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Türkei-Derby

Galatasaray gegen Fenerbahce: Schlägerei nach Derby-Sieg! Polizei muss eingreifen

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

:newstime

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Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


Galatasaray gewinnt das Istanbul-Derby mit 2:1 gegen Fenerbahce. Nach dem Schlusspfiff gehen Spieler aufeinander los, zwei Profis sehen Rot. Anschließend folgen gegenseitige Vorwürfe. Und eine ungewöhnliche Spitze gegen Kerem Aktürkoglu.

Victor Osimhen entschied das Istanbul-Derby, doch nach Abpfiff rückte der Fußball in den Hintergrund.

Galatasarays 2:1-Sieg gegen Fenerbahce am Montagabend wurde von einer Schlägerei auf dem Rasen überschattet. Polizei und Sicherheitskräfte mussten die Beteiligten trennen.

Für Galatasarays Abdülkerim Bardakci und Fenerbahces Archie Brown endete der Abend mit einer Roten Karte.

Auch abseits davon blieb es im RAMS Park nicht bei einem kurzen Wortgefecht.

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Sallai und Aktürkoglu geraten aneinander

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff gerieten Fenerbahces Kerem Aktürkoglu und Galatasarays Roland Sallai aneinander. Aus der Auseinandersetzung entwickelte sich eine immer größere Spielertraube. Auch von den Auswechselbänken kamen weitere Akteure und Betreuer hinzu.

Besonders heftig wurde es zwischen Bardakci und Brown. Die beiden lieferten sich einen Ringkampf und gingen zu Boden. Andere Spieler versuchten, das Duo trennen.

Erst das Eingreifen von Polizei und Sicherheitskräften beruhigte die Situation. Schiedsrichter Atilla Karaoglan zeigte neben den beiden Roten Karten zudem Aktürkoglu und Sallai Gelb. Fenerbahces Spieler verließen den Platz anschließend unter Polizeischutz, während Galatasaray mit seinen Fans feierte.

Doch damit nicht genug: Auch auf dem Weg Richtung Kabine gab es Ärger. Fenerbahces Mert Hakan Yandas geriet mit Polizisten aneinander. Aufnahmen zeigen eine hitzige Auseinandersetzung vor dem Spielertunnel.

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Brown erhebt Vorwürfe - Bardakci verweist auf Videos

Nach der Schlägerei schilderten die Beteiligten unterschiedliche Sichtweisen. Fener-Spieler Brown behauptete gegenüber Journalisten, Bardakci habe seinem Mitspieler Matteo Guendouzi an den Haaren gezogen. Er selbst sei eingeschritten, um Guendouzi zu verteidigen.

Der Engländer zeigte zudem Spuren an seinem Hals. Bei seinen Vorwürfen gegen die Gegenspieler griff er zu einem abwertenden Vergleich: Sie würden kratzen und "wie Frauen" an den Haaren ziehen.

Bardakci verwies dagegen auf die Aufnahmen der Szene: "Wenn ihr das Video anseht, erkennt ihr, wer zuerst angegriffen hat", sagte der Galatasaray-Verteidiger beim Verlassen des Stadions.

Die Länge der Sperren für die beiden des Feldes verwiesenen Spieler wird sich in den kommenden Tagen zeigen - und womöglich auch ein Nachspiel für weitere Akteure haben.

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Galatasaray stichelt mit Harry Potter-Bezug

Die hitzige Partie hatte bereits in der ersten Minute die erste Auseinandersetzung erlebt. Nach einem Luftduell gerieten Fenerbahce-Stürmer Romelu Lukaku und Bardakci aneinander, weitere Spieler kamen hinzu. Der Schiedsrichter musste früh beruhigen.

Nach dem Sieg setzte Galatasaray die Rivalität auf seinen Social-Media-Kanälen fort. Besonders ungewöhnlich: Ein Video mit einem Zauberhut, einem Zauberstab, einer zerbrochenen Brille und einem Waffelriegel mit brennender Kerze auf dem Rasen.

Dazu schrieb der Klub sinngemäß: "Ohne Feiern geht es nicht." Wohl eine Spitze gegen den früheren Gala-Spieler Aktürkoglu, mit Bezug auf dessen Harry Potter-Torjubel und seinen kurz zuvor gefeierten Geburtstag.

Auch Trainer Okan Buruk bekam einen eigenen Beitrag. Galatasaray feierte ihn als "Winner" und schrieb, er habe keinen ebenbürtigen Rivalen.

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Osimhen trifft doppelt - Kahveci mit Fallrückzieher-Tor

Sportlich hatte Stürmer-Star Osimhen den Unterschied gemacht. Der Nigerianer brachte Galatasaray in der 29. Minute in Führung und legte kurz vor der Pause nach (44.). Fenerbahce verkürzte durch einen sehenswerten Fallrückzieher-Treffer von Irfan Can Kahveci (62.).

Trotz der deutlichen Überlegenheit des Gastgebers blieb das Ergebnis bis zum Schluss offen. 23:4 Abschlüsse für Galatasaray. In der 90. Minute musste Gala-Spieler Mario Lemina dennoch einen Kopfball von Milan Skriniar auf der Linie klären.

Leroy Sane kam bei Galatasaray in der 80. Minute ins Spiel, Ilkay Gündogan blieb die gesamte Partie über auf der Bank. Mit dem siebten Sieg im neunten Ligaspiel steht Galatasaray an der Tabellenspitze und erhöhte sein Punktekonto auf 22. Fenerbahce liegt als Fünfter bereits sechs Zähler hinter dem Erzrivalen.

Fener-Trainer Ismail Kartal entschuldigte sich anschließend bei den Fans, wollte das Titelrennen aber keineswegs abschreiben. Seine Botschaft nach der Niederlage: "Man kann auch Meister werden, ohne ein Derby zu gewinnen."

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