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FIFA-Präsident: Japaner Kozo Tashima will Amtsinhaber Gianni Infantino herausfordern
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von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:34 Min
Gianni Infantino bekommt bei der geplanten Wiederwahl als FIFA-Präsident Konkurrenz aus Japan. Ein Ex-Profi will für eine "ehrliche, solide und aufrechte Haltung" einstehen.
Gianni Infantino bekommt es im Kampf um seine Wiederwahl wohl mit einem Gegenkandidaten zu tun. Der frühere japanische Verbandschef Kozo Tashima kündigte am Donnerstag seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten an. Er habe eine "ehrliche, solide und aufrechte Haltung", sagte der 68-Jährige der Zeitung "Sports Nippon": "Was die FIFA jetzt braucht, sind genau diese Werte." Er wolle "diese Botschaft in die Welt tragen".
Vom japanischen Fußballverband (JFA) sei ihm "uneingeschränkte Unterstützung" für seine Kandidatur zugesichert worden, führte der ehemalige japanische Fußball-Nationalspieler aus: "Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, sondern darum, der Welt die ehrliche, solide und aufrechte Haltung zu vermitteln, die der japanische Fußball aufgebaut hat." In der Vorwoche war mit Takeshi Okada der bisherige Vizepräsident der JFA wegen Vorfällen im Zusammenhang mit der FIFA zurückgetreten.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will als hartnäckiger Gegenspieler Infantinos für die Wahl im März 2027 einen Konkurrenten ins Rennen schicken, bekannt sind seit einem Gipfel der Verbandsbosse in Berlin Mitte Oktober allerdings nur die Kriterien für einen möglichst mehrheitsfähigen Kandidaten. Am 18. November endet die Nominierungsfrist. Vor Tashima gab es nur die Ankündigung einer Kandidatur des Schweizer Ex-Profis Ramon Vega, bei dem fraglich ist, ob ihm überhaupt die Aufnahme auf den Wahlzettel gelingt.
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Infantino-Kontrahent Tashima mit deutscher Vergangenheit
Tashimas Vorstoß folgt auf die jüngste Kehrtwende der asiatischen Konföderation AFC, die Amtsinhaber Infantino "uneingeschränkte" Unterstützung zusicherte, wie AFC-Chef Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa mitteilte: "Ich habe mit zahlreichen Mitgliedern auf diesem Kontinent gesprochen. Ihre Unterstützung für Gianni ist ganz klar." Beispielsweise aus Jordanien kam für diesen Vorstoß allerdings Kritik.
Tashima absolvierte sieben Länderspiele für die japanische Nationalmannschaft und erzielte dabei einen Treffer. Nach seinem Karriereende 1982 studierte er unter anderem an der Deutschen Sporthochschule und machte den Trainerschein. Nach der Rückkehr in die Heimat arbeitete er als Coach, trainierte unter anderem kurz die U17-Nationalmannschaft Japans. Von 2016 bis 2024 führte er den japanischen Fußballverband als Präsident, seit 2015 sitzt er im FIFA-Council.
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