Fußball
Nach Klopp-Aussagen: DFB kritisiert Uli Hoeneß deutlich
Aktualisiert:
von ran.deran Fußball
DFB-Team - Jürgen Klopps Ansage an die Medien: Das steckt dahinter
Videoclip • 03:06 Min
Nach den Aussagen von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu Bundestrainer Jürgen Klopp und dessen Umfeld wehrt sich der DFB deutlich.
Die Aussagen von Uli Hoeneß über Bundestrainer Jürgen Klopp und die Entscheidungsstrukturen beim DFB sorgen weiter für Diskussionen. Nachdem der Ehrenpräsident des FC Bayern unter anderem von einem möglichen "friendly takeover" gesprochen und die Rolle der Landesverbände kritisch hinterfragt hatte, reagierten nun die DFB-Vizepräsidenten Ralph-Uwe Schaffert und Hermann Winkler mit scharfen Gegenargumenten.
Schaffert erklärte, die Äußerungen würden "deutlich zeigen", dass Hoeneß "weder die Struktur noch die Entscheidungsprozesse des DFB kennt". Es sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar, Verantwortlichen wie Andreas Rettig, dessen designiertem Nachfolger Per Mertesacker oder Sportdirektor Rudi Völler mangelnde Fußball-Expertise zu unterstellen.
Gleiches gelte für die Mitglieder des Aufsichtsrats der DFB GmbH. Auch die Vorstellung, die von Hoeneß als "Landesfürsten" bezeichneten Verbandsvertreter hätten über die Verpflichtung Klopps entschieden, sei laut Schaffert "an der Realität vorbei".
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DFB: Aussagen von Uli Hoeneß seien "falsch"
In dieselbe Richtung argumentierte auch Winkler. "Man muss nicht jedes Wort von Uli Hoeneß ernst nehmen, aber falsche Dinge schon richtig stellen: Die Landesverbände entscheiden gar nicht über den Bundestrainer. Dies erfolgt im Aufsichtsrat der DFB GmbH. Und dort ist es gut, dass Profis und Amateure vertreten sind", stellte der DFB-Vizepräsident klar.
Hintergrund sind Hoeneß' Aussagen gegenüber "RTL/Sky", in denen er vor überzogenen Erwartungen an Klopp gewarnt hatte. Er sei "kein großer Freund der Heldenverehrung", sagte Hoeneß und betonte, Klopp bekomme "jetzt schon so einen Status, als wenn er über Wasser gehen kann. Er kann auch nicht per Handauflegen alles verändern". Zwar werde "vieles besser werden", dennoch dürfe niemand glauben, "dass er der Messias ist".
Zusätzliche Kritik hatte Hoeneß an der Einbindung von Klopps langjährigem Berater Marc Kosicke geäußert. "Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Der hat eine Spieleragentur und die hat er als Geschäftsführer. Die Anteile auch. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein 'friendly takeover'. Klopp und Co. haben den DFB übernommen, und das halte ich für falsch", sagte der 74-Jährige.
Schaffert widersprach auch diesem Vorwurf und erklärte, Hoeneß sei "scheinbar entgangen", dass die betreffenden Geschäftsanteile "von Herrn Kosicke zuvor bereits veräußert worden sind". Zudem sei die Personalie im Aufsichtsrat intensiv geprüft und anschließend genehmigt worden. Abschließend merkte Schaffert an, es könne "nicht schaden, sich zu Themen sachkundig zu machen, bevor man sich dazu - kritisch oder gar abwertend - äußert".
Auch interessant: Klopp baut DFB-Team - Experte rät zu Nominierung dieses Stars, Und: DFB-Team: Wechselt Eintracht-Star wegen Jürgen Klopp den Verband? Diese Talente stehen vor der Wahl
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