Bundesliga
FC Bayern München plant offenbar Bundesliga-Offensive im Ausland
Veröffentlicht:
von Mike Stiefelhagenran Fußball Bundesliga
FC Bayern - Hainer zur Asien-Reise: "Kein anderer Club hat das gemacht...!"
Videoclip • 01:32 Min
Der FC Bayern München will die internationale Vermarktung der Bundesliga stärker vorantreiben. Angeblich arbeiten die Münchner bereits an konkreten Konzepten für gemeinsame Projekte mit anderen deutschen Klubs.
Der FC Bayern München ist augenscheinlich unzufrieden mit der Internationalisierung der Bundesliga.
Wie "Sport1" berichtet, möchten die Münchner der eigentlichen Konkurrenz Vorschläge zu einer gemeinsame Strategie liefern, um profitabler zu handeln.
Ziel ist eine gemeinsame Strategie für mehr Sichtbarkeit der Bundesliga auf internationalen Märkten.
Eine Variante sind kleinere Turniere im Ausland. Bayern könnte dabei als Gastgeber oder Initiator auftreten und weitere Bundesliga-Klubs einbinden. Dieses Modell wird aktuell wohl geprüft.
Die Münchner wollen damit offenbar über klassische Sommerreisen einzelner Vereine hinausgehen. Gemeinsame Auftritte könnten der Liga helfen, sich in wichtigen Märkten geschlossen zu präsentieren.
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FCB-Boss Hainer fordert mehr Einsatz von der Bundesliga
Bayern selbst investiert bereits seit Jahren in seine internationale Präsenz. Der Klub unterhält Büros in Shanghai, Bangkok und Seoul und absolvierte in diesem Sommer seine zehnte Audi Summer Tour.
Marketing-Vorstand Rouven Kasper hatte während der Asien-Reise bereits angekündigt, dass Bayern mehr Verantwortung übernehmen will: "Wir müssen, glaube ich, auch mehr in die Situation kommen, dass wir als Speerspitze noch aktiver in die Bundesliga reindiskutieren". Auch Präsident Herbert Hainer nahm die Konkurrenz deutlich in die Pflicht: "Internationalisierung ist kein Solo – die Liga muss mitziehen".
Hainer sieht vor allem gegenüber der Premier League Nachholbedarf. Die englische Liga ist international deutlich stärker vermarktet und erreicht auf vielen Märkten eine größere Präsenz: "Es kann nicht sein, dass der FC Bayern den Wagen allein zieht, sondern wir brauchen hier eine deutlich aktivere Unterstützung der gesamten Bundesliga – nicht nur von einem oder zwei Vereinen, sondern von der ganzen Bundesliga."
Wann die Münchner ihre Konzepte den anderen Klubs präsentieren wollen, ist bislang offen. Klar ist dagegen die Richtung: Bayern will die Debatte nicht mehr nur mit Forderungen führen, sondern eigene Projekte auf den Tisch legen.
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