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NFL: So geht es nicht mehr! Browns müssen sich sofort von Deshaun Watson trennen - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Franziska WendlerNFL
NFL-Highlights: Bills at Browns
Videoclip • 03:39 Min
Die Situation rund um Deshaun Watson bei den Cleveland Browns ist ein einziges Desaster. Die Franchise sollte endlich den Schlussstrich ziehen. Ein Kommentar.
Entscheidungen und die darauffolgenden Handlungen haben Konsequenzen.
Eine Lektion, die schon Kinder lernen müssen. Und eine Lektion, die auch den Erwachsenen hin und wieder schmerzhaft bewusst wird. Bei den Verantwortlichen der Cleveland Browns dürfte genau das aktuell der Fall sein. Wieder einmal.
Im Jahr 2022 trafen die Bosse der Franchise eine überaus fragwürdige Entscheidung. Quarterback Deshaun Watson wurde für drei Erstrunden-, einen Drittrunden- und einen Viertrundenpick verpflichtet und mit einem seinerzeit nie dagewesenen Kontrakt ausgestattet: fünf Jahre, 250 Millionen Dollar Gesamtgehalt, jeder einzelne Dollar davon garantiert.
Eine Entscheidung, die bei Fans und Experten für Unverständnis und Entsetzen sorgte – und das gleich doppelt. Gewiss, Watson hatte in den Jahren zuvor bei den Houston Texans durchaus gute Leistungen geboten, allerdings war und ist er kein Tom Brady, Aaron Rodgers oder Patrick Mahomes.
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Anschuldigungen wegen sexuellem Missbrauch
Und viel schlimmer noch: Bereits Monate zuvor wurden erste Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung gegen den Signal Caller laut.
Eine Masseurin nach der anderen beschuldigte Watson sexueller Übergriffe, mehr als 20 Frauen erhoben ihre Stimme. "Ich möchte sagen, dass es mir für all die Frauen leid tut, die ich in dieser Situation beeinträchtigt habe", "entschuldigte" er sich später im Interview mit "Cleveland News 5".
Ein Schuldeingeständnis gab es nie.
Die NFL sperrte den Spielmacher in der Folge für elf Spiele und sprach eine Millionenstrafe aus. Die Browns verpflichteten Watson dennoch, Anschuldigungen hin oder her.
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Watson moniert heftige Buhrufe
Vier der fünf Vertragsjahre sind inzwischen vergangen, die Situation rund um Watson könnte aktuell kaum desaströser sein.
Seit seinem Achillessehnenriss im Jahr 2024 bestritt Watson für die Browns kein Pflichtspiel mehr. In der Preseason feierte er nun sein Comeback vor den heimischen Fans und wurde dabei heftig ausgebuht.
Und das nicht etwa ob seiner sportlich sehr bescheidenen Leistung von fünf angekommenen Pässen für 36 Yards und eine Interception. Die Fans brachten ihren Unmut über das Dasein von Watson bereits vor dessen erstem Snap lautstark zum Ausdruck.
Nach der klaren Pleite gegen die Buffalo Bills machte Watson seinem Ärger schließlich Luft, bezeichnete die Buhrufe der Fans als "respektlos". So hätten die Anhänger bereits geklatscht, als er sich 2024 schwer verletzt habe – und nun gebuht, als er wieder gesund das Spielfeld betreten habe.
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Persona non grata in Cleveland
Kann der berüchtigte Wink mit dem Zaunpfahl eigentlich noch deutlicher werden?
Deshaun Watson ist in Cleveland eine Persona non grata. Von Anfang an wollte ihn die Mehrheit der Fans nicht. Auch mit seinen durchschnittlichen Leistungen konnte er nicht überzeugen. Und daran hat sich auch nach seiner langen Verletzungspause nichts geändert.
Seine bisherigen Leistungen in der Preseason waren enttäuschend, dazu sorgt er mit seiner Präsenz und seinen Aussagen für Unruhe im Team.
Für die Browns-Bosse sollten dies genug Gründe sein, um endlich einen Schlussstrich zu ziehen.
Browns sollten Watson nicht mehr spielen lassen
Sportlich bringt Watson nicht mehr als Shedeur Sanders oder Dillon Gabriel, dafür bringt er aber reichlich Zoff und Unruhe. Eine toxische Situation, wie man in der heutigen Zeit sagen würde.
Für sein letztes Jahr stehen Watson noch 46 Millionen an garantiertem Geld zu. Ein hoher Betrag. Dazu sei aber gesagt, dass Cleveland für die vorherigen 200 Millionen auch keinen nennenswerten Gegenwert bekommen hat.
Und selbst wenn eine Entlassung aufgrund des hohen Dead Cap nicht möglich ist, dann könnten die Browns immer noch das machen, was die Texans einst taten, als die Beziehung zu Watson bereits zerbrochen war: ihn dafür bezahlen, nicht zu spielen.
Es wäre für alle Parteien besser.
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