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FC Bayern vs. 1860 München: Hausdurchsuchung nach Schmäh-Banner von Sechzig-Fans bei Meisterfeier

Aktualisiert:

von Christoph Gailer

:newstime

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Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Der Banner-Streich von Fans von 1860 München bei der Meisterfeier des Erzrivalen FC Bayern München im Mai 2026 hat nun ein juristisches Nachspiel.

Während der Meisterfeier des FC Bayern München am 17. Mai 2026 kam es am Marienplatz zu kuriosen Szenen.

Fans des Stadtrivalen 1860 München war es gelungen, einen riesigen Banner mit einem Schmäh-Schriftzug im Fanbereich auszubreiten.

"FC Bauern Hurensöhne" war darauf zu lesen, eingebettet in das Logo des FC Bayern München. Wie nun die "Bild" berichtet, beschäftigt dieser Streich von vor fast einem halben Jahr nach wie vor die bayerische Justiz.

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1860-Banner: Hausdurchsuchung bei Tatverdächtigem

Der Rekordmeister hat nach den Vorkommnissen vom Marienplatz Strafantrag wegen Beleidigung gegen Unbekannt gestellt, wie der Verein der "Bild" auch bestätigte.

Dabei nahm FCB-Präsident Herbert Hainer den Schmäh-Banner zunächst noch humorvoll - und mit einem Seitenhieb gegen die "Löwen". "Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben", sagte der 70-Jährige damals.

Ganz so locker scheint man die Angelegenheit an der Säbener Straße nicht zu sehen, wie die erfolgte Anzeige belegt. Im Rahmen der Ermittlungen folgte dem Bericht nach kürzlich eine Hausdurchsuchung bei einem Tatverdächtigen.

Infolge eines Eilbeschlusses des Münchner Amtsgerichtes kam es zur Durchsuchung der Wohnung des 1860-Fans, gesucht wurden demnach Computer sowie weitere elektronische Geräte, um möglicherweise Kaufbelege, Überweisungen und Chats als Beweismittel im Fall des Schmäh-Banners sicherstellen zu können.

FC Bayern: 1860-München-Banner bei Meisterfeier 2026

Bild: twitter@FCBayernXtra


"Erfüllt keinen Straftatbestand": Fan-Anwalt kritisiert Hausdurchsuchung

An der nun erfolgten Hausdurchsuchung gibt es aus juristischen Kreisen Kritik, etwa von Sebastian Wagner, der regelmäßig Fans des TSV 1860 strafrechtlich vertritt.

"Das geschilderte Verhalten erfüllt keinen Straftatbestand. Bei der FC Bayern AG handelt es sich auch nicht um ein beleidigungsfähiges Kollektiv", erklärte der Jurist: "Man gewinnt den Eindruck, der FCB sagt 'hüpf', und die Münchner Justiz fragt 'wie hoch?'.“

Auch der Tatverdächtige zeigte sich kampfeslustig, ließ über seinen Anwalt ausrichten: "Ein Derby dauert 90 Minuten. Vor Gericht würde ich es mit dem FC Bayern aber auch in der Nachspielzeit aufnehmen."

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1860 vs. FC Bayern: Was passiert nun mit dem Schmäh-Banner?

Offen ist nun, was mit dem Schmäh-Banner passiert, das direkt nach dem gelungenen Streich der 1860-Fans konfisziert wurde. Eigentlich hatte die "Blaue Hilfe 1860" die Herausgabe des Banners mit den Münchner Behörden bereits vereinbart, dann jedoch kam die Anzeige der Bayern dazwischen.

Wie die "Bild" berichtet, reklamierte auch der Rekordmeister die Herausgabe des Banners, damit dieses nicht mehr im Umlauf sei.

Die Anzeige erfolgte darüber hinaus wohl auch deshalb, weil die Bayern generell die Verunglimpfungen ihres Logos nicht tolerieren wollen und sich gegenüber den eigenen Fans in der Verantwortung sehen.

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