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Manchester City: "Schwerwiegende Verstöße gegen die Finanzvorschriften" - Premier League veröffentlicht Schuldspruch
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von ran.deran Fußball
Manchester City schuldig gesprochen! Fans fassungslos
Videoclip • 01:34 Min
Die Premier League macht öffentlich, worüber die Fußball-Welt bereits tagelang diskutiert. Manchester City hat in zahllosen Fällen gegen die Finanzvorschriften der Liga verstoßen.
Manchester City hat sich "schwerwiegender Verstöße gegen die Finanzvorschriften der Premier League" schuldig gemacht. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige Kommission, wie die Liga verkündet. Es handele sich um Fälle über einen Zeitraum von neun Spielzeiten - von der Saison 2009/2010 bis 2017/2018.
Die Kommission stieß bei der Überprüfung auf Scheinverträge mit "einer Reihe von Geschäftspartnern" und Scheinvereinbarungen mit anderen Partnern. So seien die Einnahmen des Vereins künstlich erhöht und die Kosten gesenkt worden.
Obendrein hat Manchester City dem Statement zufolge fehlerhafte Finanzberichte eingereicht und "seinen Wirtschaftsprüfern sowie den für den Fußball zuständigen Aufsichtsbehörden" die tatsächliche finanzielle Lage verschwiegen. Die Skyblues sollen "erheblich" gegen die Ausgabenobergrenzen sowohl der Premier League als auch der UEFA verstoßen haben.
Während der Untersuchung durch die Premier League habe der Klub "mehrfach gegen seine Pflichten zur Zusammenarbeit und zum Handeln nach dem Grundsatz von Treu und Glauben gegenüber der Liga" verstoßen, heißt es weiter. Die Kommission sei sogar zu dem Schluss gekommen, City habe "gezielte Anstrengungen unternommen, um die Untersuchung der Premier League zu stoppen und zu behindern".
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ManCity von Premier League schuldig gesprochen: Kosten künstlich um mehr als eine Milliarde Euro gesenkt
Die Scheinvereinbarungen mit Sponsoren seien Teil eines verschleierten Finanzierungsmodells gewesen. Dabei hätten die Unternehmen nur jeweils einen Teil der jeweiligen Sponsoring-Gebühren entrichten müssen. Für den übrigen Betrag kam die Abu Dhabi United Group Investment & Development Ltd (ADUG) auf, der der Verein gehört. Weitere von der ADUG finanzierte Scheinvereinbarungen hätten es City ermöglicht, niedrigere Betriebsausgaben auszuweisen, als tatsächlich angefallen waren.
So seien die Kosten des Vereins im fraglichen Zeitraum um 900 Millionen Pfund (rund 1,05 Milliarden Euro) gesenkt worden, um den Anschein zu erwecken, die Finanzvorschriften seien eingehalten worden. Wichtiger Hinweis der Premier League: "Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der Klub mit seinem Verhalten eindeutig die Absicht verfolgte, die Regeln der Premier League zu umgehen."
Erling Haaland
Bild: IMAGO/Visionhaus
Schuldspruch gegen ManCity: Bis Freitag ist Berufung möglich
Richard Masters, Geschäftsführer der Premier League, betonte, der bisherige Prozess sei "langwierig und schwierig" gewesen. Die Liga aber habe "stets entschlossen darauf bestanden, dass die Sachverhalte unabhängig geklärt werden". Das Verfahren sei "von größter Bedeutung in der Geschichte der Premier League".
Nun müsse noch über die Sanktionen entschieden werden, die auf die zahlreichen Verstöße folgen. Die Premier League sei nach der Vorarbeit der Kommission "entschlossen, den weiteren Verlauf des Verfahrens zügig voranzutreiben, um für die Liga, unsere Vereine und die Fans Klarheit zu schaffen".
ManCity bleibt nun bis Freitag, 2. Oktober, Zeit, um gegen die Feststellungen der unabhängigen Kommission Berufung einzulegen.
Mögliche Sanktionen könnten Berichten zufolge Geldstrafen, Punktabzüge bis hin zur Aberkennung der in dem Zeitraum gewonnenen Titel reichen. In den neun Jahren gewann ManCity drei Meisterschaften, einmal den FA Cup, dreimal den League Cup und einmal den Community Shield.
ManCity-Statement nach Schuldspruch: "Klub weist Anschuldigungen zurück"
ManCity veröffentlichte kurz nach dem Bericht der Premier League ein eigenes Statement, in dem sich der Verein "enttäuscht und überrascht" zeigte. Weiter ist zu lesen: "Der Klub weist die von der Premier League erhobenen Anschuldigungen zurück; es liegt eine umfassende Beweislast vor, die die Position des Klubs in diesem Fall zweifelsfrei untermauert."
Es wird darauf verwiesen, dass das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei, sondern "wesentliche Schritte" noch ausstünden. City kündigte an, der Verein werde "die verfügbaren Rechtsmittel ausschöpfen, da die Entscheidung klare, wesentliche Fehler in Bezug auf Rechtsfragen, Grundsätze sowie Tatsachenfeststellungen enthält und somit auf einer unhaltbaren Grundlage beruht".
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