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Gianni Infantino unter Druck: Europas Top-Ligen fordern FIFA-Reformen

Veröffentlicht:

von SID

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UEFA-Vize sagt Infantino den Kampf an

Videoclip • 01:08 Min • Ab 12


Die Bundesliga und drei andere europäische Top-Ligen intensivieren offenbar ihren Einsatz im Machtkampf im Fußball-Weltverband FIFA.

Laut "Sky News" planen die deutsche Eliteklasse sowie die englische Premier League, Spaniens La Liga und die italienische Serie A am Freitag eine Erklärung, in der eine stärkere Konsultation bei Themen wie dem Fußballkalender verlangt wird. Zunächst war unklar, ob darin der in die Kritik geratene FIFA-Präsident Gianni Infantino zum Rücktritt aufgefordert wird.

Seit Wochen laufen teils hitzige Diskussionen über die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Neben anderen fordert die Europäischen Fußball-Union (UEFA) Infantinos Rückzug und bereitet eine Strafanzeige gegen ihn vor.

Die Vereinigung European Leagues, der auch die Bundesliga oder die Premier League angehören, befindet sich seit Jahren - insbesondere nach der Einführung der erweiterten Klub-WM - im Streit mit der FIFA und forderte bereits Anfang August eine Reform.

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Gianni Infantino vor entscheidenden Wochen

Dabei müsse sichergestellt sein, "dass alle relevanten Akteure formell an Entscheidungen beteiligt werden, die die Zukunft unseres Sports prägen", hieß es: "Solange keine Reform erfolgt, die auch eine rechtsverbindliche Einbindung aller relevanten Akteure im Fußball einschließt, werden die europäischen Ligen die Erweiterung oder Schaffung von FIFA-Wettbewerben ablehnen."

Infantino hatte am Montag mit einem öffentlich gemachten Schreiben überrascht. Darin regte er eine "unabhängige, externe Prüfung" des FIFA-Regierungsstils und die Einbeziehung aller "relevanten Interessenträger" in Entscheidungsfindungen an.

Der FIFA-Chef steht hinsichtlich seiner angestrebten Wiederwahl beim Kongress am 18. März des kommenden Jahres in Rabat/Marokko vor entscheidenden Wochen. Mögliche Gegenkandidaten können bis zum 18. November nominiert werden.

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