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Borussia Dortmund in der Champions League gegen Betis Sevilla: Wiedersehen mit Marc Bartra

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball Bundesliga

BVB: Kovac mit Umarmung für Kimmich - "menschliche Geste"

Videoclip • 01:01 Min


Borussia Dortmund erwartet eine schwierige Champions-League-Aufgabe - und ein besonderes Wiedersehen.

Der Adrenalinspiegel ist auf einem gesunden Niveau, der Kopf wieder klar. Und doch steht für Borussia Dortmund die Ansage von Abwehrchef Nico Schlotterbeck im Rausch des Last-Minute-Ausgleichs beim FC Bayern: "Ich glaube, wir werden in Deutschland unterschätzt." Na dann: Ab in den nächsten BVB-Rütteltest, diesmal in der Champions League!

Schließlich bietet der Ballsaal des europäischen Fußball-Adels eine ideale Bühne, um mit einem ansprechenden Tänzchen sowohl national als auch international am Renommee zu feilen. Ein Sieg gegen die widerspenstigen Andalusier von Betis Sevilla am Mittwoch (21.00 Uhr), dann wäre die Form bestätigt - und der Fehltritt des vergurkten Spiels bei Bodö/Glimt vor drei Wochen vergessen. "Es gibt nur eine Richtung: Wir wollen das Spiel gewinnen", sagte Trainer Niko Kovac.

Weiter so!, heißt die Losung. Weiter wie gegen den FC Bayern, bei dem sie Glück hatten, durchaus, aber eben auch zäh waren, leidensfähig und bis zum Ende gefährlich. "Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bekommen, sind wir richtig gut", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken: "Das gibt mir Mut für die nächsten Wochen."

Das Wörtchen "wenn" allerdings hat manches Traumschlösschen zerpiekst, und außerdem muss der BVB mit großen Emotionen fertig werden: Marc Bartra kehrt zurück - der einzige verletzte Spieler beim Bomben-Anschlag auf die BVB-Mannschaft 2017. "Er ist ein ganz feiner Mensch. Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen!", sagte Vereinspräsident Hans-Joachim Watzke dem "SID".

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Über den Anschlag möchte Bartra nicht mehr sprechen

Allerdings bat Watzke den Stamm-Innenverteidiger von Betis auch augenzwinkernd um Zurückhaltung aus alter Zuneigung: "Marc soll seine Kopfballtore lieber gegen andere Gegner machen." Gleich zwei waren es für Bartra am ersten Champions-League-Spieltag beim OSC Lille (3:2), in der spanischen Liga traf Bartra ebenfalls bereits zweimal (einmal aber mit dem rechten Fuß).

Der 35-Jährige ließ auf Anfrage wissen, dass er eigentlich nicht mehr über das Attentat vor neun Jahren spreche. Zumindest nicht über Blut, Panik, seinen Handbruch. Er will eine andere Geschichte über seine BVB-Zeit (2016-2018) erzählen, eine Geschichte voller Liebe und positiver Erinnerungen. "Ich habe gelernt, das Leben, meine Familie, meine Mitspieler und die kleinen Dinge, die wir manchmal für selbstverständlich halten, mehr zu schätzen", sagte er dem SID. "Deshalb wird Dortmund immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben." Beim BVB, betont er, "war ich glücklich".

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Der BVB hat Titel im Blick

Mit den meisten Mitspielern von damals spreche er "ab und zu", sagt Bartra, er zählt auf: "Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis, Mikel Merino, Roman Weidenfeller, Marco Reus, Nuri Sahin, Mario Götze." Der Fußball führe Spieler "an viele Orte, aber das Schöne ist, dass manche Menschen für immer bleiben – unabhängig davon, bei welchem Verein man gerade ist".

Keiner der BVB-Profis, die damals im Bus saßen, ist heute noch in Dortmund. Ihre Nachfolger haben also nur Sportliches im Sinn: Es beginnen die kalten, grauen Monate, in denen die Samen für strahlende Erfolge im Frühjahr ausgebracht werden. Der BVB will im Meister-Rennen bleiben, im Pokal weiterkommen - und in der Champions League unbedingt ins Achtelfinale. Am besten direkt! Sechs Punkte aus drei Spielen sind dafür okay, vergangene Saison waren 16 Punkte aus acht Spielen für einen der ersten acht Plätze nötig.

Das wäre wichtig, sportlich einerseits, finanziell sowieso. Aber auch für den Ruf: Um national wie international nicht unterschätzt zu werden.

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