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Borussia Mönchengladbach nach Polanski-Entlassung: Rouven Schröder braucht jetzt endlich Trainer-Glück - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Martin Jahns

ran Fußball Bundesliga

BVB - Konstantelias: Erstes Foto nach OP

Videoclip • 01:01 Min


Nach einem fulminanten Fehlstart ist Eugen Polanski als Trainer von Borussia Mönchengladbach Geschichte. Das lässt auch Sportchef Rouven Schröder bei seiner Trainerwahl in schlechtem Licht dastehen – nicht zum ersten Mal. Ein Kommentar.

Man muss sich Sorgen machen um Borussia Mönchengladbach.

Drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte, zwölf Gegentore: Nach dem 0:5 beim SC Freiburg hat die Borussia die Reißleine gezogen und sich von Eugen Polanski getrennt. Noch am Abend zuvor hatte Sportchef Rouven Schröder ein klares Bekenntnis zu seinem Trainer vermieden.

Auf Schröder kommen nun nicht nur arbeitsreiche, sondern zukunftsweisende Tage zu. Die Suche nach einem neuen Trainer ist die nächste Bewährungsprobe für den Sportchef. Denn Polanskis Aus ist auch das Ergebnis einer Trainerentscheidung, für die Schröder Verantwortung trägt.

Dabei ist nicht etwa die Trennung das Problem - sondern dass sich Schröder überhaupt in die Situation gebracht hat.

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Polanskis Aus erinnert an Schröders Zeit bei Mainz

Im November 2025 war es Schröder, der – damals noch frisch im Amt bei der Borussia – Polanski vom Interims-Trainer zur Langzeitlösung beförderte. Und das direkt mit einem Vertrag bis 2028 – obwohl Polanski zuvor noch keine Profimannschaft als Cheftrainer geführt hatte.

Schröder hielt auch nach einer äußerst mäßigen ersten Jahreshälfte 2026 weiter zu Polanski. Dabei konnten die Gladbacher gerade einmal vier ihrer 19 Liga-Spiele gewinnen. Spätestens jetzt wirkt diese Geduld wie eine Fehleinschätzung.

Für Schröder setzt sich damit ein Muster unglücklicher Trainerentscheidungen fort: Als Sportvorstand bei Mainz 05 installierte er im November 2019 Achim Beierlorzer. Der hielt die Mainzer zwar in der Liga. Doch wie schon bei Polanski war Beierlorzer in der folgenden Saison früh Geschichte. Er musste damals sogar schon nach zwei Spieltagen gehen.

Auch bei dessen Nachfolger hatte Schröder kein glückliches Händchen. Er beförderte Jan-Moritz Lichte vom Co- zum Cheftrainer. Dessen ernüchternde Bilanz: zwölf Pflichtspiele, ein Sieg. Ende 2020 musste Lichte seinen Platz räumen, schon wenige Tage zuvor trennte sich Mainz vorzeitig von Schröder.

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Auch auf Schalke scheiterte ein Schröder-Kandidat

Durchwachsen verlief Schröders Trainerbilanz auch auf Schalke. Die Trennung von Dimitrios Grammozis im März 2022 erwies sich im Saisonendspurt als richtige Entscheidung. Schröder setzte auf Mike Büskens als Interimstrainer – Schalke stieg direkt wieder auf.

Als Cheftrainer für die Bundesliga verpflichtete Schröder allerdings überraschend Frank Kramer. Ein Missverständnis, das bereits nach 110 Tagen und dem vorletzten Platz endete. Wenige Tage später trat Schröder aus privaten Gründen von seinem Posten als Sportdirektor auf Schalke zurück.

Trainersuche unter ungünstigen Vorzeichen

Nun richtet sich der Blick erneut auf ihn. Interimsweise übernimmt zunächst Schröders Mainz-Weggefährte Lichte als Trainer. Als potenzielle Kandidaten für die Nachfolge kursieren unter anderem die Namen Ole Werner, Horst Steffen oder Alexander Blessin.

Der neue Trainer muss mit einem Kader arbeiten, den er weder zusammengestellt noch in der Vorbereitung geformt hat. Eine vermeidbare Situation, in die sich die Gladbacher Führung selbst manövriert hat. Und keine gute Verhandlungsposition für Schröder bei der Suche nach einem neuen Trainer.

Dabei muss die Entscheidung gerade jetzt sitzen.

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