Kein erlaubter Sack. Immerhin.

Platz 31: Miami Dolphins (Vorwoche: Platz 31)

Nicht, dass sich die Miami Dolphins in irgendeiner Form nah dran waren, den Kansas City Chiefs beim 10:24 ein Bein zu stellen, ein kompetitives Spiel war es trotzdem. Eine fragwürdige Roughing-the-Passer-Strafe zu ungunsten der Dolphins verhinderte, dass sie womöglich nochmal ins Spiel reinkamen.

Dennoch: Die Dolphins auf dem Spielplan zu haben ist kein automatischer Sieg mehr, wie man es vor der Saison befürchten musste.

Platz 30: Tampa Bay Buccaneers (Vorwoche: Platz 29)

Ist die Saison für die Tampa Bay Buccaneers schon gelaufen? Das 16:23 gegen die Minnesota Vikings war kein Offenbarungseid, aber vor allem nahe der Redzone war Tampa erneut schlichtweg zu schlecht.

Zu allem Überfluss verloren die Bucs auch noch Quarterback Baker Mayfield durch einen ausgerenkten Daumen an seiner Wurfhand. Die Bilanz von Backup Jalon Daniels in diesem Spiel? 0/3 Pässe für null Yards und eine Interception, Passer Rating 0,0. Passend zu den null Siegen.

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Platz 29: Los Angeles Chargers (Vorwoche: Platz 26)

Zuerst das Positive: Die Chargers haben sich in der Defense massiv verbessert und von den Buffalo Bills fünf Turnover forciert. Das ist hervorragend und eine gute Nachricht für Head Coach Jim Harbaugh.

Nun zum Negativen: Alles Andere. Die Chargers leisteten sich unnötige Strafen, noch unnötigere Turnover und Justin Herbert spielte komplett von der Rolle. Die Anstellung von Offensive Coordinator Mike McDaniel, die alles besser machen sollte, hatte nicht nur keinen positiven Effekt, sondern genau den gegenteiligen.

Platz 28: Houston Texans (Vorwoche: Platz 20)

Auch hier zuerst das Positive: Seit 2000 haben es nur zwei Teams geschafft, nach einem 0-3-Start noch in die Playoffs zu erreichem, nämlich zwei Mal die Houston Texans.

Während die Defense der 2026er Texans ein wenig abgebaut hat, aber immer noch gut ist und drei Turnover beim 17:19 gegen die Indianapolis Colts verursacht hat, hakt es vor allem am Laufspiel. Nur 60 Yards bei 19 Rushes, also gerade mal ein bisschen über drei Yards pro Lauf. So wird es schwer, nachhaltig Spiele zu gewinnen.

Platz 27: New York Jets (Vorwoche: Platz 22)

Die New York Jets haben sich gegen die Detroit Lions durchaus teuer verkauft. Quarterback Geno Smith kam am Ende auf 84 Prozent Passgenauigkeit, 333 Total Yards und drei Touchdowns.

Am Ende hat es jedoch nicht gereicht, weil die Defense in entscheidenden Momenten nicht gehalten hat und zudem Smith gleich fünf Mal gesackt wurde. Das Laufspiel war mit 46 Yards bei 17 Läufen ebenfalls unterirdisch, zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Running Back Breece Hall.

Platz 26: Green Bay Packers (Vorwoche: Platz 18)

Letzte Woche sprachen wir bei den Green Bay Packers noch von "Sand im Getriebe". Mittlerweile sprechen wir von einer fundamental kaputten Offense.

Die Offensive Line ist bodenlos, das Laufspiel nonexistent. 17 Yards bei neun Läufen bei der Pleite gegen die Atlanta Falcons würde jeden Running Game Coordinator zum Weinen bringen.

Quarterback Jordan Love spielt sicher auch nicht gut, aber ihm ist fast noch am wenigsten Vorwurf zu machen. Head Coach Matt LaFleur muss sich nach der achten Niederlage in den letzten neun Spielen unangenehme Fragen gefallen lassen.

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Platz 25: Arizona Cardinals (Vorwoche: Platz 23)

Irgendwie ist es in jeder Woche schwierig, die Arizona Cardinals zu bewerten. Wenn man die Spiele sieht, spielen sie nie besonders schlecht. Aber am Ende stehen wieder mal zwei Niederlagen aus drei Spielen, auch wenn die beiden gegen starke Gegner kamen.

Gegen die San Francisco 49ers verloren die Cardinals mit 30:36, aber Quarterback Jacoby Brissett machte wieder ein gutes Spiel und auch Running Back Jeremiyah Love trumpfte mit 109 Scrimmage Yards und einem Touchdown auf. Zu mehr als Platz 25 reicht es jedoch nicht.

Platz 24: Atlanta Falcons (Vorwoche: Platz 32)

In der Geschichte des ran-Power-Rankings gab es wohl noch nie so einen großen Sprung vom letzten Platz wie ihn die Atlanta Falcons in dieser Woche gemacht haben.

Der ist aber mehr als berechtigt: Das 35:14 bei den Packers war eine Machtdemonstration. 194 Rushing Yards von Bijan Robinson? 194 Receiving Yards von Drake London? Eine dieser Statistiken wäre schon absurd, beide zeitgleich sind unerhört.

Auch Quarterback Michael Penix Jr. machte nach Startschwierigkeiten einen guten Job. Wie Nachhaltig diese Explosion der Falcons ist, steht jedoch noch in den Sternen.

Platz 23: Carolina Panthers (Vorwoche: Platz 21)

Wie es sein kann, dass Bryce Young und die Carolina Panthers nicht mal zwei Wochen am Stück eine gute Leistung zeigen können, ist wirklich bemerkenswert. Nach der Gala gegen die Falcons war der Auftritt gegen die Browns wieder dürftig.

Erst in der 2. Halbzeit wachten die Panthers auf und versuchten, die Partie gegen die Browns für sich zu entscheiden, am Ende reichte es nicht. Quarterback Young war wieder nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich gut. 291 Yards, ein Touchdown, eine Interception, naja. Auch Anspielstation Tetairoa McMillan ist mit nur 17 Receiving Yards blass geblieben.

Platz 22: Cleveland Browns (Vorwoche: Platz 31)

Die Cleveland Browns leben! Nachdem sie in Woche eins von den Jacksonville Jaguars rasiert wurden, war Böses zu vermuten. Aber Cleveland und vor allem Quarterback Deshaun Watson haben sich gefangen.

199 Total Yards und zwei Touchdowns ohne Turnover sind gut, aber auch nicht mehr. Dennoch reicht das, um in dieser Liga Spiele zu gewinnen, wenn das Team keine Fehler macht. Im 4. Quarter war Watson da - und darauf kommt es an.

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Platz 21: Pittsburgh Steelers (Vorwoche: Platz 27)

Diese NFL ist absurd. Nachdem die Pittsburgh Steelers gegen mehr als fragwürdige New England Patriots keinen Touchdown erzielen konnten, empfingen sie die Cincinnati Bengals mit einer bisher starken Defense und schenkten ihnen 30 Punkte ein. Logisch ergibt das wenig Sinn.

Quarterback Aaron Rodgers lieferte eine Vintage-Performance ab mit 292 Yards, drei Touchdowns und einem Passer Rating jenseits der 100. Running Back Jaylen Warren hatte ebenfalls einen tollen Tag und kam auf 176 Rushing Yards. Was kommende Woche sein wird? Keine Ahnung, aber das ist die NFL.

Platz 20: New England Patriots (Vorwoche: Platz 9)

Als Super-Bowl-Teilnehmer der Vorsaison kriegt man im Power Ranking stets einen Benefit of the doubt. Der ist nach drei Wochen aber schon verwirkt. Die New England Patriots sind völlig von der Rolle, gipfelnd im peinlichen 6:35 bei den Jacksonville Jaguars.

Drake Maye spielt auf der Quarterback-Position völlig ohne Selbstvertrauen, das Playcalling ist einseitig und durchschaubar, das Laufspiel ist höchstens okay und hinzu kommen Verletzungsprobleme, die ihresgleichen suchen. Der Panikknopf ist längst gedrückt in Foxborough.

Platz 19: Washington Commanders (Vorwoche: Platz 28)

Und jetzt mal alle die Hände hoch, wer darauf gesetzt hat, dass die Washington Commanders die Seattle Seahawks schlagen. Dank einer fantastischen Leistung von Backup-Quarterback Marcus Mariota, der konstant in schwierigen Momenten die Lösungen fand und einer hervorragenden Leistung der Defense, die drei Turnover und einen Touchdown forcierten, fahren die Commanders den ersten Saisonsieg ein.

Das Stadion in Maryland war so elektrisiert und auf den Beinen, wie man es gefühlt jahrelang nicht gesehen hat. Einziges Manko: Das Laufspiel muss mit nur 71 Yards bei 27 Läufen aber besser werden.

Platz 18: Indianapolis Colts (Vorwoche: Platz 24)

Nachdem sich die Indianapolis Colts Woche für Woche gesteigert haben, haben sie nun endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Das 19:17 gegen die Houston Texans war ein ziemlicher Kampf, aus dem die Colts knapp als Sieger hervorgingen.

Dabei war die Leistung gegen die Texans eigentlich die schwächste der Saison. Quarterback Daniel Jones verbuchte "nur" 235 Yards und einen Touchdown bei einer Interception, Running Back Jonathan Taylor wurde bei 68 Yards und nur drei Yards pro Lauf gehalten. Wen das nach einem Divisionssieg interessiert? Absolut niemanden.

Platz 17: New York Giants (Vorwoche: Platz 19)

Apropos Sieg, dessen zustandekommen niemanden mehr interessieren wird: Gleiches gilt für die Giants, die gegen die Titans ohne Touchdown siegten. Keine Glanzleistung von irgendwem in der Offense, allerdings lieferte die Defense dafür umso mehr ab.

Head Coach John Harbaugh ist gut in seine Karriere mit den Giants gestartet, doch wie nachhaltig ist das ohne Quarterback-Hoffnungsträger Jaxson Dart? Wie es scheint, ist die Division weit offener, als man es zunächst dachte.

Platz 16: New Orleans Saints (Vorwoche: Platz 16)

Zwar stehen die New Orleans Saints bei 1-2, allerdings lieferten die Saints - gerade in der Offense - in jedem Spiel bisher eine tolle Leistung ab. So war es auch gegen die Las Vegas Raiders. Quarterback Tyler Shough überzeugte erneut mit 291 Total Yards und vier Touchdowns. Auch Receiver Chris Olave landete wieder bei über 100 Yards. Einziges Problem der Offense: Drei Fumbles, eine Interception. So kann man keine Spiele gewinnen.

Zudem kann die Defense bisher nicht standhalten. Weder gegen die Detroit Lions, noch gegen die Raiders am vergangenen Spieltag. Aber: Die Saints scheinen ihren Franchise-Quarterback gefunden zu haben und machen richtig viel Spaß.

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Platz 15: Detroit Lions (Vorwoche: Platz 15)

Während die Saints trotz Niederlage auf ihrem Platz bleiben, verharren die Detroit Lions auch trotz Sieg auf ihrem Platz. Das 31:24 ggen die New York Jets war zwar ein Sieg, aber der zeigte erneut: Die Defense hat verdammt viele Probleme, gerade in der Secondary.

Star des Spiels war erneut Jahmyr Gibbs, der aktuell wohl Frontrunner für den Offensive Player of the Year ist. 164 Scrimmage Yards und drei Touchdowns dokumentieren den Sahnetag des Running Backs.

Platz 14: Dallas Cowboys (Vorwoche: Platz 12)

Die Dallas Cowboys und unverständliches Clock Management, eine bessere Liebesgeschichte als "Twilight". Beim Stand von 28:31 und 1st and Goal an der Zwei-Yard-Linie der Baltimore Ravens und nur noch 28 Sekunden zu spielen, schaffen es die Cowboys weder, den Touchdown zu erzielen, noch bei Ablauf der Uhr das Field Goal zu schießen, oder einen darauffolgenden tiefen Pass der Ravens bei nur noch sieben zu spielenden Sekunden zu unterbinden. Den Fauxpas nahm Head Coach Brian Schottenheimer bereits auf seine Kappe.

Rein statistisch haben die Cowboys in Rio jedoch ein gutes Spiel gemacht: Running Back Javonte Williams überzeugte mit 103 Scrimmage Yards und einem Touchdown, Star-Receiver CeeDee Lamb gefiel mit 112 Receiving Yards. Dennoch eine mehr als vermeidbare Niederlage für Dallas.

Platz 13: Philadelphia Eagles (Vorwoche: Platz 7)

Überzeugend war das bisher in noch keinem Spiel, was die Philadelphia Eagles zeigten. Gegen die Chicago Bears wurden sie erstmals dafür bestraft. Und nicht nur irgendwie, vom dritten Quarterback der Bears wurden ihnen drei Touchdowns eingeschenkt.

Und in der Offense? Mehrheitlich tote Hose. Sieben Punkte, die es via Tush Push gab, aber auch drei Turnover. So kann man keine Spiele gewinnen.

Platz 12: Las Vegas Raiders (Vorwoche: Platz 17)

Dass die Las Vegas Raiders nicht mehr so ein Kanonenfutter sein würden wie 2025, das war absehbar. Dass sie aber mit 3-0 starten würden, das haben nur die wenigsten kommen sehen. Und diese drei Siege waren jeweils absolut verdient!

Gegen starke Saints warf Quarterback Kirk Cousins für 248 Yards und drei Touchdowns, auch Tight End Brock Bowers feierte mit 116 Yards und einem Touchdown ein tolles Comeback. Vor allem aber die Defense machte ein überragendes Spiel: Vier Turnover sorgten am Ende für den Sieg.

Platz 11: Baltimore Ravens (Vorwoche: Platz 13)

Eigentlich sind die Ravens Spezialisten darin, im vierten Quarter fragliche Entscheidungen zu treffen und so Spiele wegzuwerfen. Diesmal taten aber die Cowboys ihnen den Gefallen, den die Ravens dankend annahmen und am Ende durch ein spektakuläres Field Goal von Kicker Tyler Loop gewannen. Der ließ es sich im Maracana nicht nehmen, den Ronaldo-Jubel auszupacken.

Abseits dessen überzeugte sowohl Quarterback Lamar Jackson mit 241 Total Yards und zwei Touchdowns, die anderen beiden Scores gingen auf das Konto von Running Back Derrick Henry. War die Saints-Pleite in Woche zwei vielleicht doch nur ein Ausrutscher?

Platz 10: Chicago Bears (Vorwoche: Platz 14)

Kein Caleb Williams, kein Problem! Mit dem dritten Quarterback Case Keenum orchestrierte Playcaller und Head Coach Ben Johnson eine Meisterleistung gegen eine auf dem Papier solide bis gute Defense der Eagles.

Freilich, auch Altmeister Keenum hat großen Anteil daran, die Plays umzusetzen und an der Line of Scrimmage das Kommando zu übernehmen. Einen solchen Masterplan jedoch zu schreiben, das können in dieser Liga nur Wenige. Und Johnson gehört dazu.

Platz 9: Cincinnati Bengals (Vorwoche: Platz 13)

Kaum loben wir die Cincinnati Bengals und die Defense, versagt die Einheit von Defensive Coordinator Al Golden gegen die Pittsburgh Steelers. 138 erlaubte Rushing Yards, vier erlaubte Touchdowns, nur ein Turnover. Und das gegen eine Offense, die sich bisher nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Die Offense hat ihren Teil erledigt, wenn man das im ultimativen Mannschaftssport so sagen kann. Quarterback Joe Burrow lieferte 282 Passing Yards und drei Touchdowns, Running Back Chase Brown kam immerhin auf 4,7 Yards pro Lauf. Dazu die Receiver Ja'Marr Chase und Tee Higgins, die beide einen Touchdown und mehr als 90 Yards vorzuweisen hatten. Eine bittere wie vermeidbare Pleite innerhalb der Division.

Platz 8: Los Angeles Rams (Vorwoche: Platz 4)

Analog zu den Patriots, jedoch auf einem deutlich höheren Niveau, haben die Los Angeles Rams ihre Vorschusslorbeeren verspielt. Nach 16:0-Führung verlieren die Rams noch mit 26:30 bei den Denver Broncos.

Zwar warf Quarterback Matthew Stafford für 390 Yards und zwei Touchdowns, aber ihm unterliefen auch zwei Interceptions. Fehlt ihm ohne Star-Receiver Puka Nacua etwas? Ja, Davante Adams kam auf 137 Yards, doch in der Crunchtime suchte Stafford nach seinem engsten Vertrauten. Und Rückkehrer Aaron Donald? Ein Tackling, das war es. Er ist an der Interior Offensive Line der Broncos regelrecht zerschellt.

Platz 7: Minnesota Vikings (Vorwoche: Platz 11)

Auch nach dem Comeback von Quarterback Kyler Murray ist es erneut die Defense, die die Minnesota Vikings zu drei Siegen aus drei Spielen tragen konnte. Bei schwachen Buccaneers lässt die Einheit von Defensive Coordinator Brian Flores nur 16 Punkte und netto 243 Yards zu, das ist nicht weniger als herausragend.

Und die Offense? Die macht genau so viel, wie sie muss, um Spiele zu gewinnen. Murray hatte mit etwas mehr als 50 Prozent Passgenauigkeit, 168 Yards und je einem Touchdown und einer Interception einen durchwachsenen Tag, genau wie Running Back Aaron Jones (58 Yards). Dennoch: Warum die Vikings 3-0 stehen, das hinterfragt spätestens jetzt niemand mehr.

Platz 6: Denver Broncos (Vorwoche: Platz 10)

Bo Nix reißt als Quarterback der Denver Broncos keine Bäume aus, aber es reicht, um Spiele zu gewinnen. Außerdem sind drei Touchdowns gegen diese Los Angeles Rams trotzdem vorzeigbar, auch wenn nur die Hälfte seiner Pässe für 186 Yards und eine Interception ankamen. Und: Die Defense lieferte wieder und forcierte drei Turnover.

Die alten Sorgen wird Denver aber nicht los: Wieso wacht dieses hochtalentierte Team gefühlt erst im Schlussviertel auf? Wieso vergisst Nix über weite Strecken des Spiels, dass Würfe jenseits der Line of Scrimmage legal sind? Fragen über Fragen. Die individuelle Qualität ist trotzdem herausragend.

Platz 5: Seattle Seahawks (Vorwoche: Platz 3)

Das Comeback von Quarterback Sam Darnold haben sich die Seattle Seahawks durchaus anders vorgestellt. Zwar warf der Super-Bowl-Champion gegen die Commanders vier Touchdowns, allerdings auch zwei Interceptions, darunter ein Pick Six. Weil die Defense auch nicht in Bestform war, verlieren die Seahawks erstmals seit fast einem Jahr wieder.

Zudem wurde eine Schwachstelle nun deutlich: nach dem Abgang von Super-Bowl-MVP Kenneth Walker fehlt das Laufspiel fast gänzlich. Nur 39 Yards bei 17 Läufen sind eine katastrophale Bilanz.

Zum Positiven: Die Offensive Line ließ keinen Sack zu und Receiver Jaxon Smith-Njigba liefert weiter ab: 405 Yards und sechs Touchdowns nach vier Spielen sind ein nahezu absurder Wert.

Platz 4: Jacksonville Jaguars (Vorwoche: Platz 8)

Dank einer Gala-Vorstellung in der Offense und Defense haben die Jacksonville Jaguars einen souveränen Erfolg gegen die Patriots eingefahren. Quarterback Trevor Lawrence brachte zwei Drittel seiner Pässe für insgesamt über 200 Scrimmage Yards an, gerade in der Red Zone präsentierte sich Jacksonville mit fünf Touchdowns bei fünf Ausflügen perfekt.

Zudem sammelte Cornerback Travis Hunter die erste Interception seiner Karriere ein, ein großer Moment für den zweiten Pick des 2025er Drafts.

Platz 3: Kansas City Chiefs (Vorwoche: Platz 5)

Es war sicher nicht so deutlich, wie manche Chiefs-Fans sich das gewünscht hätten, am Ende besiegte KC die Dolphins aber doch souverän. Quarterback Patrick Mahomes warf nur vier Fehlpässe - auch, wenn einer davon abgefangen wurde, ist das ein toller Wert. Neben 246 Yards kommen zwei Touchdowns dazu.

Running Back Walker war mit 73 Total Yards bei 20 Ballberührungen und zwei Touchdowns wieder nicht zu stoppen. Alleine durch ihn ist KC deutlich gefährlicher als noch in der Vorsaison.

Platz 2: San Francisco 49ers (Vorwoche: Platz 4)

Das nächste Spiel und die nächste Top-Performance von Quarterback Brock Purdy. Beim 36:30 gegen die Cardinals überzeugte der ehemalige "Mr. Irrelevant2 mit 331 Total Yards und vier Touchdowns.

Er schaffte es wieder mit Bravour, den Ball auf seine Passempfänger zu verteilen: Zwei Touchdowns für Tight End George Kittle, je ein Touchdown für die Receiver Mike Evans und Deebo Samuel. Was Head Coach und Playcaller Kyle Shanahan aktuell trotz eines überquillenden Lazaretts auf den Rasen zaubert, ist beeindruckend.

Platz 1: Buffalo Bills (Vorwoche: Platz 1)

Eigentlich ist es etwas sehr negatives, wenn sich der beste Spieler drei Turnover leistet und insgesamt ein schwaches Spiel macht. Allerdings: Wenn das Team trotz der schlechten Leistung des Superstars am Ende aber souverän gewinnt, spricht das außerordentlich für ein starkes Team.

So war es bei den Buffalo Bills der Fall. Star-Quarterback Josh Allen erzielte neben seinen ungewohnt vielen Ballverlusten wieder zwei Touchdowns und brachte die Bills zu einer 3-0-Bilanz. Die Franchise behält damit den Platz an der Sonne, der Abstand zu den trotz massivem Verletzungspechs souveränen 49ers wurde jedoch kleiner.

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