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Nations League

Cristiano Ronaldo: Das Ende für Portugal ist seinem Vermächtnis unwürdig - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Tobias Wiltschek, Kai Esser

:newstime

Cristiano Ronaldo tritt aus Nationalteam zurück

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Mehr als jeder andere Spieler auf der Welt kämpft Ronaldo um Rekorde. Diese Gier durfte er für Portugal zuletzt nicht mehr stillen - und wird es auch nicht mehr können. Seine Reaktion darauf offenbart seine größte Schwäche.

Peinlich, lächerlich, kindisch - es gibt viele Attribute, mit denen man Cristiano Ronaldos Flucht aus dem Trainingslager der Portugiesen in Dänemark im Oktober beschreiben kann. Die Flucht, die am Ende auch seine Karriere für die portugiesische Nationalmannschaft beendete.

Vor allem aber ist sie eines: unwürdig! Unwürdig eines Mannes, der zum größten Idol einer ganzen Generation aufgestiegen ist. Nicht hauptsächlich aufgrund seines Talents. Damit stach er nicht heraus.

Vielmehr deshalb, weil er seine ganze Karriere über so hart an sich gearbeitet hat, immer besser werden wollte und einen geradezu unersättlichen Erfolgshunger an den Tag legte wie kein Zweiter. Und das natürlich in der Öffentlichkeit auch zur Schau zu stellen wusste.

Diese Karriere ist jetzt vorbei - zumindest in der Nationalelf. Das Ende wird ihm und seiner fabelhaften Laufbahn in der "Selecao" nicht gerecht.

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Cristiano Ronaldo ist besessen davon, alle Rekorde zu brechen

Mehr noch als sein talentierterer Dauerrivale Lionel Messi ist er bis heute geradezu besessen davon, jeden nur denkbaren Rekord zu brechen.

Ein Hunger, der ihm nun in grotesker Weise zum Verhängnis geworden ist. Noch bevor er mit seinen Portugiesen unter dem neuen Trainer Jorge Jesus in die Nations-League-Spiele gestartet ist, sprach er wieder einmal davon, die 1000 Tore-Marke knacken zu wollen.

Erst danach formulierte er das Ziel, mit Portugal die Nations League erneut gewinnen zu wollen. Zweimal schon hatte er in diesem Wettbewerb triumphiert. Dazu feierte er 2016 mit dem Gewinn des EM-Titels seinen größten Erfolg mit der Nationalmannschaft.

Außerdem holte mit seinen Vereinen zig nationale und internationale Titel.

Die Jagd nach persönlichen Erfolgen aber war es, die ihn am meisten angespornt haben.

Fünfmal Weltfußballer, dreimal Europas Fußballer des Jahres, Rekordtorschütze bei EM-Endrunden und in der Champions League. Dazu unzählige weitere Auszeichnungen. All das nennt CR7 sein Eigen.

Dass die Reise mit Portugal nun so endet, ist beinahe schon tragisch. Aber es ist selbstverschuldet.

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Cristiano Ronaldo mangelt es an Würde

Bleibt nur noch die magische 1000! Unvorstellbare 985 Tore hat der 41-Jährige schon erzielt, darunter 146 Länderspieltreffer - selbstverständlich auch das ein Rekord. Hinzu kommen keine mehr,

Gut möglich ist es dennoch, dass er die fehlenden 15 Tore noch schießt. Sein Vertag beim arabischen Klub Al-Nassr läuft erst Ende der Saison ab.

Was er allerdings nicht mehr erreichen wird, ist die Würde, mit der Spieler wie Lionel Messi, Pele oder Franz Beckenbauer mit dem nahenden Ende ihrer großen Karrieren umgegangen sind.

Die Gier nach dem immer noch größeren Ziel hat den potentiell würdevollen Abgang regelrecht verschlungen.

Auch interessant: Nach Portugal-Eklat: Nationaltrainer mit Seitenhieb gegen Cristiano Ronaldo

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