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Pokal-Eklat in Mannheim: Polizei und Schiedsrichter reagieren perfekt - Kommentar
Veröffentlicht:
von Kevin Obermaierran Fußball Bundesliga
Pokal-Derby in Mannheim eskaliert: Diese Bilder sorgen für Entsetzen
Videoclip • 01:34 Min
Der Pokal-Abend in Mannheim endet fast im totalen Chaos. Dass nicht noch mehr passiert, liegt am perfekten Verhalten der Polizei und des Schiedsrichters. Ein Kommentar.
35 verletzte Polizisten, 85 verletzte Fans, acht davon im Krankenhaus. Bis jetzt.
Erschreckende Zahlen. Unentschuldbare Zahlen.
Wieder einmal – leider wieder einmal – haben einige Chaoten aus einem Fußballspiel einen Gewaltexzess gemacht.
Was am Freitagabend in Mannheim passierte, war keineswegs neu – und trotzdem abermals erschreckend.
Dass das Spiel dennoch zu Ende gebracht werden konnte und nicht noch mehr passierte, lag am beherzten, schnellen und professionellen Eingreifen der Polizei.
Pokal-Eklat: Polizei verhindert Schlimmeres
Innerhalb von Sekunden waren Hunderte Einsatzkräfte auf dem Spielfeld und erstickten den drohenden Platzsturm im Keim. Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) lobte im Anschluss – völlig zu Recht – die "großartige" Leistung der Beamten.
Und ihre "hochprofessionelle" Vorbereitung auf das erste Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern seit mehr als vier Jahren – 1.400 Sicherheitskräfte waren rund um das Hochrisikospiel im Einsatz.
Es ist eigentlich schon eine Schande, dass überhaupt so viele Polizisten bei einem Fußballspiel erforderlich sind. Doch die Szenen vor der Verlängerung zeigen: Es war keiner zu wenig.
Chaos in Mannheim: Schiedsrichter Schröder bleibt ruhig
Dass die Fans – die, die zum Fußballschauen und nicht zum Randalieren ins Stadion kamen – überhaupt noch 30 Minuten extra erleben durften, lag auch an Schiedsrichter Robert Schröder, der nicht nur während des Spiels eine hervorragende Figur abgab.
Auch in der langen Pause vor der Verlängerung blieb der Unparteiische ruhig und besonnen und entschied sich nach Abstimmung mit der Polizei und den Sicherheitskräften schließlich für eine Fortsetzung der auch auf dem Platz hitzigen (aber im Großen und Ganzen fairen) Partie.
Der DFB kündigte noch am späten Freitagabend eine umfassende Aufarbeitung der Geschehnisse an. Sollten die Verantwortlichen identifiziert werden können – die Polizei vermeldete bereits einige Festnahmen –, müssen die Strafen hart ausfallen.
Dass Tausende Fans, Hunderte Sicherheitskräfte und Tiere in Gefahr gebracht, dass insgesamt mindestens 120 verletzt wurden, ist unentschuldbar.
Doch auch bei drakonischen Folgen: Gewaltexzesse wie dieser werden wieder passieren. Chaoten gibt es überall.
Am Ende bleibt wohl nur die Hoffnung, dass auch dann Polizei und Schiedsrichter so perfekt reagieren wie in Mannheim.
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