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2. Bundesliga: Hannover 96 siegt vor Wagner-Ankunft - St. Pauli holt in Unterzahl einen Punkt

Aktualisiert:

von SID

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Fußball-Legende Peter Hermann ist tot

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Hannover 96 kehrt in der 2. Bundesliga noch vor der Ankunft des neuen Trainers Sandro Wagner auf die Siegerstraße zurück. Der FC St. Pauli holt trotz langer Unterzahl einen Punkt, während der 1. FC Heidenheim in Bielefeld stolpert.

Das dürfte dem neuen Cheftrainer gefallen: Hannover 96 hat den Abwärtstrend der vergangenen Wochen gestoppt und den zweiten Dreier der Saison eingefahren.

Noch ohne Sandro Wagner an der Seitenlinie, aber mit frischem Elan gewannen die Niedersachsen mit 2:1 (2:0) gegen den VfL Bochum und verbesserten ihr Punktekonto im letzten Spiel vor der Länderspielpause auf sieben.

In Spiel eins nach dem Rauswurf von Christian Titz trafen Stefan Teitur Thordarson (24.) und Marcel Hartel (43.) für Hannover. Mehr als der Anschlusstreffer durch Tom Meyer (77.) gelang Bochum trotz einer beherzten Schlussoffensive nicht mehr.

Am Montag wird Hannovers Aushilfscoach Lars Barlemann, der interimsweise für ein Spiel einsprang, die Geschäfte an Neu-Trainer Wagner übergeben. Der Ex-Nationalspieler, dessen Verpflichtung am Samstag bekannt gegeben wurde, soll dann offiziell vorgestellt werden und auch erstmals das 96-Training leiten.

Am Sonntag konnte sich Hannover auch bei Leo Weinkauf bedanken. Der Torhüter hielt sein Team vor allem in der ersten Halbzeit mit einigen starken Paraden im Spiel.

Vorn zeigte sich 96 zudem sehr effizient und nutzte seine Chancen konsequent. Bochum kassierte nach zwei Auswärtssiegen seine erste Saison-Niederlage auf fremdem Platz und liegt wie Hannover bei sieben Punkten.

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St. Pauli holt Remis in Unterzahl

Trotz langer Unterzahl hat der FC St. Pauli einen bitteren Dämpfer in der 2. Fußball-Bundesliga verhindert. Beim Aufsteiger Energie Cottbus rettete der Erstliga-Absteiger am Sonntag nach Rückstand noch ein 1:1 (0:1). Dennoch stehen die Kiezkicker von Trainer Marcel Rapp nach sechs Spieltagen bei gerade einmal einem Sieg und insgesamt sieben Punkten.

Der eingewechselte Martijn Kaars (80.) sicherte St. Pauli mit seinem Tor im zweiten Durchgang den Punktgewinn, Justin Butler (37.) traf für Cottbus. Zuvor hatte Pauli-Verteidiger Tomoya Ando (21.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen. Die Lausitzer sind derweil drei Partien in Serie ohne Niederlage, haben in der Tabelle jedoch nur einen Zähler Vorsprung auf die Hamburger.

Nach einem belebten Anfang beider Teams ohne Großchancen schaffte Ando Fakten. Innerhalb von fünf Minuten holte sich der Japaner den Platzverweis ab – und spielte Cottbus damit in die Karten. Die Gastgeber drückten, Moritz Hannemann (31.) scheiterte an Torwart Ben Voll.

Die Hamburger kamen nur noch vereinzelt über Konter in die gegnerische Hälfte, doch Butler versetzte ihnen per Drehschuss von der Strafraumgrenze den nächsten Nackenschlag.

Nach der Pause investierte St. Pauli mehr, zeigte sich mutiger, doch wirklich zwingende Möglichkeiten kreierten die Gäste nicht. Cottbus verwaltete die Führung, ging nicht mehr das letzte Risiko ein.

Energie-Rechtsverteidiger Henry Rorig (69.) war aber nach einem Ballgewinn plötzlich frei durch, Voll parierte dessen Schuss in höchster Not. Rund zehn Minuten später köpfte Kaars eine Flanke von Ricky-Jade Jones zum Ausgleich ein.

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Heidenheim stolpert in Bielefeld

Der 1. FC Heidenheim hat auf der Jagd nach dem Spitzen-Duo der 2. Fußball-Bundesliga seinen vierten Sieg in Serie verschenkt. Trotz zahlreicher bester Chancen reichte es für den Absteiger bei Arminia Bielefeld nur zu einem 2:2 (2:1). Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt liegt nun drei Punkte hinter dem 1. FC Nürnberg und fünf Zähler hinter Spitzenreiter Hertha BSC.

Die lange Zeit klar unterlegenen Bielefelder trafen zweimal beinahe aus dem Nichts. Erst erzielte Joel Grodowski (13.) die Führung, später Felix Hagmann (55.) den Ausgleich. Für Heidenheim hatten der starke Budu Siwsiwadse (30., Foulelfmeter) und Neuzugang Paul Hennrich (45.+3) das Spiel zwischenzeitlich gedreht - es hätte zu diesem Zeitpunkt aber schon entschieden sein können.

Die frühe Führung der Gastgeber, die nun seit vier Spielen ohne Sieg sind (zwei Punkte), fiel völlig unerwartet, sie entsprach auch danach nicht dem Spielverlauf. Vor allem Siwsiwadse aber scheiterte mehrmals am guten Bielefelder Torwart Jonas Kersken. Mit dem an ihm verschuldeten Elfmeter hatte er dann Erfolg.

Bielefeld kam auch anschließend kaum zum Durchatmen. Heidenheim drängte weiter, die Gäste hätten bereits zur Pause höher führen müssen als nur durch den Schlenzer von Hennrich.

Das rächte sich in der zweiten Halbzeit, als Bielefeld erneut unerwartet der Ausgleich gelang - und danach trotz weiterer guter Heidenheimer Chancen sogar dem Siegtreffer nahe kam.