Fußball
Südkorea: Schiedsrichter sollen Sex-Massagen bezahlt bekommen haben
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von ran.de:newstime
Südkorea: Sex-Massagen für Schiedsrichter
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Laut dem Fernsehsender "JTBC" soll der südkoreanische Fußballverband (KFA) zwischen 2011 und 2012 Sex-Massagen für ausländische Schiedsrichter bezahlt haben. Unter den Spielen, die diese Schiedsrichter geleitet haben, soll sich demnach auch ein WM-Qualifikationsspiel befinden.
Der südkoreanische Fußballverband (KFA) steht unter großem Druck. So sollen Mitarbeiter des Verbandes während des Aufenthalts ausländischer Schiedsrichter in Südkorea Sex-Massagen bezahlt haben. Laut dem südkoreanischen Fernsehsender "JTBC" und der Nachrichtenagentur "Yonhap" sind insgesamt sieben Spiele betroffen.
Ob diese Spiele von den Schiedsrichtern beeinflusst wurden, lässt sich nur schwer feststellen, da Südkorea in allen betroffenen Partien als Favorit galt. Auffällig ist jedoch, dass Südkorea keines dieser sieben Spiele verloren hat.
Es gab bereits Ermittlungen
Der Skandal wurde durch Kreditkartenabrechnungen ehemaliger KFA-Mitarbeiter aufgedeckt. Bereits im Jahr 2016 soll es erste Ermittlungen gegeben haben, deren Ergebnisse jedoch nie veröffentlicht wurden. Der damalige Präsident des Verbandes, Cho Chung-yoon, erklärte in einem Interview mit dem südkoreanischen Fernsehsender "JTBC", dies sei damals "gängige Praxis" gewesen.
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Cho zufolge sollen einige Schiedsrichter ausdrücklich darum gebeten haben, in solchen Etablissements bedient zu werden. Laut der Nachrichtenagentur "Yonhap" stammen die Schiedsrichter aus Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, Bahrain und Usbekistan.
Zu den sieben betroffenen Spielen soll auch das WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait für die Weltmeisterschaft 2014 zählen. Südkorea gewann die Begegnung mit 2:0, doch ob der Schiedsrichter das Spiel beeinflusst hat, lässt sich bislang nicht nachweisen.
Verband steht unter Druck
Erst vor wenigen Tagen wurde der südkoreanische Fußballverband im Rahmen einer Razzia durchsucht. Dem Verband wird vorgeworfen, den ehemaligen Nationaltrainer Hong Myung-bo ohne ein ordnungsgemäßes Bewerbungsverfahren verpflichtet zu haben.
Die Ermittlungen sollen klären, ob bei dieser Entscheidung interne Regeln verletzt wurden und ob Verantwortliche ihre Position missbraucht haben.
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