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WM 2026 - Bundestrainer Julian Nagelsmann hat keine Zukunft mehr beim DFB - Jürgen Klopp klarer Nachfolge-Favorit
Aktualisiert:
von Martin Volkmarran Fußball
"Manchmal ein bisschen patzig"- Hummels äußert sich klar zu Nagelsmann
Videoclip • 04:33 Min
Julian Nagelsmann steht nach ran-Informationen vor dem Aus als Bundestrainer. Schon in Kürze könnte das DFB-Präsidium darüber entscheiden. Auch bei seinem Nachfolger gibt es eine eindeutige Tendenz.
Nach dem frühen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Paraguay findet man im deutschen Fußball praktisch niemanden mehr, der nicht von einer baldigen Trennung von Julian Nagelsmann ausgeht.
Entsprechende ran-Recherchen decken sich mit Berichten mehrerer Medien, wonach der 38-Jährige trotz Vertrags bis zur EM 2028 zeitnah seinen Posten räumen muss.
Präsidium und Aufsichtsrat des DFB sollen möglichst noch in dieser Woche ihre Zustimmung zur Auflösung des Kontrakts mit dem Bundestrainer geben, nachdem dieser am Donnerstag seine Sicht der Dinge auf einem Treffen mit den wichtigsten Verbandsbossen in der Zentrale in Frankfurt dargelegt hatte.
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Julian Nagelsmann: Gipfeltreffen in der DFB-Zentrale
Wie die "Bild" dokumentierte, verließ der aus München eingeflogene Nagelsmann das dreistündige Treffen mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke gegen 13.30 Uhr am Steuer einer schwarzen Limousine.
Zunächst soll Nagelsmann seine Sicht auf das WM-Debakel geschildert haben. Sportliche Fehleinschätzungen seien ebenso Thema gewesen wie die Atmosphäre im inzwischen heftig kritisierten WM-Camp von Winston-Salem.
Laut "Bild" wurde Nagelsmann ein freiwilliger Rücktritt nahegelegt, dafür habe er Bedenkzeit erhalten. Nach dem bitteren K.o. gegen Paraguay hatte er erklärt, er wolle weitermachen.
Dabei geht es auch um eine mögliche Abfindung, dem Ex-Bundesliga-Coach steht bei einem Rauswurf offenbar eine Abfindung in Höhe seines Jahresgehalts von geschätzt sieben Millionen Euro zu.
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Jürgen Klopp: Gehalt als Knackpunkt?
Wenn die Trennung feststeht, würde sich die Nachfolge sehr schnell auf Jürgen Klopp fokussieren. Der derzeitige Fußball-Chef von Red Bull ist nach ran-Informationen bereit, den Job anzutreten - würde aber definitiv Bedingungen stellen.
Zum einen könnte er ein noch höheres Gehalt als Nagelsmann einfordern, zumal er aktuell angeblich zwischen zehn und 15 Millionen Euro pro Jahr verdienen soll und zuvor beim FC Liverpool geschätzt rund 18 Millionen Euro erhielt.
Zum anderen wird Klopp sein Trainerteam mit zum DFB nehmen, das aus den mit ihm im RB-Kosmos tätigen Peter Krawitz, Zsolt Löw und seinem Trauzeugen David Wagner bestehen könnte.
Aber auch sein langjähriger Assistent Pep Lijnders könnte ein Thema werden, nachdem er gemeinsam mit Pep Guardiola bei Manchester City aufgehört hat.
Darüber hinaus könnte Klopp die Federführung, wenn nicht die Entscheidungshoheit über grundsätzliche strukturelle Änderungen in Aus- und Fortbildung im DFB beanspruchen, um für einen sportlichen Aufbruch zu sorgen.
"Wir müssen hundertprozentig ein paar Dinge verändern. Da können wir bei der U10 anfangen und ein paar Jahre warten, was oben rauskommt", hatte er nach der Pleite gegen Paraguay erklärt.
Red Bull dürfte Klopp keine Steine in den Weg legen
Vor einem Wechsel zum DFB müsste Klopp allerdings noch eine Lösung mit seinem jetzigen Arbeitgeber finden, schließlich besitzt er noch einen gültigen Vertrag bis 2029 beim österreichischen Brausehersteller.
Alle Beteiligten gehen aber davon aus, dass Red Bull dem 59-Jährigen keine Steine in den Weg legen wird, auch wenn eine angebliche Ausstiegsklausel bisher nicht bestätigt ist.
Möglicherweise muss der Verband daher eine Ablöse zahlen oder eine anderweitige Leistung erbringen, wie ein Testspiel zwischen der Nationalmannschaft und RB Leipzig.
Klopp-Kumpel Hans-Joachim Watzke als treibende Kraft
Als treibende Kraft hinter einem Deal mit Klopp gilt dessen Kumpel Hans-Joachim Watzke, der den Coach 2008 zu Borussia Dortmund holte und dort mit ihm zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokalsieg feierte.
Beide haben bis heute ein enges Verhältnis, ebenso unterhält Watzke einen guten Draht zu Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff.
Vor allem aber ist der BVB-Boss als erster Vizepräsident des DFB und Chef der Liga einer der wichtigsten Entscheider im deutschen Fußball, gerade angesichts der Führungsschwäche von DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Rudi Völlers Zukunft offen - Thomas Müller oder Mario Gomez zum DFB?
Offen scheint derweil die Zukunft von Rudi Völler trotz seines ebenfalls bis zur EM in Großbritannien und Irland in zwei Jahren gültigen Vertrags. Doch die Frage wird sein, ob sich der 66-Jährige nochmal auf enge Zusammenarbeit mit Klopp einlassen will.
Ansonsten könnte der neue Bundestrainer wohl einen Vertrauten auf den Posten des DFB-Direktors hieven, etwa den früheren Dortmunder Sportchef Michael Zorc, den ehemaligen Liverpooler Sportdirektor Jörg Schmadtke oder seinen Red-Bull-Vertrauten Mario Gomez.
Auch über Thomas Müller wird spekuliert, der mit Klopp bei der laufenden WM in den USA, Kanada und Mexiko erstmals eng als Experte bei "Magenta TV" zusammengearbeitet hat. Und den vielen Späßen vor der Kamera nach haben sich beide bestens verstanden.
Klopps "Noch"-Spruch gegen Nagelsmann dürfte ihn wieder einholen
So entstand auch vor dem ersten WM-Spiel der Spruch von Klopp, für den er sich später entschuldigte und der ihn vermutlich trotzdem immer wieder einholen wird: "Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf - noch."
Müllers Reaktion damals: "Kloppo, es ist erst Juni! Du bist schon im September."
Nun wird es tatsächlich immer wahrscheinlicher, dass Klopp dann im ersten Länderspiel nach der WM gegen die Niederlande (24. September) als Nagelsmann-Nachfolger die deutsche Nationalmannschaft betreuen wird.
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