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Bundesliga

Borussia Dortmund verzichtet auf Transfer von Said El Mala: Der 1. FC Köln geht großes Risiko - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

ran Fußball Bundesliga

BVB veröffentlicht Auswärtstrikot: Fans stört ein Detail!

Videoclip • 01:03 Min


Borussia Dortmund hat sich offiziell aus dem Poker um Said El Mala verabschiedet. Die Dortmunder machen damit alles richtig, der 1. FC Köln dagegen geht ein großes Risiko ein. Ein Kommentar.

"Said El Mala ist kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden." Lars Ricken setzte am Freitag die wohl klarste Transfer-Absage, die man nur geben kann.

Das wochenlange Werben des BVB um den Flügelstürmer hat also nun auch offiziell ein Ende. Die gewünschten 50 Millionen Euro feste Ablöse, die der 1. FC Köln aufgerufen hatte, waren den Dortmundern zu viel.

Das kann nur die richtige Entscheidung der Borussia sein. Nicht nur würde es die Transferstrategie ad absurdum führen, für rund 30 Millionen hat der BVB mit Kostas Karetsas bereits einen Offensiv-Youngster geholt, den die Dortmunder irgendwann teurer weiterverkaufen können, beziehungsweise müssen.

Der Effzeh jedoch geht damit bewusst ins Risiko. Ein Risiko, das am Ende teuer sein könnte.

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Said El Mala: Köln hätte die Breite verstärken können

Vordergründig ist es natürlich aus Marketing-Sicht fantastisch, dass El Mala ein Kölner bleibt. Die Trikots mit der Rückennummer 13 machen gefühlt 98 Prozent der Verkäufe am Geißbockheim aus.

Auch das Label "Neuer Lukas Podolski" darf in dieser emotionalen und fußballverrückten Stadt nicht fehlen, in der die Fans nach drei Siegen am Stück schon Hotels in Mailand suchen und nach drei Niederlagen recherchieren, wie die Bahnverbindung nach Ingolstadt oder Großaspach aussieht.

Doch sportlich hätte der "Effzeh" die Chance haben können, sich mit einer Stange Geld breiter aufzustellen. Ja, man hätte im Zweifel mit El Mala und Jakub Kaminski seine beiden besten Offensivspieler verloren. Allerdings wäre dieses Geld dann wohl in die Breite des Kaders geflossen.

Wie viele, für Kölner Verhältnisse, Top-Spieler kriegt man für 60 Millionen Euro? Vier? Fünf? Köln ist eine notorische Fahrstuhlmannschaft. Na klar, es ist keine Garantie, dass diese Spieler funktionieren. Aber wo ist die Garantie, dass El Mala nochmal 18 oder mehr Scorerpunkte macht? Beides ist ein Risiko, eins davon jedoch ungleich höher.

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Zweifel an der Qualität von El Mala? England-Angebote als Fingerzeig

Vor dem BVB waren bereits Teams aus England interessiert. Angeblich soll Brighton & Hove Albion sich mindestens mal erkundigt haben, wollten die Ablöseforderung des "Effzeh" bei weitem nicht erfüllen.

Ist das Zufall? Schließlich spielt Geld für Klubs aus der Premier League die geringste Rolle bei der Bewertung und Realisierbarkeit eines Transfers. Womöglich gibt es Zweifel an der Qualität von El Mala.

Damit ist nicht seine technische Fähigkeit bei Dribblings oder sein Tempo gemeint. Aber - und das ist mit 19 ja völlig normal - der Kölner hat noch Defizite im Torabschluss und in der Arbeit gegen den Ball. Dafür 50 Millionen Euro sind aktuell, wie der Markt widergibt, zu viel.

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Julian Nagelsmann: Fehlende WM-Nominierung hinterlässt Beigeschmack

Auch dass der ehemalige Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM auf den agilen Flügelstürmer verzichtete, hat einen Beigeschmack. Bei seiner einzigen Nominierung schickte er El Mala sogar mitten in der Länderspielpause zurück zur U21.

Natürlich, Nagelsmann hat in diesem Jahr nicht zwingend mit richtigen Entscheidungen geglänzt, dennoch hat das ein Geschmäckle. Verborgen ist das den Vereinen jedenfalls nicht geblieben.

Am Ende kann es nur im Sinne des deutschen Fußballs sein, wenn Said El Mala auf seine tolle Premierensaison in der Bundesliga vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegt.

Dann hätte sich das Risiko des 1. FC Köln doch gelohnt.

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