Fußball
1860 München - Vereinslegende Bierofka mit Wut-Interview: "Neun Jahre in den Sand gesetzt"
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von ran.deran Fußball
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Videoclip • 01:11 Min
Nach dem neuerlichen Zwangsabstieg im Sommer steht 1860 München vor dem nächsten Neustart. Vereinslegende Daniel Bierofka hat seinem Unmut nun freien Lauf gelassen.
1860-Vereinslegende Daniel Bierofka hat seine Frustration über den erneuten Zwangsabstieg von 1860 München öffentlich gemacht. Gleichzeitig hegt der Ex-Nationalspieler aber auch Hoffnung.
"Für mich war es erst mal ein Schock. Wenn man weiß, wie viel damals 2017/18 alle investiert haben, um diesen Schritt von der Regionalliga in die 3. Liga zu schaffen", erinnerte er sich im Interview mit "Blickpunkt Sport" an den Moment, als er vom erneuten Abstieg erfuhr.
Das 1860-Urgestein war als Spieler und Trainer für 1860 tätig
Bild: Ulrich Wagner
1860 München: Abstieg ein "Schlag aus dem Nichts"
Vor allem wurmte ihn, dass die Entscheidung ein "Schlag aus dem Nichts" war. "Da hatte sich nichts angekündigt. Dementsprechend war ich in dem Moment extrem enttäuscht und konnte es nicht nachvollziehen, dass man neun Jahre in den Sand gesetzt hat", meinte Bierofka.
"Was man in neun Jahren aus einem Verein machen kann, das zeigen viele andere Vereine, die mittlerweile sehr weit oben sind. Das ist eigentlich das, was mich am meisten gestört und wütend gemacht hat. Jetzt fängst du in der Regionalliga wieder fast bei Null an, hast eine neue Mannschaft, musst alles neu aufstellen", ärgerte er sich weiter.
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1860 München nach Zwangsabstieg: "Beste daraus machen"
2017 war 1860 das erste Mal aus finanziellen Gründen zum Zwangsabstieg in die Regionalliga gezwungen. Im selben Jahr übernahm Bierofka das Team als Cheftrainer und führte sie zurück in die 3. Liga, ehe er sein Amt 2019 aus persönlichen Gründen niederlegte.
Genau wie damals waren auch in diesem Sommer Streitigkeiten und geplatzte Finanzierungen von Ex-Investor Hasan Ismaik der Grund für den Abstieg. Nach dem Abstieg und der Insolvenz ist der jordanische Geschäftsmann aber endgültig nicht mehr Teil des Vereins, was Bierofka als Chance sieht.
"Hasan Ismaik ist nicht mehr da und dementsprechend liegt es jetzt in der Hand der Verantwortlichen, dass sie jetzt das Beste daraus machen und schauen, dass man möglichst schnell wieder zumindest in die 3. Liga kommt"; meinte er, warnte aber vor zu großer Zuversicht: "Du hast einerseits die Perspektive, dass man sagt, man startet ohne den Investor durch. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auf diesem Weg nach oben sehr viele Probleme kommen werden, die man noch gar nicht auf dem Schirm hat."
Nach zehn Spieltagen stehen die Münchner mit 17 Punkten auf Platz drei der Regionalliga Bayern, auf Tabellenführer TSV Buchbach fehlen sechs Zähler.
Auch interessant: 1860 München: Investor Ismaik kündigt juristische Schritte an
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