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"Nicht bundesligatauglich": Abwehr von Eintracht Frankfurt wird zur Dauerbaustelle

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:00 Min


Eintracht Frankfurt geht bei RB Leipzig unter und offenbart gravierende Abwehrprobleme. Kapitän Robin Koch wird zum Sinnbild der Defensiv-Krise.

Das Abwehrverhalten war "nicht bundesligatauglich", die Führungsspieler hatten "wieder versagt", und Trainer Adi Hütter statuierte ein Exempel an seinem formschwachen Kapitän.

Nach dem defensiven Offenbarungseid beim 0:6 (0:4) bei RB Leipzig schwankten die Stars von Eintracht Frankfurt zwischen Fassungslosigkeit und schonungsloser Selbstkritik. "So kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Wir müssen ganz, ganz schnell etwas ändern", sagte Torhüter Noah Atubolu bei "Sky": "Wir müssen uns schämen."

Die Eintracht hat in der noch jungen Saison früh eine kritische Phase erreicht. 16 Gegentore nach nur fünf Spielen sind ein indiskutabler Wert, in jedem Bundesliga-Duell kassierte Frankfurt mindestens ein Gegentor, die bislang deutlichste Niederlage und schwächste Leistung in Leipzig war lediglich der Tiefpunkt eines negativen Trends.

"Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass wir in der zweiten Halbzeit gefühlt mit zwei Mann weniger auf dem Platz stehen", sagte Atubolu.

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Hütter: SGE-Abwehr "nicht bundesligatauglich"

Nur fünf Minuten hatten Ezechiel Banzuzi und der glänzend aufgelegte Christopher Nkunku für den frühen Leipziger Doppelschlag benötigt. Am Ende war das halbe Dutzend Gegentore durch zwei weitere Nkunku-Treffer sowie Tore von Antonio Nusa und Tidiam Gomis perfekt.

"Die Gegentore waren viel zu einfach", sagte Hütter und wurde deutlich, "wenn du hier in Leipzig so verteidigst und in solche Konter läufst, ist das, was das Verteidigen betrifft, einfach nicht bundesligatauglich."

Vor allem Kapitän Robin Koch durfte sich angesprochen fühlen. Der Abwehrchef steht sinnbildlich für die Defensiv-Krise, die Frankfurt schon in der Vorsaison begleitet und letztlich zum Verpassen des Europapokals entscheidend beigetragen hatte.

Der 15-malige Nationalspieler war gegen RB überfordert - und erhielt mit der Auswechslung zur Halbzeit die Höchststrafe.

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Höchststrafe für Kapitän Robin Koch

Er habe Koch "erlöst", sagte Hütter später: "Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich einfach etwas anderes. Wenn du 16 Tore bekommst und Leader in der Abwehr bist, dann setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich erwarte mehr von Robin."

Als alleiniger Sündenbock sollte Koch aber nicht herhalten. Frankfurt, das nach dem frühen Schock in der ersten Halbzeit phasenweise sogar das bessere Team war, versagte im Kollektiv.

"Jeder Einzelne ist gefragt. Letztendlich verteidigst du gemeinsam und greifst gemeinsam an", sagte Sportvorstand Markus Krösche.

Nationalspieler Jonathan Burkardt nahm nach einem "Spiel zum Vergessen" sich und die weiteren Leistungsträger in die Verantwortung: "Die Führungsspieler haben ganz klar wieder versagt." Und auch Hütter stellte sich vor sein Team: "Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Ich bin der Verantwortliche."

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Hütter wirbt in Frankfurt um Geduld

Auf den Österreicher wartet weiterhin viel Arbeit. Im Sommer war er als Nachfolger von Albert Riera in seine zweite Amtszeit bei der Eintracht gestartet, sein Comeback geht jedoch einher mit einem großen Umbruch im Kader.

Hütter warb um Geduld, zeigte zugleich aber Verständnis für die "berechtigte" Kritik: "Wo sind die Argumente bei einem 0:6? Da hat man nicht viele. Trotz allem glaube ich an die Mannschaft."

Kredit ist auch bei Fans und Verantwortlichen noch vorhanden. Die Eintracht muss sich jedoch dringend steigern, um ihn nicht zu verspielen.

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