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NFL - Spionage? Seattle-Seahawks-Head-Coach entschuldigt sich bei Sean Payton

Aktualisiert:

von ran.de

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Videoclip • 01:26 Min


Zu Beginn seiner Amtszeit wird Seahawks-Coach Mike Macdonald mit schweren Vorwürfen eines Kollegen konfrontiert. Mittlerweile soll der Vorfall aber geklärt sein.

Nachdem Mike Macdonald, Super-Bowl-Head-Coach der Seattle Seahawks, einen vermeintlichen Spionage-Skandal aus dem Jahr 2024 öffentlich gemacht hat, hat jetzt der betroffene Sean Payton, seinerseits Head Coach der Denver Broncos, der Geschichte den Wind aus den Segeln genommen.

Der vermeintliche Skandal war sogar hilfreich für Payton. "Nach unseren Gesprächen mit ihnen wurde uns klar, wie wir mit Training-Camp-Videos umgehen müssen", erklärte der Broncos-Coach.

Hintergrund der einstigen Spionage-Vorwürfe waren Fan-Videos, die im Internet kursierten und so bei Macdonald landeten, der die Clips für seine Vorbereitung vor dem 1. Spieltag in der Saison 2024 nutzte.

Auch die Zuschauer nahm Payton jetzt in Schutz: "Ich glaube nicht, dass die Fans das absichtlich gemacht haben. Wir haben uns online informiert, welche Videos es gibt und dementsprechend unsere Richtlinien angepasst."

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Seattle Seahawks: Macdonald entschuldigt sich

Macdonald wollte von den Spionage-Vorwürfen von Anfang an nichts wissen. "Fans posten Spielzüge aus dem Trainingslager auf 'Twitter', das ist also sozusagen allgemein zugängliches Material", so Macdonald: "Wir haben etwa 100 Spielzüge aus ihrem Trainingslager gefunden. Wir haben sie gescoutet."

Nach der Partie, die die Seahawks mit 26:20 gewannen, soll Broncos-Cheftrainer Payton Spionage-Vorwürfe gegen Macdonald geäußert haben, das hat dieser in der TV-Sendung "In Depth With Graham Bensinger" verraten.

Dass Macdonald die Geschichte zwei Jahre später überhaupt öffentlich macht, war seinen Aussagen zufolge keine Absicht. Der Seahawks-Coach wollte die Anekdote eigentlich abseits der Kamera erzählen und hat sich dafür bereits bei Payton entschuldigt. Der Broncos-Coach nahm diese an und erklärte zudem, dass er kein Problem mit Macdonald habe.

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Sean Payton drohte Seahawks-GM

Ohnehin trugen sich die Vorwürfe vor zwei Jahren nur intern zu, weshalb die Geschichte auch bis heute nicht öffentlich wurde. Der Broncos-Coach erfuhr von dem Vorfall erst nach dem damaligen Spiel und kontaktierte daraufhin Seahawks-GM John Schneider.

Während des Gesprächs soll Payton dabei "völlig durchgedreht" sein. "Es war eine Menge Scheiß los. Also hat er John angerufen. Er hat im Grunde damit gedroht, an die Öffentlichkeit zu gehen und eine ganze Sache à la 'Patriot Spygate' daraus zu machen", sagte Macdonald.

Anschuldigungen, die der Seahawks-Coach so nicht stehen lassen wollte: "Ich saß dann da und dachte: 'Oh mein Gott. Wir haben nicht betrogen.' Sie dachten, wir hätten einen Spion eingeschleust oder so. Also mussten wir ihm entgegenhalten und sagen: 'Wenn du damit an die Öffentlichkeit gehst, werden wir dich verklagen, weil es nicht stimmt.'"

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Sie dachten, wir hätten einen Spion eingeschleust oder so. Also mussten wir ihm entgegenhalten und sagen: 'Wenn du damit an die Öffentlichkeit gehst, werden wir dich verklagen, weil es nicht stimmt.'

Mike Macdonald, Head Coach der Seattle Seahawks

Vorwürfe wie der "Kalte Krieg"

Auch auf den weiteren Saisonverlauf habe die Situation Auswirkungen gehabt. Demnach sei die Spielzeit ein wenig "wie der Kalte Krieg" gewesen.

Und weiter: "Die Saison endete und er ließ es auf sich beruhen. Er meinte aber immer: 'Ich drücke den Knopf. Ich drücke den Knopf.' Na gut, dann drücken wir den Knopf. Keiner von uns hat den Knopf gedrückt."

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