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DFB-Team: Julian Nagelsmann tritt nach WM-Debakel als Bundestrainer zurück - Alles schaut auf Jürgen Klopp

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball

DFB-Team: Spannender Vergleich! "Nagelsmann zur Paartherapie"

Videoclip • 04:08 Min


Bundestrainer Julian Nagelsmann legt nach dem WM-Aus wohl sein Amt nieder, alles blickt auf Jürgen Klopp.

Julian Nagelsmann hat eine Nacht mit sich gerungen - jetzt geht der gescheiterte Bundestrainer doch über die "goldene Brücke" und macht den Weg frei für Jürgen Klopp.

Der 38-Jährige hat nach dem Krisengipfel vom Donnerstag der "gesichtswahrenden Lösung" zugestimmt und die Konsequenzen aus dem blamablen WM-Aus gegen Paraguay gezogen. Das berichten nach der "Bild"-Zeitung auch "Sky "und "RTL". Das Trostpflaster für Nagelsmanns Rücktritt: eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro.

Am Freitagvormittag soll es laut "dpa" eine Beratung des DFB-Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung geben. Dabei stehen offenbar auch die Personalien von DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig zur Disposition.

Die dreistündige WM-Analyse in der Frankfurter Verbandszentrale hatte am Vortag noch kein Ergebnis gebracht. Nagelsmann ließ sich um 13.23 Uhr vom Hofe fahren, die Pistole der Bosse auf der Brust.

Selbst sein "Bodyguard" Völler war von ihm abgerückt, DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Rettig, Bundesliga-Boss Hans-Joachim Watzke und der Sportchef legten ihm im Verlangen nach einem Neuanfang mit Klopp den sofortigen Abschied nahe. Weil Nagelsmann noch einen Vertrag bis zur EM 2028 hatte, bot man ihm die Abfindung in Höhe eines Jahresgehalts an.

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WM 2026: Klopp als Nachfolger "so sicher wie das Amen in der Kirche"

Nun kommt es, vier Tage nach der Blamage im Sechzehntelfinale, wenn auch auf sanften Druck hin, tatsächlich zu der vom DFB favorisierten "niederländischen" Lösung - Bondscoach Ronald Koeman war nach dem Ausscheiden ebenfalls in der ersten K.o.-Runde stilvoll von sich aus zurückgetreten. Jetzt werden die Drähte Richtung Klopp glühen.

Nach ran-Informationen ist der 59-Jährige bereit für den Bundestrainer-Job, wird aber Bedingungen stellen - sportlich wie finanziell.

Der gesenkte Daumen der Bosse, der Druck der Öffentlichkeit durch Experten und Fans - Nagelsmann hatte am Ende wohl keine Wahl mehr. Er wisse nicht, "warum Julian Nagelsmann nicht den Charakter hat und einsieht, dass er mit dieser Mannschaft keine Zukunft hat", sagte Chefkritiker Lothar Matthäus nach dem Krisengipfel und legte ihm den Abschied schon in den Mund.

"Ich trete zurück. Das wäre Manns genug für mich zu sagen: Das war's", sagte Matthäus der "Bild".

DFB-Spitze stand nicht mehr hinter Nagelsmann

Auch intern gab es scharfe Kritik, nicht zuletzt an Nagelsmanns Außendarstellung in den vergangenen Monaten. Das Wort "selbstverliebt" fiel. Der Bundestrainer hatte sich vor der Rückkehr aus den USA noch Illusionen hingegeben, sein Job sei zu retten.

Er werde den Bossen schon "Argumente liefern" für seine Weiterbeschäftigung, sagte er gewohnt selbstsicher. Der Verband wisse, was er an ihm habe. "Jeder weiß, wie ich als Trainer ticke." Doch das passt nicht mehr zum neuen DFB-Takt.

Klopp soll im September in der Nations League gegen die Niederlande einen Neustart moderieren. Wie der aussehen könnte, hatte der "MagentaTV"-Experte schon bei der WM angedeutet.

Runter vom hohen Vier-Sterne-Ross! Keine flapsigen Titel-Ansagen mehr wie von Nagelsmann nach dem unglücklichen, aber zu frühen EM-Scheitern 2024. Mehr Bodenhaftung statt "völlig losgelöst". Klopp muss es richten.

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