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Bundesliga - Gladbach-Coach Alexander Blessin nach Tor von Said El Mala stinksauer: "Das geht mir wirklich auf den Sack"

Aktualisiert:

von Tobias Wiltschek

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Nagelsmann vor Bundesliga-Comeback?

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


Alexander Blessin erlebt im rheinischen Derby beim 1. FC Köln ein bitteres Debüt als Gladbach-Trainer. Eine Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns bringt ihn in Rage.

Said El Mala war der gefeierte Held beim 1. FC Köln nach dem Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach.

Mit seinem Tor in der 67. Minute traf der Neu-Nationalspieler zum 2:1-Endstand. Die Szene, die die Kölner jubeln ließ, rief beim Gegner die entgegengesetzten Gefühle hervor.

Gladbachs Trainer Alexander Blessin haderte im ersten Spiel für seinen neuen Verein vor allem mit der Entscheidung, die dem Tor vorausging. Weder der Unparteiische Florian Badstübner noch Video-Referee Patrick Hanslbauer, der die Szene anschließend noch einmal überprüfte, sahen bei der Entstehung des Tores ein Foulspiel.

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Krauß gegen Hashioka: Wer foult hier wen?

Darum ging es: Der bei Köln eingewechselte Tom Krauß lief auf der linken Seite Richtung Strafraum, als El Mala mit dem Ball am Fuß von links kreuzte und nach innen zog. Bevor der 20-Jährige zum Schuss ansetzte, kam es zu einem Zusammenprall zwischen Krauß und Gladbachs Daiki Hashioka.

Nach Meinung von Blessin war die Aktion des Kölners irregulär, das anschließende Tor hätte folglich nicht zählen dürfen, ärgerte sich der Gäste-Coach.

"Das muss mir mal einer erklären. Ich war jetzt drei Monate raus. Vielleicht gab es da eine neue Regeländerung, keine Ahnung. Aber es ist kein Blocken, was ich noch verstehen könnte", sagte Blessin bei "DAZN": "Er läuft aktiv in ihn rein. Das ist für mich ein klares Foul. Die Stärke von El Mala kennen wir. Wenn er nach innen geht, kann er (Hashioka, Anm. d. Red.) begleiten und versuchen zu blocken. Jetzt kommt Krauß aus der Tiefe und geht aktiv in ihn rein. Bamm!"

Auf die Frage, ob es zu der Szene schon einen Austausch mit dem Schiedsrichter-Gespann gegeben habe, redete sich Blessin dann richtig in Rage: "Was soll ich jetzt da erzählen. Letzten Endes geht es mir wirklich auf den Sack, weil das ein klares Foul ist."

Trainer Alexander Blessin bei seinem Gladbach-Debüt in Köln

Bild: Laci Perenyi


Bundesliga: Alexander Blessin hatte Badstübner schon einmal heftig kritisiert

Brisant: Blessin regte sich in seiner Trainer-Karriere nicht zum ersten Mal über Badstübner auf. Als Coach des FC St. Pauli hatte er nach der 1:2-Heimniederlge gegen den SC Freiburg im vergangenen März öffentlich die Unparteilichkeit des Schiedsrichters in Frage gestellt und war anschließend vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro belegt worden.

Die Kölner sahen die umstrittene Szene naturgemäß etwas anders. Für Trainer Rene Wagner war es kein Foul. "Ich glaube, dass der Gegenspieler eher dem Tom in den Lauf reinläuft. Tom ist in der Bewegung, will dann durchlaufen, und dann dreht er sich da rein", sagte er.

Und Siegtorschütze El Mala fragte: "Was soll er machen? Meiner Meinung nach ist das kein Foul. Tom läuft geradeaus, und der Gegner dreht sich in ihn rein. Das ist für mich kein Foul."

El Mala dürfte sich auch deswegen so sehr über die Anerkennung seines Tores gefreut haben, weil er nur zehn Minuten zuvor bereits die große Chance zur Führung verpasst hatte, als er den frei mitgelaufenen Marius Bülter nicht sah und an Torwart Moritz Nicolas scheiterte.

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