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Champions League

Der FC Bayern hat ein Abwehrproblem: Erkenntnisse zum CL-Remis gegen Viking FK

Veröffentlicht:

von Gianluca Fraccalvieri

ran Fußball

Eberl teilt heftig aus: "Drecksack"

Videoclip • 03:50 Min


Der FC Bayern hat in der Champions League erneut seine aktuellen Abwehrprobleme unter Beweis gestellt. Dazu läuft es aber auch offensiv einfach nicht rund beim Rekordmeister. Die Erkenntnisse zum Remis gegen Viking FK.

Nach seinem Ausrutscher gegen den FC Augsburg in der heimischen Liga hat der FC Bayern auch in der Champions League gegen Neuling Viking Nerven gezeigt.

Der Rekordmeister lag zur Halbzeit gegen den Underdog mit 0:2 zurück, drehte dann in der zweiten Hälfte zwischenzeitlich das Spiel, darf sich am Ende aber bei Michael Olise bedanken, dass es erneut nur zu einer Punkteteilung reichte.

Der FCB ist mit vier Punkten in der Königsklasse zwar immer noch ungeschlagen, die Fehlstarts in Augsburg und Stavanger passen aber zusammen. Die Formkurve zeigt aktuell schlichtweg in die falsche Richtung.

ran präsentiert die Erkenntnisse zum Spiel.

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Bayern hat ein Abwehrproblem

Schon zu Beginn von Vincent Kompanys Karriere beim FC Bayern gab es hitzige Diskussionen über die Defensivvision des Belgiers, die von vielen als zu riskant wahrgenommen wurde. Der Trainer passt seine Taktik anschließend an, wodurch Ruhe einkehrte.

Spätestens seit Dienstagabend ist diese Diskussion aber wieder in vollem Gange. Nach dem schnellsten Gegentor der Buli-Geschichte gegen Augsburg klingelte es erneut nach nicht mal zwei Minuten im FCB-Tor. Jonas Urbig war zwar unschuldig, dafür sah die gesamte Hintermannschaft beim Ecktor nicht besonders gut aus. Zuvor hatte Kim sich bereits einen unnötigen Ballverlust geleistet.

Beim 0:2 schlief dann erneut die gesamte Mannschaft. Dass Nathaniel Brown nach einem eigenen Eckball als Einziger den Konter stoppen soll, ist inakzeptabel, dazu ließ der Nationalspieler sich auch viel zu leicht abkochen. Die Bayern stehen derzeit generell viel zu offen bei Kontern und vernachlässigen die Restverteidigung.

Viking hatte nur acht Schüsse gegen satte 28 bei den Bayern und einen xG von 0,56 gegenüber 3,51 – trotzdem trafen sie gleich dreimal. Die Defensive schlief viel zu oft, lediglich Konrad Laimer machte einen ordentlichen Job und musste sogar als Außenverteidiger einspringen, weil dort aktuell sonst niemand ordentlich verteidigen kann.

Kompany probierte es dann zur zweiten Halbzeit auch mit Davies und Stanisic, beide sahen beim späten Ausgleich aber überhaupt nicht gut aus, zumal Stanisic in der Nationalmannschaft (0:7 gegen England) wahrlich kein Vertrauen gesammelt hat. Zumindest Laimer könnte davon profitieren und in naher Zukunft mehr Minuten bekommen.

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DFB-Spieler tragen WM-Blues zu den Bayern

Schlechte Vibes aus der Nationalmannschaft mit zum Verein bringen, können aber auch die DFB-Spieler. Tah und Brown spielten eine unterirdische erste Hälfte und durften danach direkt in der Kabine bleiben, Kimmich verlor zudem den Ball vor dem 3:3 entscheidend, auch wenn er eine starke Flanke zum 2:2 lieferte.

Kaum besser machten es auch die beiden Youngster Bischof und Karl. Bischof durfte für den verletzten Pavlovic ran und zeigte sich durchaus selbstbewusst, viel gelang ihm aber nicht. Gleiches Bild bei Karl, der ebenfalls bemüht war, ohne aber das Spiel positiv zu beeinflussen.

Urbig kann wenig Eigenwerbung betreiben

Manuel Neuer stand nach seinem schlimmen Patzer gegen Augsburg zuletzt heftig in der Kritik, weshalb es sicherlich nicht böse darum war, dass er in der Königsklasse mal nicht im Mittelpunkt stand. Stattdessen hatte sein designierter Nachfolger Jonas Urbig die Chance, sich zu beweisen, sammelte aber kaum Argumente.

Ja, er war bei allen drei Treffern unschuldig, glänzen konnte er aber wahrlich auch nicht. In seinen drei Spielen in dieser Saison hat er nie zu Null gespielt und insgesamt fünf Kisten kassiert. Trotz der schwachen Defensivleistung hätten sich die Bosse sicherlich darüber gefreut, wenn er für mehr Klarheit in die Torhüter-Debatte gesorgt hätte.

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Die Bayern-Offensive ist viel zu abhängig von Harry Kane

Wie stünden die Bayern ohne Harry Kane da? Das will man sich aktuell wohl kaum ausmalen, schließlich ist der Engländer (wieder mal) die komplette Lebensversicherung des Teams. Nach neun Pflichtspielen steht er schon wieder bei zwölf Scorerpunkten, darunter sein Doppelpack in Stavanger, sein wichtiges Tor gegen Elversberg und seine zwei Assists gegen Augsburg. Denkt man sich die alle weg, würde an der Säbener Straße ein ganz anderer Wind wehen.

Sollte der Stürmer tatsächlich mal ausfallen, wäre aktuell kein verlässlicher Ersatz da. Ismael Saibari, Serge Gnabry oder Lennart Karl suchen noch ihre Form, dazu ist die Situation um Jamal Musiala sehr unklar. Wenn sich dann auch noch Michael Olise einen Schnitzer wieder am Dienstagabend leistet, steht das Team auf einmal ohne vernünftige Alternativen da.

Dabei ist es nicht so, als wären die Chancen nicht da, die Offensive ist schlichtweg zu ineffektiv – vor allem auswärts. Auf Schalke (0:0), in Elversberg (2:1) und in Augsburg erzielte Bayern vier Tore bei 9,6 xG, also 5,6 weniger als erwartbar.

Die Münchner lassen aktuell schlichtweg ihr Selbstverständnis aus der Vorsaison vermissen.

Auch interessant: Eine große Schwäche muss der FCB dringend abstellen - ein Kommentar

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