Fußball
Gianni Infantino: So stehen die Kontinentalverbände zum FIFA-Präsidenten
Aktualisiert:
von SID:newstime
EX-DFB-Präsident rechnet mit Infantino ab
Videoclip • 01:20 Min • Ab 12
Nach dem geplatzten Investoren-Deal steht Gianni Infantino in der Kritik. Auch die Kontinentalverbände beziehen klar Stellung. ran fasst die verschiedenen Lager zusammen.
Der Fußball-Weltverband FIFA zählt derzeit 211 Mitglieder. Angesichts der gescheiterten Pläne des amtierenden Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen, geht ein tiefer Riss durch die 211 Verbände und die sechs kontinentalen Konföderationen - auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen im März 2027, bei denen Infantino in seinem Amt bestätigt werden will.
ran verschafft einen Überblick.
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Europa (UEFA/55 Mitgliedsverbände)
Die Position der UEFA ist eindeutig. Sie fordert im Machtkampf mit Infantino, alle Verkaufspläne auch für die Zukunft auszuschließen, hat Maßnahmen zur Einleitung juristischer Schritte eingeleitet und droht weiter mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben. Die norwegische Verbandschefin Lise Klaveness forderte am Freitag Infantinos Rücktritt.
Afrika (CAF/54)
Die CAF bekräftigte am Donnerstag nach einer FIFA-Sitzung im Infantino-freundlichen Marokko wenig überraschend "einstimmig" ihre Unterstützung für den Präsidenten und dankte ihm für seine "über Jahre hinweg geleistete, unermüdliche Unterstützung des afrikanischen Fußballs". Wie belastbar die Stellungnahme der CAF-Führung ist, bleibt allerdings umstritten.
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Asien (AFC/46)
Die AFC unterstützte zunächst geschlossen die UEFA bei ihrem Vorgehen gegen die Pläne Infantinos. Es gibt Verbände wie Jordanien, die sich klar gegen Infantino aussprechen, einige kleinere haben sich auf die Seite des FIFA-Präsidenten geschlagen (u.a. Katar, Vereinigte Arabische Emirate). Noch nicht geäußert hat sich Saudi-Arabien - 2034 WM-Gastgeber.
Nord- und Mittelamerika, Karibik (CONCACAF/35)
Die Verbände der CONCACAF standen bislang geschlossen an der Seite der UEFA. Am Freitag gab allerdings der jüngste WM-Co-Gastgeber Mexiko eine Stellungnahme ab, die als Unterstützung für Infantino gedeutet werden kann.
Ozeanien (OFC/11)
Von der OFC gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme. Die OFC verweist auf das vorgesehene Treffen ihres Exekutivkomitees am 12. August.
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Südamerika (CONMEBOL/10)
Südamerika äußerte seine "Besorgnis" über das Vorgehen von Infantino unter anderem im Zusammenhang mit den Verkaufsplänen, steht tendenziell aber wohl hinter dem FIFA-Präsidenten.
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