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NFL: TV-Zoff eskaliert! Übertragung des Super Bowl in Gefahr? "Hätte nie gedacht, dass du mir das antust"
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von ran.deNFL
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Seit 25 Jahren kommentieren Joe Buck und Troy Aikman gemeinsam die NFL, so lange wie kein anderes Duo in der Geschichte der Liga. Jetzt ist das Verhältnis offenbar zerrüttet - ausgerechnet wenige Monate vor der ersten Super-Bowl-Übertragung ihres Senders "ESPN".
Es ist der 12. Oktober, kurz vor dem Monday-Night-Spiel zwischen den Buffalo Bills und den Los Angeles Rams im SoFi Stadium.
In der Kommentatorenkabine eskaliert die Lage: Joe Buck und Troy Aikman gehen offenbar vor den Augen der Produktionscrew aufeinander los, laut Insidern mit reichlich Kraftausdrücken.
Von der Auseinandersetzung hatte zunächst "Front Office Sports" berichtet. Was dabei genau gesagt worden sein soll, hat nun "The Athletic" unter Berufung auf anonyme Quellen mit direkter Kenntnis des Vorfalls rekonstruiert.
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Streit zwischen Joe Buck und Troy Aikman: "Ich hätte nie gedacht, dass du mir das antust"
Den ersten verbalen Schlag setzte demnach Buck. Er soll seinen beleidigt wirkenden Kollegen wütend gefragt haben, ob dieser etwa nicht mehr mit ihm reden wolle. Grund für Aikmans Schweigen war wohl die Vertragsverlängerung von Buck, die dieser ihm vorenthalten hat.
Im Verlauf der Auseinandersetzung verteidigte sich Buck offenbar mit dem Hinweis, er sei nicht schuld daran, dass Aikman keinen neuen Vertrag habe. Aikman konterte laut der Meldung: "Ich hätte nie gedacht, dass du mir das antust."
Der frühere Cowboys-Quarterback soll wohl schon lange vermutet haben, dass Buck hinter dem ständigen Personalwechsel in der Regie steckt. Fünf Produzenten und Regisseure verschliss das Duo bei "Monday Night Football", bevor sich die Konstellation mit Steve Ackles und Artie Kempner einspielte.
Bucks angebliche Antwort darauf: Die Leute seien nur deshalb gegangen, weil Aikman sie angeschrien habe, wenn er nicht die gewünschten TV-Replays eingespielt bekommen hätte. Das habe eine ordentliche Zusammenarbeit mit der Produktion unmöglich gemacht.
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Ein Geheim-Deal brachte alles zum Kippen
Der eigentliche Zündstoff des Konflikts ist und bleibt aber das Geld.
2022 hatte "ESPN"-Boss Jimmy Pitaro beide von "FOX" geholt, für zusammen 165 Millionen US-Dollar über fünf Jahre: 90 Millionen für Aikman, 75 Millionen für Buck. Krönender Abschluss sollte der Super Bowl LXI am 14. Februar 2027 sein, die erste Super-Bowl-Übertragung in der Geschichte von "ESPN".
Doch im Frühjahr 2026 einigten sich der Sender und Buck still und heimlich auf einen neuen Sechsjahresvertrag über 108 Millionen Dollar, ein Plus von 17,9 Prozent. Aikman erfuhr davon weder von Buck noch vom Sender. Bekannt wurde der Deal erst im September durch "The Athletic".
Aikman empfand das als Verrat. Buck wiederum sieht darin nichts anderes als das, was Aikman selbst jahrelang gemacht habe: Als dieser 2022 zu "ESPN" wechselte, wusste er nicht, ob Buck, damals noch ein Jahr an "FOX" gebunden, überhaupt folgen könnte.
ESPN hat sich entschieden - für Joe Buck
Nun ist die Situation gewissermaßen umgekehrt: Aikman steht weiterhin ohne neuen Vertrag da.
Laut dem Newsletter "Puck" ging seine Seite mit einer Forderung von 30 Millionen Dollar pro Jahr in die Gespräche, mit Verweis auf Tom Bradys 37,5 Millionen bei "FOX". "ESPN" legte die Verhandlungen bis nach dem Super Bowl auf Eis. Selbst Aikmans Angebot, für eine ähnliche Gehaltserhöhung wie Buck zu bleiben, lehnte der Sender ab.
Die Gründe laut "ESPN"-Insidern: eine Beziehung, die als zu belastet gilt, ein Sparkurs mit weiteren anstehenden Entlassungen und genug Alternativen auf dem Markt für TV-Experten. Als Favorit auf die Nachfolge gilt "FOX"-Analyst Greg Olsen.
Die Pointe: Buck hatte "FOX" einst wohl auch deshalb verlassen, weil er wenig Lust hatte, den damals noch unerfahrenen Olsen einzuarbeiten.
Wie tief der Graben offenbar ist, zeigt ein Gespräch, das Aikman noch vor dem Streit am 12. Oktober angeblich eine Stunde lang mit Pitaro geführt hat. Der "ESPN"-Boss soll gefragt haben, ob Aikman überhaupt noch mit Buck zusammenarbeiten könne. Aikmans Antwort wohl immerhin: ja.
Super Bowl: Übertragung nun in Gefahr?
Ein Ende der Zusammenarbeit vor dem großen Finale ist somit wohl nicht vorgesehen. Der Plan laute offenbar weiterhin, dass beide die Saison gemeinsam zu Ende kommentieren, inklusive Super Bowl.
Beim ersten gemeinsamen Auftritt nach den Enthüllungen Montagnacht in Seattle war von Spannungen nichts zu sehen: keine peinlichen Pausen, keine eisigen Blicke, sondern absolute Professionalität.
Für einen bemerkenswerten Moment sorgte stattdessen "ESPN"-Kollege Pat McAfee, der nach einem gemeinsamen Segment in der Vorberichterstattung in Richtung Aikman rief: "Hey, Troy, wir lieben dich!"
Die Bühne bleibt also gebucht, zumindest bis zum 14. Februar. Was danach kommt, ist für Aikman völlig offen.
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