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DFB-Team - Dietmar Hamann stichelt gegen Jürgen Klopp: "Nagelsmann hätte man zerrissen"
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von Dominik HagerDietmar Hamann verliert kritische Worte über Klopp
Bild: IMAGO/Revierfoto/SID/IMAGO/Revierfoto
Dietmar Hamann warnt davor, bei Jürgen Klopp eine rosarote Brille aufzuziehen. Der Experte beäugt den 44-Mann-Kader kritisch.
Jürgen Klopp hat für seine ersten Amtshandlungen als Bundestrainer viel Zuspruch und kaum Gegenwind erhalten. Wer gedacht hat, dass das auch so bleibt, hat die Rechnung ohne Dietmar Hamann gemacht. Wie nicht anders zu erwarten war, äußerte der frühere Bayern- und Liverpool-Star so einige kritische und mahnende Worte.
Insbesondere den wahrlich ziemlich innovativen 44er-Kader beäugt der "Sky"-Experte misstrauisch. Dass Klopp mit dieser Idee kein negatives Echo erzeugte, sei Hamann zufolge auch seinem Namen zuzuschreiben.
"Stell dir mal vor, der Nagelsmann hätte das gemacht. Ich will nur mal ein warnendes Wort aussprechen. Den Nagelsmann hätten sie zerrissen. Bei Klopp sagen alle 'wunderbar'", sieht er deutliche Unterschiede in der Beurteilung des neuen und alten Bundestrainers.
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Hamann teilt Befürchtung bei Debütanten: "Werden immer daran gemessen"
Hamann ist überzeugt davon, dass Klopp so manchem Debütanten keinen großen Gefallen mit der Nominierung getan hat.
"Es gibt einen Ansatz, viele Spieler einzuladen. Ob er alle hätte einladen müssen, lasse ich mal dahingestellt. Ob er damit jemandem einen Gefallen tut, ist die andere Frage. Einige werden nicht spielen und dann die Nationalmannschaft möglicherweise nie wieder sehen. Sie sind dann aber Nationalspieler – und werden daran gemessen", befürchtet er offenbar eine zu große Erwartungshaltung an die Nominierten.
Klopp hat für die ersten Länderspiele seiner Amtszeit satte 16 Debütanten eingeladen, bei denen so manch einer gerade erst eine Handvoll Bundesligaspiele absolviert hat.
Das klare Ziel des Bundestrainers besagt, dass er möglichst viele Spieler persönlich kennenlernen möchte, um diese besser einschätzen zu können. Den Debütanten dürfte demnach auch selbst klar sein, dass die Einladung zunächst auch nur eine einmalige Sache sein könnte.
Personenkult um Klopp: "Die Euphorie entsteht durch ihn"
Hamann sieht Klopp in einer Position, in der er nach Wahrnehmung der Öffentlichkeit überhaupt keine Fehler machen kann. "Die Euphorie entsteht durch ihn. Er kann ja im Moment machen, was er will. Und schon sagen die Leute: 'Das war die beste PK, das beste dies, das beste das.' Um ihn hat sich ein Personenkult entwickelt", argumentierte er.
Zwar zeigte Hamann für diesen Verständnis, weil Klopp "unheimlich erfolgreich war", jedoch hält er eine neutrale Beurteilung der Arbeit des neuen Bundestrainers für wichtig.
"Man muss nur vorsichtig sein, dass alles, was gemacht wird, nicht kritisch hinterfragt wird. Es gibt auch Argumente gegen diese 44 Mann. Wie gesagt, die Euphorie ist durch ihn entstanden. Jetzt müssen wir hoffen, dass sich das auf dem Feld auch widerspiegelt", führte er aus.
Klar dürfte aber auch sein, dass bei den kommenden Nations-League-Spielen noch nicht die Resultate im Mittelpunkt stehen.
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Hamann-Klartext: "Werden jetzt nicht die Welt erobern"
Hamann teilt zudem die Befürchtung, dass Klopp zu sehr als Heilsbringer oder Messias angesehen wird. "Er ist ein guter Kommunikator. Ich will nur davor warnen, dass wir jetzt nicht die Welt erobern. So einfach ist es nicht. Da gehört harte Arbeit dazu", machte er deutlich.
Ein klein wenig Optimismus ließ sich Hamann dann aber doch noch entlocken. "Die Zeichen sind aber schon mal gut. Dass er zu den Vereinen fährt, was ja noch nie einer gemacht hat – da bin ich großer Fan von", lobte er den neuen Bundestrainer.
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