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WM 2026

Frankreichs brutale Offensive macht Sorgenfalten, aber Deutschland hat eine Mini-Chance – ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball

WM 2026: Frankreich droht! DFB-Fans mit verrückter Forderung

Videoclip • 02:04 Min


Frankreich untermauert seinen Favoritenstatus – und für Deutschland werden die Chancen auf ein erfolgreiches Turnier nicht größer. Ein Kommentar.

Wenn Arjen Robben eine Fußballnation wäre, dann wäre es wohl das Frankreich vom Freitagabend. Dreimal erzielte Ousmane Dembele quasi das gleiche Tor, dreimal aus halbrechter Position ins lange Eck.

Gut, einmal nutzte der Franzose den rechten Fuß, so beidfüßig war Robben selten unterwegs. Und dennoch robbten sich die Franzosen gegen Norwegen endgültig zum absoluten Topfavoriten dieser WM 2026.

Schon in den ersten Spielen trafen sie aus allen Lagen und Positionen. Wucht, Technik, Tempo – es ist unglaublich, wie überlegen diese Offensive ist und wie spielerisch leicht all das aussieht.

Ob Michael Olise, der seine Mitspieler mit klugen Pässen in Szene setzt, oder Dembele und Kylian Mbappe, die nur einen Sprint anzuziehen brauchen, um sich in eine gute Abschlussposition zu bringen: Frankreich kann zu jedem Zeitpunkt aufs Gaspedal drücken.

Deutschland droht das Duell mit Frankreich

So richtig neu ist diese Erkenntnis natürlich nicht. Auch bei vergangenen Turnieren wirkten die Franzosen in manchen Spielen schlagbar und verwundbar, weil sie es nicht schafften, ihre fußballerische Klasse auf den Rasen zu bringen. Doch immer wieder gelang es ihnen, mit wenigen Aktionen all das vergessen zu machen. Wenn etwas in ihrem Superkader nicht optimal besetzt ist, ist es wohl das Mittelfeld.

Wobei selbst das nur die Suche nach einem Strohhalm ist, wenn man das aus der Sicht der Konkurrenz betrachtet. Und diese Konkurrenz ist zumindest in Bezug auf die kommenden Duelle auch Deutschland.

Sollte das DFB-Team erwartungsgemäß gegen ein bisher enttäuschendes Paraguay weiterkommen, droht die "Equipe Tricolore" im Achtelfinale. Eine Paarung, die in der aktuellen Verfassung beider Teams dicke Sorgenfalten auf der Stirn von Julian Nagelsmann verursachen würde.

In allen drei Gruppenspielen war die Defensive der deutschen Nationalmannschaft enorm anfällig gegen – ja, gegen Wucht, Technik, Tempo. All das, was die Franzosen in Perfektion mitbringen. Man mag sich kaum vorstellen, wie ein Laufduell zwischen Joshua Kimmich und Mbappe ausgehen würde.

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Gibt es Hoffnung für das DFB-Team?

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gäbe es wohl. Frankreich ist hinten auch nicht hundertprozentig sattelfest. Selbst die B-Elf von Norwegen erspielte sich einige Chancen und traf. Statt wie gegen Ecuador alle Mann am eigenen Sechzehner zu vereinen, um für den Ernstfall zu üben, sollte Nagelsmann deshalb vielleicht umsatteln.

Vielleicht ist die einzige Chance, dieses Turnier noch irgendwie zu retten, alles nach vorn zu werfen. Alles oder nichts. In der Hoffnung, dass dieses Spiel nicht durch wenige, sondern eher durch viele Tore auf beiden Seiten entschieden wird. Analog zum Duell von PSG mit dem FC Bayern in der Champions League.

Das Risiko, von Frankreich übel verprügelt zu werden, ist in jedem Fall sehr groß. Ob man nun am eigenen Strafraum darauf wartet, dass ihnen etwas einfällt, oder ob man die eigenen Stärken in der Offensive auszuspielen versucht. Vor rund einem Jahr trafen beide in der Nations League aufeinander. Frankreich gewann zwar, doch Deutschland hatte eine Halbzeit lang sehr gute Chancen. Statistisch war die Partie am Ende einigermaßen ausgeglichen.

Die Nagelsmann-Elf vermisste damals einige Schlüsselspieler. Auch das ist nur ein Strohhalm. Denn Frankreich hat sich seitdem nochmal gesteigert, wirkt gefestigter und fokussierter denn je. Und sie haben diese unglaubliche Offensive, mit der jegliche Taktik ohnehin obsolet wird. Wenn es mal nicht läuft, dann macht Dembele eben dreimal den Robben. Oder Mbappe. Oder Olise. Oder, oder, oder.

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