Fußball
2. Bundesliga: Dieser wilde Auftakt macht Lust auf mehr - ein Kommentar
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von Martin Jahnsran Fußball Bundesliga
2. Bundesliga: Nach 1:6-Debakel! Trainer entschuldigt sich bei Fans
Videoclip • 02:18 Min
Die 2. Bundesliga ist zurück – und wie! Am 1. Spieltag hagelte es Tore und kuriose Szenen. Dazu: Ein strauchelnder Gigant und die beruhigende Erkenntnis, dass es auch ohne Hydration Break geht. Ein Kommentar.
Kurz kamen an diesem 1. Spieltag der 2. Bundesliga unschöne WM-Flashbacks auf.
In allen sieben Mittagspartien am Samstag und Sonntag baten die Schiedsrichter die Spieler zur Trinkpause. Vereinzelt gab es dazu Pfiffe von den Rängen. Das deutsche Fußball-Unterhaus im trüben Fahrwasser der FIFA?
Zum Glück nicht: Tatsächlich war es tagsüber brütend heiß. An beiden Abendspielen war von Hydration Breaks nichts zu sehen. Da war die größte Sommerhitze schließlich längst vorbei.
Und auch sonst hatte dieser Zweitliga-Auftakt genau das zu bieten, was Fans an der Liga schätzen: Tore, Überraschungen und eine Menge Eigenheiten.
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Sportliche Überraschungen - auch Krösus Wolfsburg strauchelt
Sportlich lieferte der 1. Spieltag reichlich Argumente: 31 Tore in neun Partien bedeuten einen starken Schnitt von 3,44 Treffern pro Spiel.
Die größten Spektakel gab es beim 6:1 von Eintracht Braunschweig beim 1. FC Magdeburg und beim 4:3 des 1. FC Heidenheim gegen den VfL Osnabrück.
Zugleich gab es ein erstes Indiz dafür, dass die Aufsteiger auch gegen die Topteams der Liga schnell konkurrenzfähig sein könnten.
Osnabrück hielt beim Bundesliga-Absteiger Heidenheim lange mit, stand am Ende nach einer starken Leistung aber mit leeren Händen da. Mitaufsteiger Energie Cottbus feierte dagegen beim 3:1 gegen Hannover 96 ein bemerkenswertes Liga-Comeback.
Hoffnung auf Ausgeglichenheit in der Liga machte auch der 1. FC Kaiserslautern, der beim Krösus VfL Wolfsburg einen Auswärtspunkt ergatterte. Für ein Ausrufezeichen sorgten auch die Lautern-Fans, die die Volkswagen Arena in einen "Betze light" verwandelten.
Fankultur und Pannen statt perfekt durchgetakteter Show
Hingucker auf den Tribünen waren auch tolle Choreos wie etwa von den Fans des VfL Bochum beim Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC. Fankultur statt perfekt durchgetakteter FIFA-Show.
Dazu passte die inzwischen fast schon traditionelle Unterbrechung in Bochum, weil Gästefans ein Fluchttor mit einem Transparent zuhängten.
Überhaupt zeigte sich die 2. Liga zum Auftakt spendabel, was Kuriositäten angeht: In Magdeburg verspätete sich der Anpfiff, weil noch ein Tornetz mit Kabelbinder geflickt werden musste. In Cottbus streikte erst der Funk bei den Unparteiischen, später die Stromversorgung im kompletten Stadion.
So war dieser Zweitliga-Auftakt nach der sportpolitisch aufgeladenen XXL-WM der FIFA vor allem: angenehm bodenständig, hemdsärmelig und unberechenbar – und damit umso liebenswerter.
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