Fußball
Bundesliga - Urteil zu 50+1: Fanbündnis fordert Reaktion der Liga
Aktualisiert:
von SID17:30 SAT.1 Live Hessen und Rheinland-Pfalz
Neue Fußballregeln in der Bundesliga
Videoclip • 02:29 Min • Ab 12
Das Bundeskartellamt hat die 50+1-Regel für zulässig erklärt und damit die Ausnahmen rund um Leverkusen, RB Leipzig, etc. unter Druck gesetzt. Das Fanbündnis "Unsere Kurve" legt nach und fordert eine Reaktion der Liga.
Das Fanbündnis "Unsere Kurve" hat die Fußball-Bundesliga nach dem Urteil des Bundeskartellamts zur 50+1-Regel zu einer zügigen "Reaktion" aufgefordert. Das Bundeskartellamt habe "gewissermaßen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung verfasst", wie mit den Klubs VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und RB Leipzig umzugehen sei.
Diese müsse nun "zeitnah" umgesetzt werden. "Hier richten wir die klare Erwartung ans Bundesliga-Präsidium, dass man im Sinne der 32 regelkonformen Standorte handelt", teilte das Bündnis mit.
Das Bundeskartellamt hatte die viel diskutierte 50+1-Regel im deutschen Profifußball am 12. August in seiner finalen Einschätzung für zulässig erklärt.
Voraussetzung hierfür sei allerdings, "dass sie konsequent und ohne Unterschiede - sofern es für diese keinen sachlichen Grund gibt - angewendet wird". Das Prüfverfahren lief seit 2018.
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Wolfsburg droht nach Urteil, Leverkusen fordert Kompromisse
Nach Ansicht von "Unsere Kurve" habe das Bundeskartellamt festgestellt, "dass die bestehenden Ausnahmen in dieser Form nicht statthaft sind". Das Amt habe 50+1 "in einer Deutlichkeit gestärkt, die jedem Investor Angst einflößen sollte."
Von der mit dem VfL Wolfsburg verbandelten Volkswagen AG war nach dem Urteil eine zarte Drohung gekommen. Man hoffe, dass die Bundesliga-Gruppe "eine faire, praktikable und langfristig tragfähige Lösung" erarbeiten werde. Leverkusen forderte einen Kompromiss, der "zugleich den historisch gewachsenen Strukturen und den Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt". RB Leipzig zeigte sich "unaufgeregt".
Diese Stellungnahmen wies das Fanbündnis zurück. "Um es in aller Deutlichkeit zu formulieren: Es braucht nun keine weiteren Verhandlungen, um Rechtssicherheit herzustellen", hieß es. Es liege nun an den 32 übrigen Bundesliga-Mitgliedern, bei der kommenden Jahreshauptversammlung "Satzungsänderungen und Entschlüsse zu fassen, die den Wettbewerb wieder zugunsten aller fair gestalten."
Auch gelte es nun, die Lizenzordnungen im Sinne des Bundeskartellamts weiterzuentwickeln – "auch wenn dies einschneidende Sanktionen für reformunwillige Standorte bedeuten könnte."
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