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WM 2026

DFB-Team: Es ist gut, dass Rudi Völler Sportdirektor bleibt – ein Kommentar

Aktualisiert:

von Christian Stüwe

ran Fußball

WM 2026: DFB-Zukunft? Rudi Völler spricht Klartext

Videoclip • 02:45 Min


Trotz der enttäuschenden WM macht Rudi Völler beim DFB weiter. Ein neuer Sportdirektor hätte es im Windschatten von Jürgen Klopp schwer gehabt – deshalb ist Völlers Entscheidung genau das, was das Nationalteam jetzt braucht. Ein Kommentar.

Es bestehen kaum noch Zweifel daran, dass Jürgen Klopp die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer antreten wird. Klopp selbst ist derzeit allerdings sehr bemüht, zu betonen, dass noch nichts perfekt ist. Weshalb er am Dienstagabend auch über eine mögliche Zusammenarbeit mit Sportdirektor Rudi Völler im Konjunktiv sprach.

"Wenn es so kommen sollte, wäre es total hilfreich, wenn man jemand da hat, der die Abläufe kennt", erklärte Klopp als Experte von "MagentaTV".

Der 59-Jährige verwies vor allem auf die Verbandserfahrung von Völler, er selbst habe schließlich "weder Nationalmannschaft gespielt noch eine trainiert."

Völler hingegen nahm als Spieler an drei Weltmeisterschaften teil, er wurde 1990 Weltmeister. Als Trainer führte er das DFB-Team 2002 zur Vize-Weltmeisterschaft. Seine WM-Premiere als Sportdirektor verlief in diesem Sommer weniger erfolgreich.

Auch Völler stand deshalb zur Diskussion, er selbst dachte über einen Rückzug nach. Am Dienstag erklärte er nun aber, dass er weitermachen wird. Zahlreiche Gespräche haben den 66-Jährigen nach eigener Auskunft dazu bewogen. Unter anderem telefonierte er mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vize-Präsident Hans-Joachim Watzke, sie alle redeten ihm zu, im Amt zu bleiben.

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Völlers Profil ist das richtige für den Neustart unter Klopp

Auch mit Klopp gab es ein langes Gespräch, beide können sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorstellen. Weshalb es eine gute Entscheidung ist, dass Völler weitermacht. Denn der Neustart im DFB-Team unter Klopp wird eine Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es braucht also einen Sportdirektor, der bereit ist, im Hintergrund zu wirken und Klopp das Feld zu überlassen.

Genau dazu scheint Völler bereit. "Alle Augen werden zunächst auf Jürgen gehen", sagte der frühere Mittelstürmer in einer Medienrunde mit "kicker", "Funke Mediengruppe", "Frankfurter Rundschau", "Süddeutscher Zeitung", "ARD" und "Bild" am Dienstag. Damit habe er kein Problem, sagte Völler. Aber wenn Klopp Unterstützung brauche, "dann werde ich da sein und ihm unter die Arme greifen."

Genau dieses Profil wird nun benötigt. Ein neuer Sportdirektor hätte im Windschatten von Klopps Amtsübernahme vermutlich Probleme bekommen, sein Profil zu schärfen. Völler will und braucht das nicht mehr - der Weltmeister von 1990 ist die richtige Besetzung für den Posten.

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