Conference League
Quali zur Conference League: Tumulte in Malta nach kuriosem Handelfmeter
Veröffentlicht:
von SIDran Fußball
WM 2026: Final-Schiri zu Tränen gerührt
Videoclip • 01:10 Min
Bei einem Spiel in der Qualifikation zur Conference League kommt es nach einem umstrittenen Handelfmeter zu heftigen Tumulten.
Ein umstrittener Handelfmeter hat in der Qualifikation zur Conference League zu Tumulten geführt.
Beim Erstrunden-Rückspiel zwischen den Hamrun Spartans aus Malta und dem färingischen Klub NSI Runavik zeigte Schiedsrichter Jérémy Müller (Luxemburg) in der Nachspielzeit auf den Punkt, nachdem Hamruns Kapitän Emerson den Ball zum Abstoß bereitgelegt hatte. Das Spiel war noch nicht unterbrochen gewesen, obwohl der Ball nach Ansicht der Gastgeber zuvor im Toraus war.
Petur Knudsen verwandelte den Strafstoß (90.+4) allen Protesten zum Trotz zum 2:1 (1:0)-Siegtreffer für die Gäste, die nach dem 1:1 im Hinspiel in die zweite Runde einzogen. Emerson ließ sich nach dem Elfmeter unter Tränen auswechseln, nach dem Schlusspfiff bestürmten Spieler und Offizielle der Spartans das Unparteiischen-Gespann.
Die offizielle UEFA-Statistik weist drei Rote Karten aus, die Schiedsrichter mussten unter Polizeischutz vom Platz eskortiert werden.
Nach Angaben des Klubs aus Runavik mussten Spieler, Betreuer und Fans von NSI nach dem Spiel im Stadion ausharren, da heimische Anhänger den Mannschaftsbus umstellt gehabt hätten. Zusätzliche Polizeikräfte seien angefordert worden, nach geraumer Zeit habe die Reisegruppe schließlich in den Bus steigen und zum Hotel fahren können.
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Klubchef schimpft in Richtung Schiedsrichter
TV-Bilder scheinen die Sicht der Malteser zu bekräftigen, dass der Ball vor dem Elfmeter-Pfiff im Toraus gewesen war, ehe ihn Runaviks Tobias Hestad zurück ins Feld beförderte.
"Das ist inakzeptabel", schimpfte Spartans Klubchef Marcel Bonnici bei "MaltaSport", "auf diesem Niveau erwartet man eine gute Schiedsrichter-Leistung." Es sei "unglaublich" gewesen, dass der Linienrichter seine Fahne nicht gehoben habe.
Schon das Hinspiel verlief aus Spartans-Sicht unglücklich. Die Anreise auf die Schafsinseln hatte sich wegen Nebels verzögert, schließlich war eine zusätzliche Übernachtung in Oslo notwendig geworden. Runavik darf sich jetzt auf ein Duell mit dem slowenischen Verein FC Koper freuen.
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