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Fußball

BVB verpatzt Bundesliga-Auftakt: Ein Sinnbild des Transfersommers - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Chris Lugert

2. Bundesliga

FC Kaiserslautern: Coach reagiert auf Spieler-Kritik - "Ein Haufen Sch***e"?

Videoclip • 01:18 Min


Borussia Dortmund lässt zum Bundesliga-Auftakt einen eigentlich schon sicher geglaubten Sieg liegen. Die Schlussphase auf St. Pauli war ein Sinnbild für den verpatzten Transfersommer des BVB.

Von Chris Lugert

Filippo Mane war wirklich nicht zu beneiden. Der Youngster des BVB durfte am Samstag erstmals überhaupt in seiner Karriere in der Bundesliga ran und erlebte einen Abend zum Vergessen.

Der 20 Jahre alte Italiener bekam zum Saisonauftakt auswärts gegen den FC St. Pauli das Vertrauen von Trainer Niko Kovac geschenkt und war am Ende der entscheidende Mann - wenn auch auf eine ganz andere Art als erhofft.

Beim Stand von 3:1 für Borussia Dortmund hielt der Abwehrspieler in der Schlussphase seinen Gegenspieler Abdoulie Ceesay fest und verursachte damit nicht nur einen Elfmeter, sondern bekam auch noch Rot - weil Ceesay ohne das Halten wohl frei zum Abschluss gekommen wäre.

Von draußen musste Mane mit ansehen, wie nicht nur der Elfmeter verwandelt wurde, sondern auch noch der Ausgleich fiel. Dass der junge Abwehrspieler zuvor bereits beim 1:1 das entscheidende Kopfballduell verloren hatte, passte da ins Bild.

Transferpolitik des BVB rächt sich bitter

Und doch ist Mane keineswegs der Hauptschuldige daran, dass die Dortmunder leichtfertig zwei von drei möglichen Punkten verspielten. Stattdessen ist er der Leidtragende einer Transferpolitik, die sich nun bitter rächt.

Denn Mane spielte nicht, weil er sich in der Vorbereitung besonders aufgedrängt und den Konkurrenzkampf auf einer üppig besetzten Position für sich entschieden hätte. Vielmehr gehen Kovac die Alternativen aus.

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Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

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    Minjae Kim (FC Bayern)
    Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...

    RHR-Foto

  • Atalanta Bc vs FC Bayern Munchen Kim Min-jae of FC Bayern Munchen celebrates at the end of the UEFA Champions League Phase Round of 16 first leg match between Atalanta BC and between Atalanta BC an...

    Minjae Kim (FC Bayern)
    ...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.

    Marco Canoniero

  • Schlug in Leipzig voll ein: Yan Diomande

    Yan Diomande (RB Leipzig)
    Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

    AFP/SID/RONNY HARTMANN

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    Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
    Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

    IMAGO/Buzzi

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    Luka Vuskovic (Hamburger SV)
    Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

    IMAGO/HMB-Media

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    Said El Mala (1. FC Köln)
    Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

    IMAGO/Revierfoto

  • Borussia Mönchengladbach v VfL Wolfsburg - Bundesliga

    Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
    Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

    2025 Getty Images

  • Leicester City v Wrexham AFC - Sky Bet Championship

    Jeremy Monga (Leicester City)
    Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

    2025 Getty Images

  • Leicester City v Wrexham AFC - Sky Bet Championship

    Jeremy Monga (Leicester City)
    ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

    2025 Getty Images

  • Borussia Dortmund v Bayer 04 Leverkusen - DFB Cup: Round of 16

    Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
    Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

    2025 Getty Images


Nico Schlotterbeck fällt mit seiner Knieverletzung noch länger aus, jüngst erwischte es auch noch Niklas Süle. Damit ist Mane neben Waldemar Anton der einzige verbliebene, gelernte Innenverteidiger des BVB. Und muss deshalb spielen.

Dass diese Alternativen fehlen, ist der sportlichen Leitung um Sportdirektor Sebastian Kehl zuzuschreiben, denn die Kaderplanung ist sein Aufgabenbereich. Doch auch knapp anderthalb Wochen vor Ende des Transferfensters sind Neuzugänge Mangelware, im Gegenteil: Abgesehen von Jobe Bellingham existieren sie nicht.

BVB: Druck von Neuzugängen fehlt

Keine Verstärkung in der Abwehr, keine neue Konkurrenz im Angriff. Der BVB erlebt aktuell einen personellen Stillstand, der die Ziele akut gefährdet. Nach dem mühsamen Sieg im DFB-Pokal bei Drittligist Rot-Weiss Essen folgte auf St. Pauli der nächste zähe Auftritt.

Denn auch wenn vor Manes folgenschwerem Fehler die Zeichen auf Sieg standen, so war die Leistung keineswegs berauschend. Und ohnehin sollten die Kiezkicker aus Hamburg nicht der Anspruch für einen Champions-League-Teilnehmer sein.

Was der BVB bräuchte, wären neue Impulse und Spieler, die den Arrivierten im Kader Druck machen. Stattdessen herrscht in der Mannschaft eine Bräsigkeit vor, die sich auf den Platz überträgt. Statt Hurra-Fußball gibt es aktuell Leistungen, die so attraktiv sind wie Besuche bei ungeliebten Verwandten.

Aber das ist kein neues Phänomen, die Entwicklung geht bereits seit Jahren in eine falsche Richtung. Aktuell aber werden die Versäumnisse besonders deutlich. Denn vermischt sich durchschnittliche Qualität und Quantität auch noch mit überdurchschnittlich vielen Verletzten, kommt das Bild dabei heraus, das der BVB aktuell abgibt.

BVB: Kehrt Carney Chukwuemeka zurück?

Dann muss in der Abwehr plötzlich ein Debütant ran, der vielleicht noch gar nicht bereit ist. Und der letztlich ein paar schlaflose Nächste vor sich haben dürfte.

Bis Anfang September haben Kehl und Kollegen noch Zeit, den BVB-Kader auf Vordermann zu bringen. Und Kandidaten wie Carney Chukwuemeka soll es geben. Ob das am Ende genug sein wird, wird sich zeigen.

Sonst sind es bald die BVB-Fans, die nicht zu beneiden sind.

Auch interessant: BVB vs. Juventus - diese Schwäche könnte Dortmund die Saison kosten

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