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3. Liga

Drama um 1860 München: Lok Leipzig wäre der einzig verdiente Nachrücker! Ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

ran Fußball Bundesliga

Bayern-Fans spotten nach 1860-Absturz: "Karma"

Videoclip • 02:07 Min


1860 München steigt aus der 3. Liga ab. Einer der Absteiger wird den frei gewordenen Platz bekommen. Fair und gerecht ist das jedoch nicht.

"Meister müssen aufsteigen!"

Was vor einigen Jahren mit einer Fan-Initiative startete, ist mittlerweile breiter Konsens in DFB-Gremien. Eine Reform der aktuellen viertklassigen Regionalliga ist so nah wie nie.

Dennoch wurde vor wenigen Tagen wieder eine Aufstiegsrelegation gespielt. Die Würzburger Kickers setzten sich mit 3:1 nach Hin- und Rückspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig durch. Die Sachsen bleiben Viertligist, der FWK steigt auf.

Nun folgte das Drama um den TSV 1860 München. Der Klub kann die erforderlichen 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen und wird keine Drittliga-Lizenz bekommen, der TSV Havelse rückt als bester Absteiger nach.

Freilich, das sehen die Regeln so vor. Selbst der 1. FC Schweinfurt als abgeschlagener Tabellenletzter würde eher nachrücken als Leipzig. Das ist aber weder fair noch verdient.

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DFB könnte Zeichen für Initiative "Meister müssen aufsteigen" setzen

Eins steht fest: Die Spielordnung des DFB ist relativ klar geregelt. Wenn ein Klub wegen Lizenzproblemen außerordentlich absteigen muss, rückt der erste Absteiger nach. Zu fordern, dass der Verband auf einmal nach Lust und Laune und frei Schnauze beschließt, dass das auf einmal anders gehandhabt wird, wäre unseriös.

Das ändert jedoch nichts daran, dass die Spielordnung aus einer anderen Zeit kommt. Einer Zeit, in der das Motto "Meister müssen aufsteigen" noch vom Präsidium des größten Fußballnationalverbands der Welt weggelächelt wurde als Aufmucken der kleinen Klubs.

Das ist nun anders. Wäre es nicht glaubhaft und konsequent, wenn man dieses Motto auch leben würde, indem Lok Leipzig nun der Gang in die 3. Liga ermöglicht wird und tatsächlich so jede Regionalliga ihr bestqualifiziertes Team aufsteigen lässt?

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Havelse, Aue und Co. haben längst für 4. Liga geplant - Lok für 3. Liga

Zumal der TSV Havelse und der FC Erzgebirge Aue als potenziell nachrückende Teams bereits längst die Planungen für die 4. Liga vorangetrieben haben, da ein sportlicher Klassenerhalt bereits nahezu aussichtslos war, als es nachts noch gefroren hatte in Deutschland.

Nicht nur müssten diese Teams dann alles über den Haufen werfen - das ist Indiz genug dafür, dass keiner der vier Absteiger, seien es die beiden genannten, Schweinfurt oder der SSV Ulm, es nur im Ansatz verdient hätte, in 2026/27 drittklassig zu spielen.

Gerade für Havelse ist die 3. Liga ein finanzieller Kraftakt, die Premierensaison dort war ein einziges Minusgeschäft für das Team aus dem Kreis Garbsen bei Hannover. Ja, vielleicht können sie sich die Drittklassigkeit im Gegensatz zu 1860 leisten - aber wie nachhaltig und sportlich kompetitiv kann man dann sein? Gerade unter dem Aspekt, dass für die Regionalliga Nord geplant wurde.

Am Ende ändert es nichts, die Regeln sind klar und eindeutig. Das heißt jedoch nicht, dass die Frage nach Gerechtigkeit nicht doch gestellt werden darf.

Und die wird in jedem Fall falsch beantwortet.

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