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Bundesliga

FC Bayern München: Debatte um Rolle von DFB-Kapitän Joshua Kimmich unter Bundestrainer Jürgen Klopp erzürnt Max Eberl

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek, Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Kapitaler Neuer-Bock! Vincent Kompany reagiert

Videoclip • 01:08 Min


Während sich Joshua Kimmich unbeeindruckt von den Diskussionen um seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klopp zeigt, wird Bayern-Sportvorstand Max Eberl deutlich und stärkt den DFB-Kapitän mit klaren Worten.

44 Spieler hatte Jürgen Klopp ursprünglich in den XXL-Kader für seine ersten Länderspiele als Bundestrainer berufen.

Am Ende aber konzentrierten sich die Debatten hauptsächlich auf einen: Joshua Kimmich.

Denn der Kapitän wurde erst bei der Niederlage gegen Griechenland zum Unglücksraben, als er den entscheidenden Schuss ins eigene Tor abfälschte, und anschließend gegen Serbien nicht vermisst, als das DFB-Team ohne ihn den ersten Sieg unter Klopp einfuhr.

Viel ist seitdem darüber diskutiert worden, ob der 31-Jährige überhaupt noch unverzichtbar sei für die deutsche Nationalmannschaft. Kimmich wollte eigentlich ja auch gar nicht vorzeitig abreisen.

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Joshua Kimmich zeigt sich von DFB-Debatte unbeeindruckt - Max Eberl wird deutlich

Nach dem Gastspiel seines FC Bayern München zum Bundesliga-Restart beim FC Augsburg meldete sich Kimmich selbst erstmals seit den turbulenten Tagen wieder zu Wort.

"Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt es ja trotzdem mit, dass ein bisschen was los war", sagte der Mittelfeld-Star der Münchner nach der Partie in einer Medienrunde über die Diskussion um seine Person.

Er sei doch jetzt schon lange genug dabei und wisse daher, "wie das Geschäft funktioniert", so Kimmich weiter. "Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist auf meine Leistung. Das mache ich, das habe ich die letzten elf Jahre gemacht. Das werde ich weiterhin so machen."

Sein Boss, Sportvorstand Max Eberl, moderierte die Debatten um den Führungsspieler indes nicht so demonstrativ souverän ab, wie der Spieler selbst.

"Ich habe viel mehr verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich in Frage gestellt wurden. Und das finde ich absolut absurd", polterte der Bayern-Boss auf die Frage, was er von den Diskussionen um den mittlerweile dienstältesten Nationalspieler halte.

Kimmich sei ein Leader, der vorneweg gehe, fuhr Eberl fort: "Ja, er ist irgendwie das Gesicht, wenn man es so sagen will, einer Mannschaft, die jetzt in den letzten Jahren bei den Turnieren nicht so erfolgreich war. Aber Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler und wir sollten froh sein, dass wir so ein Spieler bei uns in den Reihen haben."

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Klopp lässt sich nicht auf Diskussion über Kimmich-Rolle ein

Das sieht sicherlich auch Bundestrainer Klopp so, der Kimmich zwischen den Spielen gegen Griechenland und Serbien lobte: "Er hat einen großartigen Eindruck gemacht und ist ein toller Kapitän. Es ist alles gut."

Man habe aber bewusst die Entscheidung getroffen, "jetzt diesen Schnitt machen". Für Kimmich war diese Entscheidung dennoch schwer zu verkraften, auch wenn er von Klopps Plänen, ihn nur für die ersten beiden Nations-League-Spiele zu berücksichtigen, natürlich vorab wusste.

"Ich hatte bis zuletzt gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben. Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte", sagte der Routinier. Seine Hoffnung, so hatte er erklärt, bestand darin, für den verletzten Klub-Kollegen Jamal Musiala noch in den Kader für die beiden restlichen Länderspiele zu rutschen.

Dass er diese Hoffnung auch Klopp gegenüber formuliert hatte, gab der Bundestrainer öffentlich bekannt und mahnte seinen Kapitän augenzwinkernd in einem "ARD"-Interview: "Je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will."

Klopps Scherz befeuert Debatte um Kimmich

So lustig, wie ihn Klopp wohl gemeint hat, kam der Spruch allerdings nicht überall an. Seitdem wird in der Öffentlichkeit noch eifriger diskutiert, ob Kimmich vor allem aufgrund seiner mangelnden Schnelligkeit tatsächlich noch ins überfallartige Powerfußball-Konzept von Klopp passt.

Beim 2:0-Sieg gegen Serbien jedenfalls wurde Kimmich von seinen Bayern-Kollegen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof im Mittelfeldzentrum derweil mehr als ordentlich vertreten.

Und Klopp? Hätte der Bundestrainer im Nachgang nicht doch seinem etatmäßigen Kapitän Kimmich mehr und deutlicher den Rücken stärken müssen?

"Nein, überhaupt nicht", betonte der 116-malige Nationalspieler am Samstag in Augsburg und verwies darauf, dass "der Trainer die Hintergründe ja von Anfang an ganz klar kommuniziert" habe.

"Am Ende", so Kimmich, "spielen immer die Besten, und in den letzten zehn Jahren ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören. Das ist mein Ziel und dafür arbeite ich jeden Tag."

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